Briefe ans Christkind

  • Zu Weihnachten darf man sich alles wünschen.
    foto: apa

    Zu Weihnachten darf man sich alles wünschen.

Was sich das BZÖ, der VCP, die IG Fahrrad und die Argus so alles vom Christkind wünschen

Wünschen darf man sich alles. Deshalb sei der Winter-Radwunsch des Wiener BZÖ hier unkommentiert referiert: Radfahrverbot bei Schneefall. Punkt.

Wo derlei gewünscht wird, ist es nur gerecht, auch andere Wunschzettel zu veröffentlichen: Dem Standard liegen Christkind-Briefe von drei Wiener Bike-Empowerment-Gruppen vor.

Der VCÖ träumt von einem Klassiker: Einbahnen öffnen. Dann folgen Radschnellverbindungen und die verpflichtende Schaffung von Radabstellanlagen in Wohn- und Bürohäusern. Plus: die Mutation von Auto- zu Radabstellplätzen ("aus eins mach zwölf" ) und Hoffnung aufs "Miteinander" . Wichtig wäre dafür ein Vorbild. Der "Red Biker" - nicht der Weihnachtsmann, sondern Michael Häupl, "so wie sein Münchner Kollege Christian Ude" .

Die IG Fahrrad wünscht ähnlich: Aufhebung der Radwegebenützungspflicht, sinnvoll angelegte Radrouten, die Entflechtung von Fuß- und Radweg am Ring, das Ende des Autoparkplatzschutz-Fetischismus und Baustellen, bei denen Radwege nicht einfach zugeplankt werden.

Auch die Argus hofft - grosso modo - auf mehr Rad-Platz: Der ruhende Autoverkehr solle weg von der Straße, Katastrophen-Radwege (u. a. 2er-Linie, Ring) zulasten des Autoplatzes "repariert" werden. Und im Winter könnte flächendeckendes Tempo 30 das Radfahren begünstigen.

Das widerspricht ein wenig dem BZÖ. So wie ein VCÖ-Christkindbrief-Absatz: "Radwege werden gut und schnell vom Schnee geräumt." Aber wünschen darf man sich ja alles. Gerade zu Weihnachten. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/24./25l./26.12.2010)

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