Finanzkrise schiebt US-Privatinsolvenzen an

4. Jänner 2011, 15:01
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Zahl der Privatinsolvenzen auf höchstem Stand seit fünf Jahren - Für 2011 werden noch mehr Privatinsolvenzen erwartet

New York - Die Wirtschaftskrise in den USA hat eine Pleitewelle bei den Verbrauchern verursacht. Die Zahl der Privatinsolvenzen stieg im vergangenen Jahr um neun Prozent im Vergleich zu 2009, wie die Wirtschaftsauskunftei American Bankruptcy Institute (ABI) am Montag mitteilte. Damit beantragten 1,53 Millionen Amerikaner Gläubigerschutz. Das war der höchste Stand seit Verschärfung der Insolvenzordnung im Jahr 2005. Damals mussten 2,04 Millionen Haushalte den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Im Dezember gerieten 118.146 Privatleute in die Schuldenfalle.

Die Lage könnte sich nach Einschätzung des Instituts zunächst noch verschlimmern. Für 2011 rechnet das Institut mit mehr Privatinsolvenzen. Grund sei die hohe Verschuldung, die stockenden Einkommen und die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit, sagte der geschäftsführende Direktor des ABI, Samuel Gerdano. Die Arbeitslosenquote ist in den USA mit zehn Prozent immer noch sehr hoch. Erst im nächsten Jahr sei mit einem Rückgang bei den Verbraucherinsolvenzen zu rechnen. "Die Verschuldung der Konsumenten sinkt allmählich. Das bedeutet, dass das Risiko für eine Anmeldung einer Privatinsolvenz sinkt", fügte Gerdano hinzu. (APA/Reuters)

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