Präsident Jonathan macht Islamisten-Gruppe für die Tat verantwortlich
Abuja - In Nigeria sind bei einer Explosion der
Polizei zufolge mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.
Mindestens 13 Personen seien bei der Detonation auf einem Marktplatz
in der Hauptstadt Abuja verletzt worden, sagte ein Sprecher am
Freitag. Der Platz auf dem Gelände einer Kaserne gilt als beliebter
Treffpunkt. Zuvor hatten Ärzte und Militärvertreter von elf Toten
berichtet. Das Fernsehen hatte anfänglich sogar von 30 Toten
gesprochen.
Präsident Goodluck Jonathan sprach von einem Bombenanschlag und
machte eine Islamisten-Gruppe für die Tat verantwortlich. Der
"außerordentlich böse" Anschlag sei "eine neue und gefährliche
Herausforderung für unseren Frieden und unsere Stabilität."
Der Anschlag ereignete sich am frühen Abend, als viele Menschen
ihre Silvesterfeier auf dem "Mammy Market" in der Abacha-Kaserne
begonnen hatten. Gewalttätige Ausschreitungen haben in Nigeria
zuletzt zugenommen. Armeechef Oluseyi Petirin verglich das Attentat
mit den Explosionen in der zentralnigerianischen Stadt Jos am
Weihnachtsabend, bei denen Dutzende Menschen getötet und verletzt
wurden. Eine radikale Sekte, die das islamische Recht einführen will,
bekannte sich zu den Angriffen. Die nigerianische Bevölkerung besteht
je zur Hälfte aus Christen und Muslimen.
Anfang Oktober war in Abuja bereits ein Anschlag auf die Feiern
zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit Nigerias verübt worden, bei dem
mindestens zwölf Menschen starben. Zu dem Attentat mit zwei
Autobomben bekannte sich die Rebellenbewegung für die Befreiung des
Nigerdeltas (MEND), allerdings machte Jonathan damals "eine kleine
Terroristengruppe von außerhalb" des westafrikanischen Landes für die
Tat mitverantwortlich. (APA/Reuters/AFP)
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BBC News: Nigeria New Year revellers hit by Abuja 'bomb'