RCB stuft AT&S auf "Neutral" von "Kauf" zurück

29. Oktober 2003, 11:07
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Bankgesellschaft Berlin sieht keine Verschlechterung wegen SARS

Wien - Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben die Aktien des heimischen Leiterplattenherstellers AT&S nach den am Vortag präsentierten Jahresergebnissen von "Kauf" auf "Neutral" zurückgestuft. Grund für die Herabstufung sei die "faire" Bewertung gegenüber der Peer Group und das Erreichen des Kursziels von 8,5 Euro, so die RCB. Die Experten der Bankgesellschaft Berlin (BGB) empfehlen hingegen, die Papiere zu "Akkumulieren".

Für die BGB sind die präsentierten Zahlen zum vierten Quartal "im Rahmen der Erwartungen". Der Unternehmensausblick für 2003 eines Umsatzwachstums von 10 bis 20 Prozent sowie eines Ergebnisanstiegs in Vorjahreshöhe sei "stabil". Die neue Fabrik in China werde im laufenden Geschäftsjahr einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von neun Prozent des Gesamtumsatzes leisten.

Der Großteil werde jedoch erst im Dezember- und Märzquartal generiert, weshalb keine wesentliche Verschlechterung für das Unternehmen wegen SARS zu erkennen sei, schreibt Michael Anschütz, Analyst bei der Bankgesellschaft Berlin in einem Kurzkommentar.

Auch die RCB sieht "steigende Visibilität" für den Leiterplattenhersteller. "Der Ausblick des Managements bestätigt unserer Schätzungen", heißt es in einer RCB-Analyse vom Dienstag. Die Anlaufverluste in China werden das Ergebnis mit 6 bis 10 Mio. Euro belastet, weshalb mit einem leicht rückläufigen Ergebnis auf 0,31 Euro je Aktie (2002: 0,33) zu rechnen sei. Der prognostizierte Umsatzanstieg von 10 bis 20 Prozent sei auf die Akquisition der AIK und eine Erholung des gesamten Handymarktes zurückzuführen, so die RCB weiter.(APA)

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