Heinisch-Hosek will für alle Väter einen Monat Pflichtkarenz

3. Jänner 2011, 17:44
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SPÖ-Frauenministerin hofft auf Ausweitung des neuen Beamtenmodells

Wien - Seit Jahresbeginn dürfen Beamte/Beamtinnen bei Geburt eines Kindes einen unbezahlten "Papa-Monat" nehmen, Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) kann sich im Standard-Interview vorstellen, dass das Beispiel im öffentlichen Dienst in ganz Österreich verpflichtend Schule macht: "Nach dem ersten Jahr Erfahrung mit dem ,Papa-Monat‘ hätte ich jedenfalls gern eine Diskussion über einen Pflichtmonat für alle Väter. Ich muss sagen, die Vorstellung gefällt mir." In Schweden etwa habe jeder Elternteil einen persönlichen, nicht übertragbaren Anspruch auf zwei Monate bezahlten Elternurlaub.

Was die von der ÖVP begehrte automatische gemeinsame Obsorge für beide Eltern im Scheidungsfall betrifft, bleibt Heinisch-Hosek hart: "Das kommt für mich nicht in Frage." Denn: Solange viele Väter sich ihrer Pflichten nicht bewusst seien, könne sie dieses Ansinnen "absolut nicht akzeptieren". (red, DER STANDARD/Printausgabe 4.1.2011)

  • Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
    foto: newald

    Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

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