Briefe ans Christkind

8 Postings

Was sich das BZÖ, der VCP, die IG Fahrrad und die Argus so alles vom Christkind wünschen

Wünschen darf man sich alles. Deshalb sei der Winter-Radwunsch des Wiener BZÖ hier unkommentiert referiert: Radfahrverbot bei Schneefall. Punkt.

Wo derlei gewünscht wird, ist es nur gerecht, auch andere Wunschzettel zu veröffentlichen: Dem Standard liegen Christkind-Briefe von drei Wiener Bike-Empowerment-Gruppen vor.

Der VCÖ träumt von einem Klassiker: Einbahnen öffnen. Dann folgen Radschnellverbindungen und die verpflichtende Schaffung von Radabstellanlagen in Wohn- und Bürohäusern. Plus: die Mutation von Auto- zu Radabstellplätzen ("aus eins mach zwölf" ) und Hoffnung aufs "Miteinander" . Wichtig wäre dafür ein Vorbild. Der "Red Biker" - nicht der Weihnachtsmann, sondern Michael Häupl, "so wie sein Münchner Kollege Christian Ude" .

Die IG Fahrrad wünscht ähnlich: Aufhebung der Radwegebenützungspflicht, sinnvoll angelegte Radrouten, die Entflechtung von Fuß- und Radweg am Ring, das Ende des Autoparkplatzschutz-Fetischismus und Baustellen, bei denen Radwege nicht einfach zugeplankt werden.

Auch die Argus hofft - grosso modo - auf mehr Rad-Platz: Der ruhende Autoverkehr solle weg von der Straße, Katastrophen-Radwege (u. a. 2er-Linie, Ring) zulasten des Autoplatzes "repariert" werden. Und im Winter könnte flächendeckendes Tempo 30 das Radfahren begünstigen.

Das widerspricht ein wenig dem BZÖ. So wie ein VCÖ-Christkindbrief-Absatz: "Radwege werden gut und schnell vom Schnee geräumt." Aber wünschen darf man sich ja alles. Gerade zu Weihnachten. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/24./25l./26.12.2010)

  • Zu Weihnachten darf man sich alles wünschen.
    foto: apa

    Zu Weihnachten darf man sich alles wünschen.

Share if you care.