Mit dem Saft aus der Dose

Guido Gluschitsch, 27. Dezember 2010, 16:33
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    Weniger sexy als viel mehr praktisch: der EC-03 von Yamaha.

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    Geladen wird der Akku einfach über die Steckdose.

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    Ein Radnabenmotor treibt das Hinterrad an.

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    Was ein wenig an ein Mobiltelefon erinnert, ist die Armatur des EC-03. Absperren via PIN funktioniert aber trotzdem.

Yamaha bringt nächstes Jahr einen Elektro-Scooter in der 50 Kubikzentimeter-Klasse

Der Duft von Freiheit und Abenteuer. Vor ein paar Jahren war das noch der Geruch von schlecht verbranntem Zweitaktgemisch. Heute riecht das Abenteuer wie ein billiges Achselwasser, in dem der Typ in der U-Bahn neben einem gebadet hat, weil er glaubt, dadurch so süß wie Schokolade zu sein. "Achse statt Axe" dürfte darum auch das neue Motto bei Yamaha sein, weshalb sie 2011 noch einen Elektroroller auf den Markt bringen, der selbst eingefleischte Öffi-Fahrer in den Individualverkehr locken soll.

Fahrräder mit Tretunterstützung haben den Markt ja schon umgekrempelt wie die 1980er-Jahre die Mode – warum also sollte ein E-Moped nicht ähnlich revolutionär sein können? Die Gründe, warum die Pedelecs so boomen, liegen ja nicht darin, dass die Leute so gerne Rad fahren, sondern: keine Parkplatzprobleme, kein Führerschein, keine Emissionen und keine Schwarzkappler.

City-Mobil

Der EC-03 ist ein wenig wie ein Pedelec, nur eben ohne Pedale und ohne Kette, die an der Hose nascht. Dafür sitzt man gemütlicher. Konzipiert ist er als Stadtmobil und als Semmeltaxi für Campingbusse. Weil der EC-03 nur 56 Kilogramm wiegt und recht kompakt ist, lässt er sich kaum komplizierter verladen als ein Fahrrad.

Angetrieben wird der EC-03 über einen Radnabenmotor. Die Reichweite beträgt bis zu 46 Kilometer, bei einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometer, 30 Kilometer im Powermodus. Zwischen Standard- und Powermodus schaltet man per Knopfdruck um – also alles watscheneinfach. Wie auch das Aufladen.

In sieben Stunden sind die Lithium-Ionen-Akkus über eine normale Steckdose voll geladen. Das heißt, das Moped in der Nacht komplett aufladen, und dann damit am nächsten Tag wieder in die Arbeit fahren. Workaholiker können den Scooter natürlich auch während ihrer Arbeitszeit laden – quasi rund um die Uhr.

Elektronische Helfer und Trommelbremsen

Zwei Trommelbremsen schleifen das Elektromoped wieder auf null runter. Die Reifen sind echte Asphaltschneider und auf den Elektroantrieb optimiert. Elektrische Helfer sind auch an Bord. Die Yamaha Integrated Power Unit steuert den Radnabenmotor so, dass die Akkuleistung optimal in Drehmoment umgesetzt wird.

Außerdem sind alle elektronischen Teile des EC-03 untereinander über ein Kommunikationssystem verbunden - Yamaha Mutual Communication System heißt das heiße Teil, das die Infos über Akkuladung, Antriebssteuerung und Ladevorgang ans Display liefert. Und es verhindert, dass man den Roller während des Ladevorgangs fahren kann. Wohl nicht nur, weil der EC-03 dann aussehen würde wie die ferngesteuerten Autos unserer Kindheit, bei denen man durch ein Kabel zwischen Fernbedienung und Autoheck dazu verdammt war, hinterher zu rennen wie einem antiautoritär erzogenen Hund.

Einen Preis gibt Yamaha für den EC-03 noch nicht an. Aber allzu teuer dürfte der Scooter nicht werden. Vor allem im Betrieb ist der Roller sehr günstig, weil der Wartungsaufwand geringer ist als bei einem Moped mit Verbrennungsmotor und weil der Saft aus der Dose günstiger ist als das Öl aus dem Schlauch.

Link:

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Posting 1 bis 25 von 40
1 2
Emeritus
10
30.12.2010, 09:44

Ist dieses Ding ein Moped oder ein Roller?

Iván
00

meines wissens ist ein moped in österreich durch einen maximalen hubraum von 50ccm und einer maximalen geschwindigkeit von 45 kmh definiert.

ob das nun für einen roller zutrifft, oder für einen gatschhupfer oder einen chopper ist egal.

mfg

Friedrich Hoferbauer
00
Ein Roller

Ein Moped hat Pedale.

Prinzessin Heribert Affenzeller
00

was du meinst ist wohl ein MoFa.

tablespace65
01
29.12.2010, 19:04
Ein erzhässliches Ding!

Bevor ich mir so einen E-Scooter zulege, setze ich mich lieber auf ein Pedelec und trete ein bisserl mit...

trollkind
00
29.12.2010, 11:51
sorry herr glu ...

aber ich muß den vorpostern zustimmen. dieser artikel ließt sich wie eine bezahlte anzeige. bitte mehr enthusiasmus oder einfach x einen artikel auslassen.

lg
ihr trollkind

knecht ruprecht
16
29.12.2010, 00:21

interessantes konzept, nutzloser bericht. unkritisch möchtegernwerte aus dem prospekt ablesen tun normalerweise nur leute die von der firma geschmiert werden - siehe vorpostings. ein echter tiefpunkt!

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
03
28.12.2010, 16:55
sachliche Prüfung bitte!

Bitte Herr Glutschitsch legen Sie sich ne Checkliste zu und bewerten Sie die Fahrzeuge nicht wie sinnloses Zweiradgesocks. Also:
- Transportkapazität (Personen und Gepäck)
- Steigfähigkeit
- Handhabung (sichere und einfache Bedienung)
- Witterungsschutz (Spritzschutz, Handschützer,...)
- Sicherheit (Verzögerungswerte, Totzeiten...)
- Effizienz (Verbrauch/km)
- Kosten (Preis, erwarteter Wiederverkaufswert, Akkulebensdauer)
Mit so einer Bewertung werden dann auch Tipps wie "Semmeltaxi" verständlich.

Guido Gluschitsch
 
00
29.12.2010, 13:06
Danke für den Hinweis,

aber ich fürchte mit der Checkliste bedienen wir alleine Leute die mit einem Roller in der Stadt fahren und Tourenfahrer. Rennstreckenfahrer, Wochenendtourer, Enduristen, Freunde von Oldtimern, Trialer und Crosser haben vollkommen andere Kriterien nach denen sie ein Motorrad bewerten.

Womit ich Ihnen aber recht gebe – für diesen Roller sind das die entscheidenden Fragen, die ich auch gerne beantworten werde, wenn die ersten Roller nach Österreich kommen. Bis dahin kann ich Ihnen leider nur einen Ausblick darauf geben was der Motorradmarkt der Zukunft bietet.

glu

Eskadronskoch Freydenplick
01
29.12.2010, 14:25

Und bitte die Liste um die Frage nach der Verfügbarkeit einer Anhängerkupplung (ev. mit einer Info über die Lenkerbreite) ergänzen.

Danke!

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
00
29.12.2010, 16:58
going extreme

Einen Hänger bergwärts mit so einem schwachen Gerät zu ziehen empfehle ich nicht wenn ihnen die Akkus lieb sind.
Es gibt vielleicht geeignetere wie den Peugeot e-Vivacity oder noch besser den stärkeren Vectrix.

Eskadronskoch Freydenplick
00
29.12.2010, 17:39

Naja, ich halte die Liste ja für universalgültig. Also auch für eine 300er-Vespa würden mich i.W. die gleichen Daten interessieren.

Und zum Hängergewicht: Bei meinen größergleich 100kg netto sollte ein Hänger mit 2 Kisten Bier auch nicht mehr allzuviel ausmachen. :D

kerihuelo
01
28.12.2010, 12:04

ich verstehs einfach nicht:

Achsenwasser
Semmeltaxi
Workaholiker

bukkake
00
28.12.2010, 14:52
fahrräder mit tretunterstützung??????

Harald Schoenknecht
00
28.12.2010, 13:22

Achsenwasser... da tu' ich mir auch schwer... ich denk' gemeint ist der Geruch nach Schmierfett/-oel, nach dem man riecht, wenn man mit einem 2-takter gefahren ist.

Semmeltaxi -> wird z.B. zum Semmelholen verwendet, oder generell alle Fahrten fuer die der grosse Campingbus zu umstaendlich ist.

Workaholiker -> analog zu anderen -holikern (z.B. Alkoholiker) jemand der von etwas abhaengig ist / etwas staendig konsumieren muss... in diesem Fall: Arbeit (engl.: Work)

PeAcE

Guido Gluschitsch
 
00
28.12.2010, 14:32
Iaxnwossa

Das Iaxenwossa – ich habe es im Text nun in das vielleicht verständlichere Achselwasser ausgebessert – ist ein Deo. In dem Fall ein besonders Penetrantes.

Bei den beiden anderen Begriffen kann ich nur danke sagen, für die treffende Erklärung.

glu

Saurer Zivi
00
28.12.2010, 01:18
46km reichweite...maximal

das sind ja dann nicht mal 20km in eine richtung bei widrigen bedingungen.

--> noch zuwenig.

tubu99
00
28.12.2010, 13:55
nur schwer

Zitat aus: Motobil.at
"Der Nabenmotor hat konstant 0,58 kW u. als Spitzenleistung 1,4 kW. Die max. Reichweite wird mit 43 Kilometer angegeben (dafür sind allerdings Idealbedingungen nötig: Windstille; Ebene; 25°; Dauertempo 30 km/h; Fahrergew 55 Kilo). Für die Praxis erwarten wir eine verwertbare Reichweite von zirka 25 Km." Erwartet wird ein Preis von 2800 Euro...

Infolge d. knapp 60Kg wird ein desaströses Reichweitenergebnis erzielt. Das Ding ist nur schwer u.ein Klotz am Bein...
Mein E-Fahrrad hat Ges.Gewicht 12,7 Kg, 250Watt u. einen 12Ah-Akku, bei 25km/h wird eine Reichw.von 60km erreicht, ohne treten u.hab als Radf. in der Stadt eine höhere Durchschnittsgeschwingkeit ! Das 12kg-Rad nehm ich in die Wohnung, muß nichts absperren

Saurer Zivi
00
28.12.2010, 14:46
12,7kg...

mit Akkus, Nabenmotor und E-Steuerung?

das ist phänomenal - was für ein Rad ist das?

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
00
28.12.2010, 16:45
9kg - wer bietet weniger?

Noah Electrik Bicycle NOAHHK
Zwar nur ein kleiner faltbarer Bock zwischen den Beinen aber immerhin...

Eskadronskoch Freydenplick
00
29.12.2010, 18:33

Als Semmeltaxi am Camper oder auf der Yacht sicher ausreichend.

Fox-Didl
00
28.12.2010, 00:34
www.elektroroller24.com

Ich fahre selbst seit nun einem Jahr elektrisch auf zwei Rädern (SCP-4040) und freu mich schon jetzt wieder aufs Frühjahr. Auf www.elektroroller24.com berichte ich auf der Praxis dazu und übrigens, zur Feier des 30.000sten Besuchers gibts aktuell auch was zu gewinnen.

systemfehler1
03
27.12.2010, 21:55
30 kmh ist für den Strassenverkehr definitiv zuwenig

und für Radwege wird es vermutlich nicht zugelassen werden.
Ein paar kmh mehr tätend er Sicherheit mit Sicherheit recht gut.

5r6ftzghjuh
 
00
28.12.2010, 14:55

kennst du die realen durchschnittsgeschwindigkeiten von pkw in der stadt?

Der junge Jim Kirk
00
28.12.2010, 15:58

Du meinst also wenn man eh so schnell wie der durchschnitt ist behindert man niemanden?

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