Wer mit dem Rauchen aufhört, fühlt sich glücklicher

2. Jänner 2011, 18:32
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US-Studie weist positiven Effekt des Nikotinverzichts auf die die Stimmung nach

Berlin - Eine aktuelle US-Studie zeigte, dass die Angst vieler Raucher, im Falle eines Rauchverzichts mit Ängsten oder Depressionen zu kämpfen zu haben, unbegründet ist. "Wer es schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, fühlt sich besonders glücklich", erklärt Stefan Andreas, Kasseler Lungenfacharzt und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), mit Hinweis auf die Untersuchung der Brown University in Rhode Island. "Wer hingegen beim Versuch, von den Zigaretten loszukommen, scheitert, fällt eher in ein Stimmungstief und ist oft sogar noch depressiver als zu der Zeit, als er noch rauchte."

An der Studie nahmen den Angaben zufolge 236 Raucher teil. Diejenigen, die während der gesamten Studiendauer von 28 Wochen erfolgreich auf das Rauchen verzichteten, wiesen die höchsten Werte für Glücklichsein auf. Diejenigen, die den Rauchstopp sofort abbrachen, waren am unglücklichsten. Alle Studienteilnehmer erhielten Nikotin-Pflaster und wurden medizinisch beraten, sie mussten sich außerdem wiederholt einem Test auf depressive Anzeichen unterziehen.

"Die Forscher sind aufgrund ihrer Studie davon überzeugt, dass ein Rauchstopp dazu beitragen kann, deprimierte Stimmungen zu reduzieren. Wer erfolgreich von den Zigaretten loskommt, dürfte sich auch von depressiven Beschwerden eher befreien können. Wer andererseits wieder anfängt zu rauchen, muss dann dementsprechend auch wieder mit mehr depressiven Verstimmungen rechnen", betont Andreas. (APA/dapd)

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