ÖAMTC-Flugrettung absolvierte 2010 rund 40 Einsätze pro Tag

4. Jänner 2011, 12:04
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16 Hubschrauber rückten insgesamt 14.816 Mal aus - "Christophorus 9" in Wien flog am häufigsten

 Die ÖAMTC-Flugrettung hat 2010 pro Tag durchschnittlich 40 Einsätze absolviert. Insgesamt wurden dabei mehr als 12.700 Personen versorgt, so der Autofahrerclub am Dienstag in einer Aussendung. "Die Einsatztätigkeit der ÖAMTC-Notarzthubschrauber hat 2010 wieder zugenommen", erklärte Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner. "Insgesamt flogen unsere 16 Hubschrauber 14.816 Einsätze, das sind 886 mehr als im Jahr 2009."

Der einsatzstärkste Tag war der 1. August 2010: Binnen 15 Stunden rückten die fliegenden Helfer 78 Mal aus. Für den "Christophorus 9" in Wien, der mit 1.770 die meisten Einsätze durchführte, war der Dienst über das gesamte Jahr gesehen am stressigsten. Auch der "Christophorus Europa 3" in Suben (1.205 Einsätze) und der "Christophorus 3" in Wiener Neustadt (1.193 Einsätze) flogen besonders häufig. Der in Salzburg stationierte "Christophorus 6" wurde zu 861 Einsätzen gerufen - ein leichtes Minus von 1,7 Prozent gegenüber 2009.

Die wesentliche Aufgabe der Flugrettung sei es, Verletzte nach Unfällen oder Patienten mit akuten Erkrankungen zu helfen, erklärte Kraxner. Am häufigsten wurden die Hubschrauber zu internistischen und neurologischen Notfällen (42,9 Prozent) gerufen. Unfälle in der Arbeit, im Haushalt, in der Schule oder in der Freizeit waren bei 2.321 Einsätzen der Grund für eine Alarmierung. Verkehrsunfälle machten knapp zehn Prozent der Einsätze aus.

Rund 210.000 Einsätze seit Gründung

Seit ihrer Gründung vor 27 Jahren flogen die ÖAMTC-Hubschrauber mehr als 210.000 Einsätze. Zuletzt war der Dienst in die Schlagzeilen geraten: Der ÖAMTC hatte seinen Vertrag mit dem Innenministerium per 31. Dezember 2010 aus finanziellen Gründen gekündigt. Die fünf davon betroffenen Bundesländer - Tirol, Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und die Steiermark - strebten daraufhin eigene Lösungen an. Nachdem es bis Jahresende zu keiner Einigung kam, vereinbarten der ÖAMTC und das Ministerium eine Übergangsfrist bis Ende Juni 2011.

Für die Standorte Innsbruck und Lienz, Graz und Aigen im Ennstal, Stadt Salzburg, Linz-Hörsching und Klagenfurt wird das System bis dahin auf neue (alte) Beine gestellt. Der ÖAMTC soll die Einsätze weiterhin abwickeln, allerdings für das jeweilige Bundesland als Vertragspartner. Vorarlberg, Wien, Niederösterreich und das Burgenland haben bereits ein eigenes Flugrettungswesen. (APA)

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