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3.000-m-Hindernis-Weltmeisterin Marta Dominguez im Fadenkreuz der "Operation Galgo".
Madrid - In den spanischen Doping-Skandal "Operacion Galgo" scheint wieder Bewegung gekommen zu sein. Laut der Tageszeitung "El Pais" (Samstag-Ausgabe) habe Manuel Pascua Piqueras, einer der erfolgreichsten Leichtathletik-Trainer des Landes, bei seiner Vernehmung durch die Polizei ein umfassendes Geständnis abgelegt.
"El Pais" berief sich auch auf Ermittlungsunterlagen, laut denen der 77-jährige Pascua Piqueras verschlüsselte Aufzeichnungen besessen haben soll, die Dopingpläne für die von ihm trainierten Athleten enthielten. Zu den von ihm belasteten Athleten gehören neben 3.000-m-Hindernis-Weltmeisterin Marta Dominguez auch die 1.500-Meter-Europameisterin Nuria Fernandez, der Mittelstreckenläufer und WM-Medaillengewinner Reyes Estevez sowie die spanische 100-m-Meisterin Digna Luz.
Doch nicht nur spanische Athleten sollen betroffen sein: Ein abgehörtes Gespräch deutet darauf hin, dass mit dem zweifachen Europameister Francis Obikwelu ein weiterer Schützling von Pascua Piqueras auf illegale Methoden zurückgegriffen hat. Die Polizei vermutet, dass der aus Nigeria stammende und später für Portugal startende Sprinter der ominöse Mann mit "afrikanischem" Akzent sei, der sich aufgebracht an Pascua Piqueras gewandt haben soll, weil er einer Dopingkontrolle unterzogen werden sollte.
Am Vorabend des Gesprächs mit dem Coach hatte der Anrufer ein "Pflaster" benutzt, nun wisse er nicht, wie es um ihn stehe. Die Polizei gehe davon aus, dass es sich dabei um ein Testosteron-Pflaster gehandelt habe. Pascua Piqueras hat dem Läufer geraten, sehr viel Wasser zu trinken und so hart wie möglich zu trainieren. In diesem Fall würden die Spuren aus dem Organismus verschwinden.
Die "Operacion Galgo" hatte Anfang Dezember neben der Verhaftung von Pascua Piqueras u.a. zur Festnahme des Gynäkologen Eufemiano Fuentes geführt, der seit mehreren Jahren schon mit verschiedenen Dopingfällen im Radsport in Verbindung gebracht worden war.(APA)
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"...sich aufgebracht an Pascua Piqueras gewandt haben soll, weil er einer Dopingkontrolle unterzogen werden sollte.". Weiters: "Pascua Piqueras hat dem Läufer geraten, sehr viel Wasser zu trinken und so hart wie möglich zu trainieren. In diesem Fall würden die Spuren aus dem Organismus verschwinden."
Der gute Herr Obikwelu hatte also zwischen Ankündigung des Tests und der Durchführung des selbigen genügend Zeit, um schön gemütlich Maßnahmen zur Verschleierung des Wirkstoffes (Testosteron?) setzen.
Ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für die gnadenlose und mörderisch effiziente Dopingbekämpfung auf der iberischen Halbinsel. ;-)
Selbst in Ösistan ist man mittlerweile so weit, dass man ausnahmslos unverzüglich zum Test antreten muss.
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