Vermeintliches Mordopfer Lucia R.: "Österreich" zu 20.000 Euro verurteilt

5. Jänner 2011, 14:11
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Abgebildete Frau war nicht die ermordete Lucia R. - Verlag kann berufen

Im Sommer 2010 beschäftigte der Mordfall Lucia R. die Wiener Polizei. "Krone" und "Österreich", später "Kurier" und "Heute" illustrierten wie berichtet (siehe Links unten) ihre Stories über den Mord an der 22-Jährigen mit dem Bild einer jungen Frau, das auf der Facebook-Seite einer Lucia R. steht. Sie haben nur den gleichen Namen. Die abgebildete Frau war nicht die ermordete Lucia R. Lucia R. kündigte damals an, sie wolle rechtlich gegen jene Medien vorgehen, die mit der Veröffentlichung ihre Rechte verletzt und "die Fotos gestohlen haben".

Entschädigung

Am Mittwoch fand der Prozess gegen "Österreich"/oe24.at statt, nach Infos von etat.at muss das Fellner-Blatt und dessen Onlineausgabe demnach in Summe 20.000 Euro Entschädigung an Lucia R. zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, "Österreich" kann dagegen berufen. Verfahren gegen "Krone" und "Heute" laufen. Mit dem "Kurier" habe man sich nach etat.at-Infos außergerichtlich geeinigt.

Das Facebook-Foto von Lucia R. erschien sechsmal in der "Krone", zweimal im"Kurier", einmal in "Österreich" und zweimal in "Heute", außerdem auf den Internetseiten von "Österreich", "Heute" und "Kurier". (red)

Nachlese

  • "Kurier", "Österreich", "Heute", "Krone" veröffentlichten falsche Fotos von Lucia R.
    foto: l. friesenbichler

    "Kurier", "Österreich", "Heute", "Krone" veröffentlichten falsche Fotos von Lucia R.

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