FIFA-Schreck Poliakoff präsentiert Nano-Inschrift

8. Jänner 2011, 17:11
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Britischer Chemiker lässt sich Periodensystem der Elemente auf eines seiner Haare schreiben

London - Für einen 62-Jährigen hat er ohnehin einen beneidenswert wuschligen Afro - doch das war Martyn Poliakoff noch nicht genug. Jetzt ließ sich der Chemiker der britischen Nottingham University das gesamte Periodensystem der Elemente auf eines seiner Haare schreiben. Das Haar hatte er sich vor dem aufwändigen Vorgang allerdings auszupfen lassen.

Das Periodensystem ist Poliakoff ein echtes Anliegen: Zuvor hatte er bereits die Elemente in einer Serie von Kurzvideos vorgestellt. Größere Popularität erlangte er jedoch im Vorfeld der Fußball-WM in Südafrika: Poliakoff hatte erklärt, dass der berühmte Goldpokal für den Gewinner - entgegen den Angaben der FIFA - nicht aus massivem Gold bestehen könne, weil er sonst soviel wiegen würde wie ein erwachsener Mensch. Zugegebenermaßen nicht der schlimmste Kratzer an der Glaubwürdigkeit des Weltfußballverbands ...

Die Idee zur Haar-Verzierung stammte vom Forschungsteam des Nanotechnology and Nanoscience Centre an Poliakoffs Universität. Um die "Inschrift" zu verfassen, musste das Haar unter einem Elektronenmikroskop vergrößert und anschließend mit einem Ionenstrahl beschossen werden. Das Ergebnis dürfte mit ziemlicher Sicherheit die kleinste Darstellung des Periodensystems weltweit sein. (red)

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