Reisegruppe aus Dresden "strandete" in Tirol

4. Jänner 2011, 13:23
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Italienischer Kapitän hatte Transport verweigert

Beinahe zu einer Irrfahrt hat sich der Busausflug einer Urlaubergruppe aus Dresden entwickelt, nachdem einer der Mitreisenden in Italien an Noroviren erkrankt war. Der Kapitän ihrer Fähre in Genua hatte sich nach Angaben des Roten Kreuzes geweigert, die Deutschen an Bord zu nehmen. In der Nacht auf Mittwoch traf der Bus schließlich wieder am Grenzübergang Brenner ein. Das Rote Kreuz Innsbruck organisierte für die 63 Deutschen einen Busfahrer, mit dem gegen 3.30 Uhr früh die Weiterfahrt in Richtung Heimat möglich wurde.

Der an den Viren erkrankte Deutsche hatte in Verona ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Nachdem in Genua die Erkrankung bekanntgeworden war, hatten die Behörden die sofortige Heimreise der Gruppe angeordnet. Am Brenner setzten sich die erschöpften Passagiere mit der Leitstelle Tirol mit dem Wunsch in Verbindung, die Klinik Innsbruck anzufahren. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz untersuchen Ärzte dort die Ostdeutschen, hätten aber keine weitere Erkrankung festgestellt.

Durch die lange Lenkzeit konnten die Busfahrer nicht mehr weiterfahren. Als sich abgezeichnet habe, dass keine Unterkunft gefunden werden konnte, mobilisierte das Rote Kreuz einen Freiwilligen aus den eigenen Reihen. Mit einem Tiroler Busfahrer startete die Gruppe schließlich in den frühen Morgenstunden in Richtung Dresden, wo sie im Laufe des Mittwoch eintreffen sollte. (APA)

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