Leitbörsen in Fernost im Minus

5. Jänner 2011, 09:35
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Fallende Rohstoffpreise lasten auf asiatischen Börsen - Händler warten US-Arbeitsmarktdaten am Freitag ab

Singapur/Tokio - An den Börsen in Fernost ist die gute Stimmung vom Jahresanfang abgeflaut. Sinkende Rohstoffpreise drückten die Kurse am Mittwoch leicht ins Minus. Positive US-Industriedaten schürten die Hoffnungen auf eine Erholung der größten Volkswirtschaft. Nun richteten die Händler ihren Blick auf die Zahlen vom Arbeitsmarkt, die am Freitag vorgelegt werden. Der Euro gab nach.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 0,2 Prozent niedriger bei 10.380 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte unverändert bei 911 Zählern. Die Börsen in Taiwan, Südkorea und Singapur lagen im Minus, während der Markt in Hongkong leicht zulegte.

Nach dem starken Anstieg zum Ende des vergangenen Jahres setzten die Händler bei den Rohstoffpreisen auf Kurskorrekturen und Gewinnmitnahmen. Der Ölpreis gab weiter nach. Das Barrel der US-Sorte WTI verlor 37 Cent auf 89,11 Dollar. Am Vorabend war der Preis um 2,4 Prozent gefallen und damit so stark an einem Tag wie seit Mitte November nicht mehr. Händler gingen davon aus, dass die Investoren mit ihrem Konjunkturoptimismus etwas vorsichtiger werden. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 36 Cent auf 93,17 Dollar. Rohstoffwerte gaben daraufhin stärker als der Markt nach.

Analysten hielten den Einfluss auf die Titel anderer Branchen jedoch für gering. "Auch wenn die asiatischen Aktien etwas nachgeben, hilft der schwächere Yen wohl Japans wichtigem Exportsektor", sagte Jamie Coutts, Analyst bei BGC Securities.

So kam die schwächere japanische Währung vor allem ausfuhrorientierten Unternehmen zu Gute. Die Aktien der Autohersteller Toyota und Nissan legten 0,9 beziehungsweise ein Prozent zu. Die Anteilsscheine des Elektronikkonzerns Toshiba kletterten 2,5 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge will eine Konzern-Tochter zusammen mit dem chinesischen Staatsunternehmen Nuclear Power Technology Atomreaktoren entwickeln.

Die europäische Gemeinschaftswährung gab an den asiatischen Börsen nach: Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3285 Dollar nach 1,3304 Dollar im späten Handel in New York. Zur japanischen Währung wurde der Euro mit 108,89 Yen gehandelt. Der Dollar kostete 82,09 Yen.

Der Dow Jones beendete den Handel am Dienstag 0,2 Prozent fester bei 11.691 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab dagegen 0,1 Prozent auf 1270 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,4 Prozent schwächer bei 2681 Stellen. In Frankfurt folgte der Dax den US-Börsen ins Minus und schloss 0,2 Prozent tiefer bei 6975 Punkten. (Reuters)

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