SVA eröffnet Service-Zentren für Künstler

30. Dezember 2010, 13:52

Für Auskünfte und Anträge

Wien - Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft bietet ab 1. Jänner eigene Servicezentren für Kunstschaffende in allen Landesstellen. Dort werden umfassende Auskünfte zu Beitragsangelegenheiten, Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung oder Arbeitslosenversicherung erteilt.

Sofern die SVA nicht selbst für die Erledigung zuständig ist, werden Anträge entgegengenommen und an den zuständigen Versicherungsträger weitergeleitet. Das betrifft beispielsweise Pensionsanträge, Anträge auf Beitragserstattung oder auf Feststellung der Versicherungspflicht.

Anträge auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe müssen hingegen weiterhin direkt beim Arbeitsmarktservice (AMS) gestellt werden.

"Kunst und Kommerz, Kreativität und kaufmännisches Denken - das passt nicht immer unter einen Hut. Weil aber auch die sozialversicherungsrechtliche Absicherung möglichst zeitsparend und in geordneten Bahnen laufen muss, wird die SVA als Servicezentrum für Kunstschaffende alle Fragen zur sozialen Absicherung kundenorientiert und gebündelt klären", schreibt der stellvertretende SVA-Obmann Martin Gleitsmann am Donnerstag in einer Aussendung. (APA)

 

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8 Postings
Miese Gesinnung

Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft hat als Wurmfortsatz der Wirtschaftskammer die selbe diebische Einstellung. Zwangsweises kassieren für die Privilegien der eigenen Funktionäre. Zwangsmitglieder werden über die zwangsweise Umstellung auf die sogenannte Geldleistungsberechtigung in einen vertragslosen Zustand versetzt.

Pfui Teufel, mieses Pack.

es wäre höchst an der zeit

für die kunst und kulturschaffenden in diesem land ein maßgeschneidertes paket zu schnüren. hat schon jemand einmal daran gedacht, die versicherungsbeiträge für freischaffende (die oftmals nicht einmal diese im mindestmaß aufbringen können) über ein (steuerabschreibendes) mäzenatenprojekt der osterreichischen industrie und wirtschaft zu sponsern? ich würde mich gerne für die Ausarbeitung eines solchen projekts mit der industriellenvereinigung und der wka zur verfügung stellen.

Abrechnung

Diese Meldung dürfte genauso inhaltsleer sein, wie vor einem Jahr die Versicherung der Versicherung, sie würde die Abrechnungen übersichtlicher und verständlicher gestalten.

Es wäre an der Zeit, und zwar DRINGEND!, in Österreich

ein echtes Künstlersozialversicherungssystem zu schaffen, das sich an den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Künstler orientiert - und sie nicht zu Unternehmern oder Angestellten machen möchte. In Frankreich gibt es ein solches System! In Österreich haben wir immernoch die neoliberale schwarz-blaue Morakversion "Alle, die es nicht ans Burgtheater geschafft haben, sind eh keine Künstler und sollen in erster Linie Zwangsbeiträge zahlen - welche Leistungen sie dafür erhalten, ist nebensächlich"

Der feine Unterschied: Keine NEUEN Servicezentren

Die SVA bietet NICHT "ab 1. Jänner EIGENE Servicezentren für Kunstschaffende in allen Landesstellen", sondern ab 1.1. gelten die bestehenden SVA-Servicezentren auch als Servicezentren für Kunstschaffende. In diesem Sinne ist auch das Zitat des stv. SVA-Obmann Martin Gleitsmann zu verstehen: "die SVA als Servicezentrum für Kunstschaffende".
Neu ist, dass die SVA institutionenübergreifend Beratung und Unterstützung anbieten wird, also nun auch Auskünfte
betreffend Mehrfachversicherung (z.B. SVA + Gebietskrankenkasse u.a.), Künstlersozialversicherungsfonds, Arbeitslosenversicherung, etc. übernehmen
und Anträge (ausgenommen jene an das AMS) entgegen nehmen und weiterleiten wird.
Mehr Info siehe auch http://www.kulturrat.at

Wo bitte?

wird das sein?? Meine Nachfrage zuletzt hat ergeben, dass das die BeraterInnen zusätzlich machen. Na hoffentlich werden die zumindest eingeschult.

ja genau. alle beraterInnen sind servicezentrum für künstlerInnen.

wow

ein erster kleiner schritt!! ...hoffentlich bekommt man dann die auskünfte auch wirklich in verständlicher kundenfreundlicher sprache und nicht in diesem unverständlichen beamtendeutsch... jetzt nur noch diese lästigen unter/obergrenzen bitte abschaffen.

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