Zum Macht-Mythos männlichen Wunschdenkens

9. Jänner 2011, 16:29
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"Es gab damals (Mitte der 1970er-Jahre, Anm.) einige namhafte männliche Künstler, die die Kunstszene in Wien dominierten und der Meinung waren, dass Frauen nicht zeichnen oder malen können. Das hat mich herausgefordert, diese Vorstellungen zu unterlaufen, sie zu illustrieren und darzustellen, als was man mich gesehen hat. Es war der Versuch, den Blick der von außen auf mich eindrang, ernst zu nehmen", sagte Birgit Jürgenssen in einem Interview mit Rainer Metzger 2003.

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foto: leisuregroup

Mit ihrem künstlerischen Schaffen zählt Birgit Jürgenssen (1949 - 2003) zu den wichtigsten Vertreterinnen der feministischen Avantgarde. Und obwohl ihr Werk in eine Reihe mit internationalen Künstlerinnen wie VALIE EXPORT, Maria Lassnig, Francesca Woodman, Cindy Sherman, Meret Oppenheim und Louise Bourgeois zu stellen ist, wurde ihr bisher keine vergleichbare Wertschätzung entgegengebracht.

Ohne Titel (Körperprojektion), 1988

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