Faymann für Freiwilligen-Heer statt Wehrpflicht

24. Dezember 2010, 17:03

Kanzler will Militär attraktiver Machen

Wien - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat seine Prioritäten in der Wehrpflicht-Debatte kund getan. Für ihn wäre "ein Freiwilligen-Heer die ideale Lösung - also ein Heer, das so attraktiv ist, dass es genug junge Freiwillige findet, damit man die Verteidigungsaufgaben, die Auslandseinsätze und den Katastrophenschutz ausüben kann." Der Kanzler zeigte sich in der Tageszeitung "Österreich" überzeugt, "dass so ein Freiwilligen-Heer eine breite Mehrheit findet, wenn es nicht teurer ist als derzeit". Faymann will den Volksentscheid darüber noch im nächsten Jahr.

Zur Zukunft des Zivildienstes schwebt Faymann die Lösung eines Freiwilligen-Jahres vor. "Auch daran arbeiten wir." (APA)

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Markus Foltinek
 
01
Freiwilligenheer ein Sammelbecken für arbeitsscheue Nazis!

Es wird Zeit, dass sich diese rosaroten Spezialdemokraten an ihre Geschichte erinnern. Sie haben anscheinend vergessen, dass ein Freiwilligenheer oder Berufsheer so wie in den 30ger Jahren immer gegen die kämpfende Arbeiterschaft eingesetz wird. Aber da sie sich immer schwärzer einfärben, ist anzunehmen, dass sie es mit voller Absicht machen.
Marhus

nie wieder
01
der Quatscht as den Bledsinn vom CAp noch....

..selber denken und nicht einfach nachplappern ihr beide Wuzzis in der Regierunsspitze. Was gluabst du Werner, was da für Typen freiwilli kommen werden - Richtig. Also Hinr einschalten, dann Mund öffnen

http://www.youtube.com/watch?v=nsBGXeP0d_g

Hurra
10
..., wenn es nicht teurer ist als derzeit

Ab heute sind wir Wehrpflicht-Exoten.

Die Abschaffung der Wehrpflicht ist ein Schritt in Richtung zivilisierter Staat.

Politiker lassen verlautbaren, dass sie eine Lösung auf Kosten Freiwilliger gnadenhalber abnicken würden. Pffff.

Pessimist-Realist
 
10
Gute Idee - Schlechte Idee der SPÖ

Gute Idee: ein Berufsheer statt Bundesheer (ein vollkommen verschwendetes halbes Jahr!) - Zivi sollte/muss erhalten bleiben.
Schlechte Idee: Gesamtschule! Man müsste den unterricht so gestalten, dass ALLE mitkommen, sprich: Man müsste auf den "kleinsten-gemeinsamen-nenner" kommen (eine Idee die in Hamburg in die Hose gegangen ist und in den nordischen Ländern nur in Kombi mit anderen Maßnahmen so gut funktioniert).

Hank Williams1
11
31.12.2010, 00:32
Konzept

Der Herr Oberpopulist könnte einiges Beitragen um das Heer attraktiv zu gestalten:
- endlich mehr Geld dafür hergeben, um es zeitgemäß auszurüsten
- die Zahl der Generalstäbler / Beamten radikal reduzieren
- das ÖBH nicht dauernd m Verein mit "modern-liberalen " Medien augenzwinkernd zu verarschen und Soldaten als soziale Aussenseiter darzustellen

Leider wird dies nie geschehen und es wird stets der sozialistisch tiefverwurzelte Hass auf das ÖBH, der auch durch noch so viele Leerfloskeln nicht überdeckt werden kann, überwiegen. Im Ernstfall haben wir ja noch die böse NATO bei der wir dann um Hilfe schleimen können ( beste Erfahrungen seit Galltür).
Ich schäme mich für diesen miesen Traumtänzerstaat

4freedom
21
27.12.2010, 14:28
USA und GB haben neben vielen anderen Staaten keine Wehrpflicht.

Wären diese beiden Staaten mit Wehrpflicht militärisch stärker?

Man sollte als erstes über die Anforderungen an ein zeitgemäßes Heer nachdenken und dann dafür das Optimum finden. Ein neues Modell ist geforedert.

Polizisten werden nicht zwangsverpflichtet und funktionieren dennoch. Warum kann man nicht ein ähnliches Modell für die Landesverteidigung finden?

Die Pflichten der Bürger gegenüber ihrem Staat werden bestens durch die Zahlungen von Steuern erfüllt.

Noch einmal: durch BH oder Zivildienst wird meine Berufslaufbahn nach hinten verschoben und ich verliere den entsprechenden Teil meines Endgehalts vor der Pensionierung!

Rose Bud
01
29.12.2010, 10:17
USA, UK und Österreich / Militärausgaben

Die USA und das UK haben Berufsheere. Schon, aber:

Militärausgaben 2009:

USA 663 Mrd.USD / 4,3% des BIP
UK 69 Mrd.USD / 2,5% des BIP
Ö 3,6 Mrd.USD / 0,9% des BIP

http://en.wikipedia.org/wiki/List... penditures

Martin Rosenkranz, airpower.at
00
28.12.2010, 16:33
Das können sie nicht vergleichen

Die USA sind diesbezüglich extrem flexibel.

Due US Armee war 1939 eine Berufsarmee mit 175.000 Soldaten (damals inkl. USArmy Air Force) und weder moderne Panzer noch Flugzeuge.

Per 1940 wurde eine selektive Wehrpflicht eingeführt und die US Army wuchst auf 1,4Mio. Und nach Pearl Harbor wurden noch mal 100 Divisionen aufgestellt.

Am Ende des 2WK hatte die USA 10,4 Mio. Mann unter Waffen.

Abgesehen davon, dass solche Entwwicklungen im Hinblick auf die Fertigungs- und Ausbildungszeiten für moderne Waffensysteme kaum mehr möglich sind hat die Rep.Öst. mehrmals bewiesen, dass sie bei weiten micht so flexibel ist - und hat z.B. 68 und 91 die Miliz nicht (teil)mobilisiert obwohls mehr als angemessen gewesen wäre.

Orjares
11
27.12.2010, 12:12
Mein Standpunkt

I) Ein Staat braucht eine Armee um als souveräner Staat zu gelten. Er braucht sie auch, um gegen Verletzungen des Staatsgebietes vorzugehen (dazu gehört auch die Lufthoheit).

Ob das wie bisher stattfindet, im Rahmen einer EU-Armee oder das Heer als Subtruppe des BMI - egal. Eine fremde Macht, die in unserem Land ist (dazu zähle ich eingeschränkt die EU-Armee) kann politisch erreichen, was immer sie will.

II) Je mehr ein Heer in der Bevölkerung verankert ist und je mehr alle sozialen Schichten in allen Ebenen durchmischt sind, desto besser. Hier sehe ich den klaren Vorteil der Miliz. Wehrpflicht ist zur Zeit Zeitverschwendung.

Zweifelt jemand I) und II) an? Wenn nein, sollte es als Grundlage dienen - wie erreicht man I) und II) am Besten?

Ratlos
06
26.12.2010, 18:18
Ich bin immer wieder erstaunt was man hier so liest: das Bürgerheer welches sicherstellen sollte das nicht eine aus Söldnern bestehende Armee gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wird ist mittlerweile ein "Sklavenhalterverein";

....und wenn wir das Heer abschaffen sind Bildungsmisere, Versagen des Sozialsystems, Pensionsproblematik etc. alle gelöst. Vielleicht bricht ob der Abschaffung des ÖBH gar der Weltfrieden aus weil es uns alle NATO-Nachbarländer gleichmachen und sich dieser Dominoeffekt bis zum erzdemokratischen China fortsetzt?

Im Ernst; auch wenn die Wehrpflicht in Ö katastrophal gelebt wird und der Politik unser Heer schlicht egal ist möchte ich doch in einem Staat leben dem seine eigene Sicherheit bzw. sicherheitspolitische Solidarität mit unseren europäischen PARTNERN etwas wert ist. Dafür dass das ÖBH mittlerweile das plakativste Beispiel für politisches Versagen in Ö ist, können die Soldaten am allerwenigsten.

Thomas Felder1
22
27.12.2010, 02:35

sind Frauen keine Bürger ?

Der Ruhestifter
 
22
27.12.2010, 00:22
Wie meinen brabbeln zu sollen?

So etwas wie ein 'bürgerheer' gibt es allenfalls in der schweiz. Die wehrpflicht in österreich wäre, auch wenn sie weniger blödsinnig umgesetzt wäre, ganz etwas anderes: eine berufsarmee mit berufsoffizieren und unteroffizieren, die in einem imaginären szenario durch mobilisierung der reserve vergrößert werden könnte. Und das nicht, um sicherzustellen, dass die armee nicht gegen das eigene volk eingesetzt werden kann. Sondern, weil dahinter die glücklicherweise veraltete doktrin der kriegsführung mit massenheeren aus napoeleonischen zeiten steht (napoleon hat übrigens mit so einem heer eroberungskriege geführt).

Und: nein, einen unsinn abzuschaffen löst nicht alle probleme. Ist aber trotzdem richtig.

mikromalist
 
21
27.12.2010, 16:41
Sehen Sie, was soll die Einleitung.

Können Sie nicht ohne Klaviersesselspiele?
Ratlos und ich haben eine Meinung. Sie auch. Ihre nähme ich ernster, ohne solche Einleitungen.
Mir geht es auch mit dem Atheismus beinahe immer so: Auf ein Argument wird mir ein Gotteslästerung entgegen geworfen. Kann Mensch so argumentieren?
Uebrigens, die Argumente Ratlos' sind ausgezeichnet.
Sie sind prinzipiell und nicht behaviouristisch.

Der Ruhestifter
 
21
27.12.2010, 17:22
Sorry, das ist ja nur noch peinlich

An anderer stelle erklären Sie etwas, dem ich absolut zustimme: nämlich, dass 'strohmannargumente' besonders fies sind.

Nun, 'ratlos' faselt davon, dass nach ansicht der gegner der wehrpflicht 'bildungsmisere, pensionsproblematik,...' durch abschaffung des heeres gelöst wäre. (wieso er da jetzt gleich von der abschaffung der whrpflicht zu der des heeres kommt, ist eine nächste frage). Wenn das kein 'strohmannargument' ist, was dann?

Ach ja, klar: es ist etwas, was einer sagt, der ansonsten ihrer ansicht ist. Also per definitionem ein ausgezeichnetes argument.

Ratlos
03
27.12.2010, 09:42
Sie erinnern mich an Donald Rumsfeld, der hat auch immer gesagt "der nächste Krieg wird mit Satelliten geführt oder im Cyberspace". Die US-Soldaten im Irak oder Afghanistan danken es im mittlerweile....

Übrigens haben Sie in einem Recht: auch das Offizierskorps sollte mit Masse aus Reservisten bestehen, Berufssoldaten nur mehr als Ausbildungträger fungieren. Wenn alle operativen Verbände von Milizsoldaten geführt werden ist die Gefahr eines Coup d'Etat durch das Militär minimiert.

Shoe Shine Pad
21
27.12.2010, 11:38
Glauben Sie das wirklich?

Gerade die Milizionäre (nämlich die, die freiwillig länger dienen, und logischerweise nach Ihrem Modell den Generalstab stellen würden - vermutlich als 40-Stunden Job, anders ginge es ja nicht) haben oft recht eigenwillige Ansichten. Nein, ich plädiere für ein Berufsheer mit Freiwilligenkomponente.

Orjares
04
27.12.2010, 12:02

Die meisten Milizoffiziere, die ich getroffen habe sind im Zivilleben erfolgreiche Menschen, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen.

Gerade die, die auch nach dem Studium noch weiter um Milizkurse kümmern und dadurch am ehesten in Frage kommen würden.

Allerdings wäre ein System rein auf Milizoffizieren basierend unpraktisch - es gibt doch eine gewisse Routine und (in Übungen erlangte) Erfahrung, die man einfach nicht hat wenn man nur sporadisch vorbeischaut.

Da gefällt mir das aktuelle System dann doch recht gut, vom Konzept her - ein Kern aus Berufsoffizieren, der im Einsatzfall durch Milizoffiziere ergänzt wird.

Shoe Shine Pad
00
27.12.2010, 14:25
Dann sind wir im wesentlichen eh einer Meinung

Wobei die Miliz m.E. ausschließlich aus Freiwilligen bestehen sollte und nicht aus Leuten, die dazu gezwungen werden.

Zrim
62
26.12.2010, 16:19
Sklaverei Fortsetzung

Zu begrüßen wäre ein freiwilliges soziales Jahr unter Anwendung des Mindestlohns und Pensionsversicherungszeit. Die Sklaverei beim Heer oder bei der sozialen Einrichtung ist abzuschaffen, aus Liebe zum Menschen.

Shoe Shine Pad
20
27.12.2010, 11:40
So ist es!

So ein Modell hätte enormes Potential, denn die Absolvierung eines freiwilligen sozialen Dienstes macht sich in jedem Lebenslauf und bei Job-Bewerbungen sehr gut!

Zrim
73
26.12.2010, 15:31
Sklaverei

Die Staaten Europas haben im Sklavereiparagraphen der EMRK die Wehr- bzw. Zivildienstpflicht bewusst ausgenommen. Betrachtet man den Sachverhalt genauer, handelt es sich jedoch eindeutig um Zwangsarbeit unter Androhung von Gefängnisstrafen bei Nichterfüllung. Der Lehnsherr Staat fordert hier den Frondienst ein und ersetzt nicht einmal die Subsitenzkosten, sodass junge Menschen nach der Ableistung dieses Frondienstes, neben einem verlorenen Jahr, auch noch Schulden haben. Die Ausbildung an der Uni startet später, die Kinderbeihilfe wird ein Jahr kürzer ausbezahlt, der nächste finanzielle Schaden (wie schaut es da mit dem Gleichheitsgrundsatz aus). Zu begrüßen wäre ein freiwilliges soziales Jahr unter Anwendung des Mindestlohns und Pensions

Rose Bud
01
29.12.2010, 10:06
Linker Blödsinn

Der Staat sind wir alle. Und für den muss man auch was tun. Nicht immer nur nehmen.

Ranswick
10
30.12.2010, 13:28

pflichten müssen dann auch für ALLE gelten. Weibchen inklusive. Und wenn sie Zivildienst machen.

Standard deviation
16
27.12.2010, 07:46
Sklaverei ??

Schon einmal daran gedacht, dass die Staatsbürger-
schaft nicht nur RECHTE, sondern auch PFLICHTEN
beinhaltet. Eine solche Pflicht ist die Wehrpflicht.

Chien de Pique
22
28.12.2010, 21:19

Aber Frauen haben diese Pflicht eben nicht. Also ist da spätestens eine Schieflage, seit sie die vollen Staatsbürgerrechte genießen.

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