Tiroler Lebenshilfe-Präsident trat zurück

5. Jänner 2011, 08:35
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Der Präsident der Tiroler Lebenshilfe, Hanspeter Zobl, und sein Stellvertreter, Helmut Rochelt, sind nach den vor kurzem erhobenen Vorwürfen der persönlichen Bereicherung zurückgetreten. Die Führung des Vereins übernimmt nun interimistisch Vizepräsident Kajethan Jenner, bestätigte Vorstandsmitglied und VP-LAbg. Jakob Wolf einen entsprechenden Bericht der Tiroler Tageszeitung (Dienstag-Ausgabe).

Zobl war seit geraumer Zeit wegen seiner gleichzeitig für den Verein ausgeübten Funktion als Notar ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Seine Kanzlei hatte das Gros der Verträge für die Lebenshilfe durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hatte außerdem Ermittlungen wegen Betrugverdachts aufgenommen.

Schritt "im Interesse der Lebenshilfe"

Der Präsident hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen und von einer Kampagne gegen seine Person gesprochen. Laut TT haben Zobl und Rochelt den jetzigen Schritt "im Interesse der Lebenshilfe" gesetzt. Wenn man glaube, Schaden abwenden zu können, müsse man die persönlichen Konsequenzen ziehen, sagte Zobl. Die Möglichkeit, dass sein Rückzug als Schuldeingeständnis gewertet werden könne, nehme er "gerne" in Kauf.

Von den rund 1.000 Mitarbeitern der Lebenshilfe Tirol werden nach eigenen Angaben rund 1.200 Klienten betreut. Der vor 47 Jahren gegründete Verein verfügt laut letzten Tätigkeitsbericht über 79 Einrichtungen und 111 Wohngemeinschaften. (APA)

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