Väterkarenz als Pflicht - Wie finden Sie das?

4. Jänner 2011, 18:10

Die Frauenministerin will die Männer verpflichten - Hat sie damit Recht?

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Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hätte "gern eine Diskussion über einen Pflichtmonat für alle Väter". Die ÖVP protestiert bereits lauthals gegen den Vorstoß. Wie stehen Sie dazu?

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idalina samambaia
00

ich bin pro geteilte Kinderbetreuungszeiten, zwischen Eltern, Erziehungsberechtigten, oder den Menschen mit denen das Kind aufwächst. Bezüglich Väterkarenz halte ich ein verpflichtendes Monat für zu wenig, aber einen positiven Vorstoß. Leider sind die betrieblichen Strukturen und politischen Regelungen schlecht aufeinander abgestimmt.

da Novak
00
29.2.2012, 13:42
wirklich verpflichten kann man ohnehin niemanden....

... die jetzige Regelung ist aber ein Wahnsinn! Väter, die Partnerin und Kind(er) in dieser anspruchsvollen Zeit verlässlich unterstützen wollen, müssen Urlaub/Zeitausgleich nehmen - sofern möglich. Ich habe bei meinen Kindern je 2 Wochen nach Geburt genommen, Pflegefreistellung + Zeitausgleich. Die Personalabteilung hat damals alles in Bewegung gesetzt, die Pflegefreistellung zu widerrufen. War damals ein Präsidezfall.

Ich denke, dies sollte hinter uns liegen, jeder Vater soll das Recht haben, Papamonat zu beanspruchen.

Dass die sog. Frauenministerin aber befindet, jemanden "verpflichten" zu müssen, zeigt bloß, dass sie glaubt, Frauenpolitik darin effizient zu betreiben, wenn sie Männern was vorschreibt. Lächerlich!!!

becauseitsme
01
10.1.2011, 10:56
Das erste Monat...

Ich denke, wenn beide Eltern im ersten Monat nach der Geburt zu Hause sind hat das nur Vorteile:
die Mutter, die eigentlich mit dem neuen Erdbewohner genug zu tun hat (und vielleicht auch noch an den Nachwirkungen der Geburt zehrt), wird vom Vater sowohl mit dem Kind, als auch beim Haushalt unterstützt und entlastet. Das Kind spürt von Anfang an sehr intensiv beide Elternteile und merkt sich das auch. Die Väter können auch intensiveren Kontakt pflegen und sind nicht gleich die "ausgeschlossenen" in diesem Beziehungsgeschehen.

Danach sollte den Eltern überlassen werden, wie sie die Karenz regeln wollen.

mmljaguar
23
11.1.2011, 14:17
Klar, die Väter sollen die Mutter nach der Geburt hinten und vorne bedienen....

...und dann wieder brav 12 Stunden am Tag Arbeiten und Unterhalt bis zum Existenzminimum zahlen, währen die Mutter mit Gleichgesinnten im Kaffeehaus sitzt....Nicht böse sein, aber eine Mutter schafft es sehr gut, das erste Monat zu überstehen und der Vater kann wohl auch schlecht alleine mit dem Kind zuhause bleiben, weil er sich mit dem Stillen schwer tun wird. Irgendwie hat die Natur sich doch was gedacht, als sie die verschiedenen Geschlechter geschaffen hat oder???

nina yankow
11

bisher haben väter, die zu hause bleiben wollen, eine hohe hemmschwelle, überhaupt karenz zu beantragen. zum einen fühlen sie sich verpflichtet, geld nach hause zu bringen, zum anderen befürchten sie, berufliche nachteile dadurch zu bekommen, etc.

wenn väter zu hause bleiben MÜSSEN (genauso wie mütter 2 monate nach der geburt gar nicht arbeiten DÜRFEN), können unternehmen keinen druck machen. ein gehalt kommt trotzdem rein, außerdem besteht bei karenz kündigungsschutz (den man nicht hat, wenn man zB nur urlaub beantragt, wenn man im ersten monat daheim sein will).

zum stillen: in den ersten zwei monaten MUSS die frau sowie zu hause bleiben (mutterschutz), und in sehr vielen fällen spielt das stillen sowieso keine rolle, weil zB das k

becauseitsme
00
11.1.2011, 19:56
väter zu versklaven...

habe ich das mit auch nur einem wort erwähnt? es geht um eine liebevolle zusammenarbeit zu gunsten aller dreien, die sich nun an eine neue form des zusammenlebens gewöhnen müssen. dies erfordert zeit.
ich möchte ihnen jetzt nichts unterstellen, aber ihr posting klingt nach sehr schlechten erfahrungen mit expartnerin, die ich, sollte dies wirklich der fall sein, sehr bedaure. ich befürworte es keinesfalls, dass der vater nur für die existenzgrundlage einstehen muss und ansonsten (von staatlicher seite) keinerlei rechte hat. darum sollte nicht nur sie sondern auch der vater das recht haben, sich gemeinsam mit der mutter an die neue situation zu gewöhnen.
gehen väter dann weiter in karenz, haben auch sie die möglichkeit kaffee zu trinken.

K.S.11
01
Fr. Minister häte gerne eine Diskussion?

Es würde der Frau Minister gut anstehen endlich alle Belange und gesetzlichen Grundlagen des Familienrechtes zur Diskussion zu stellen und nicht nur mit diesem einen Thema zu versuchen ihr Image zu verbessern.

Wir haben nach wie vor keine Gleichstellung von Mann und Frau, das Familienrecht entspricht nicht dem heutigen Leben und in der Frage der gemeinsamen Obsorge blockiert Fr. Minister mit Verweis auf Sippenhaftung der Männer.

malena001
01
..Schweden .. und Väterkarenz

Also ich wohne und arbeite in Schweden als Ärztin und habe ein 18 monate altes Kind. Hier ist es ueblich, dass Väter (auch in der Ärzteschaft...) in Karenz gehen. Mutter und Vater haben jeweils eine gewisse Anzahl an Karenztagen, die bis auf ca. 2 Monate auf den anderen Partner uebertragen werden können.

Falls man die 2 monate Karenz nicht will, verfallen diese Monate halt.

Ist also nicht unbedingt Pflicht, aber somit ueberlegt man sichs halt- und es funktioniert hier auch wunderbar!
Die Einstellung von Arbeitgebern gegenueber Väterkarenz ist in Schweden sicherlich um vieles angepasster als in Österreich.

Sobieski
00
Kein Irrweg - jedoch eine Vorbereitung auf die Elternschaft

Prinzipiell stellt die Vaterkarenz keinen Irrweg dar. Ein Monat jedoch ist niemanden geholfen. Bei kurzer Karenz ist allenfalls eine Neuorientierung innerhalb der Familie, Rollenverteilung, spürbar. Jedch nicht umsetzbar. Andernfalls ist dem modernen Vater eine längere Karenz durchwegs zuzutrauen. Das Monatsmodell soll das den Vater im Abteilungs-oder Fachbereich seines ausübenden Berufs schützen? Dann sind ganz andere Partner in die breite Dikussion miteinzubeziehen. Auch plädiere ich als Mann und Vater für einen verpflichtenden Aufbaukurs für werdende Eltern in den Bereichen Pädagogik ( Lernmodelle und Bewegung des Babys verstehen ) und Sicherheit im eigenen Raum. Diese blöden Geburtvorbereitungen braucht niemand in diesem Mass. Danke!

becauseitsme
00
10.1.2011, 10:47
Vorbereitung auf Elternschaft

"Lernmodelle und Bewegungen des Babys verstehen"... Ihnen ist wohl bewusst, dass unsere Kinder keine PCs sind, die so funtkionieren, wie es uns halt irgendjemand sagt. Eltern sollten eher lernen, den eigenen Hausverstand einzuschalten. Zeit, Zuwendung und Liebe sind immer noch die besten Mittel zur Förderung und für die Entwicklung.
"blöde Geburtsvorbereitungen" - sind ja nicht verpflichtend und eigentlich nur zur Unterstützung gedacht (sowohl für die Frau als auch für den Mann - falls dieser dabei ist) zu nehmen - unserer hat einen Tag gedauert - so übermäßig viel Zeit find ich das jetzt nicht. Vielleicht machen Sie einfach beim nächsten Mal einen anderen oder gar keinen?

Rosa Stahl
00

und irgendwann muss man dann verpflichtend die Kontrollorin vom Jugendamt in die Wohnung lassen, damit sie kontrolliert, wie das Kinderbett und die Bekleidung beschaffen sind und ob es einen Fläschchenwärmer gibt?

palimpsest2702
00

wäre keine so blöde idee wie sie jetzt tun und könnte eine menge leid sparen. zu ihrem glück ist das ohnehin nicht durchführbar.

Kaktus51
04
Kein Zwang, das ist Sache der Familie.

Als nächstes kommt dann der verpflichtende Geschlechtsverkehr.

scrambled signal
04
Minister...

Ich hätte gerne:

- Einen "Männerminister" (hört sich imho genau so lächerlich an wie "Frauenministerin".)

- In dessen Kabinett einen "Freibierbauftragten" usw usf.

Gleichberechtigung muss sein ;)

wing
40

sie haben von gesellschaftlicher entwicklung nix verstanden

Jujilla
00

Vielleicht sollte man das "Papamonat" freiwillg einführen. Wenn es nicht in Anspruch genommen wird, verfällt dieses Monat für beide Elternteile - inkl. Kinder bzw. Karenzgeld.

Ben Hemmens
01
gibts eh schon

und es sind 2 monate

martha meier
00

wäre es nicht viel gescheiter das kinderkriegen zu verbieten? die welt ist eh heillos überbevölkert, das bildungssystem kostet eine menge geld, und diese ganze diskussion um karenz erspart man sich dann auch.

Lemure
 
01
Niemand ist zur Karenz verpflichtet,

auch nicht die Mütter. Wieso soll man dann Väter verpflichten?

wing
21

ich sags auch hier wieder: mutterschutz, vier monate pflicht. auch wenns vorrangig um die gesundheit geht, gibts viele mütter, die entweder länger oder schon wieder früher arbeiten wollen, aber nicht dürfen. warum dürfen die nicht selbst entscheiden, was für sie und ihr kind gut ist?
um missverständnisse zu vermeiden: ich bin für den mutterschutz genauso wie ich für das verpflichtende papamonat bin!

martha meier
00

männer sind ja schon zu faul (oder dumm?) kinder zu kriegen, dann muss wenigstens eine verpflichtung zur karenz und hormontherapie her.

dr.mamba
13

Immer diese Diskussionen über Gleichberechtigung. Was halten Sie von einem Monat Pflichkarenz der Väter und auf der Gegenseite einen Monat Pflichtzivildienst für Frauen?

nina yankow
00
10.3.2011, 11:30

ja, bitte. gleichberechtigung soll alle bereiche betreffen.

Richard Baumbach
00
Kirche im Dorf lassen ;-)

ist jahrelange Kinderbetreuung der Mutter nicht schon genug Zivildienst?

Jujilla
23

Frauen übernehmen in ihre Leben meist viele (unbezahlte) sozialleistungen innerhalb der Familie (Krankenpflege etc.). Das führt schon lange zu einer finanziellen Schlechterstellung. Mit einem Monat Zivildienst hat eine Frau also nur gewonnen im Vergleich zu den unbezahlten Leistungen, die sie sonst erbringt.

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