Kinderbuch

Zeichenhilfe für verkannte Künstler

23. Dezember 2010, 17:38
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    foto: verlag

Der englische Illustrator Quentin Blake und Journalist John Cassidy haben eine Art Zeichenhilfebuch zusammengestellt

Fast überall, wo die Familie regelmäßig antanzt, gibt es sie: Stifte, Malfarben und jede Menge Papier. Dem Kind ist fad? Schon wird danach gesucht. Malen ist so etwas wie ein universales Kinderhobby. Die Kleinen haben einen Vorteil: Egal, was gezeichnet wird, immer heißt es: "Sehr schön!" Ist man selbst gefordert, wird schnell klar, wie schwierig es ist, schön zu zeichnen.

Der englische Illustrator Quentin Blake und John Cassidy, Journalist beim New Yorker, haben für Malbegeisterte (aber nicht für ganz kleine Kinder) eine Art Zeichenhilfebuch zusammengestellt. Zeichnen für verkannte Künstler soll neue Ideen bringen, besseres Zeichnen ermöglichen. Und wenn alles nichts hilft, dann wenigstens Trost spenden. "Wir haben nur hier und da ein bisschen Zeichentechnik und Zuspruch beigesteuert", schreiben sie.

Hauptattraktion seien "die vielen weißen Stellen, und die sind ganz allein dir vorbehalten". Zu Beginn wird der Zeichner aufgefordert, seinen Namen mit der Hand zu schreiben, die "normalerweise nicht benutzt wird". Oder man soll in einer "ganz engen Abstellkammer" unterzeichnen. Mal sollen Besen gezeichnet werden, oder Regen, Wolken und Schirme. Oder es werden Silhouetten, Perspektiven geübt - alles nach der "Einfach-drauflos-Methode". Was ist, wenn der Welt die Zeichnungen nicht gefallen? Die Botschaft ist klar: "Na und?" (Peter Mayr, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25./26.12.2010)

Zeichnen für verkannte Künstler
Quentin Blake, John Cassidy
Kunstmann Verlag
München 2010
15, 40 Euro/ 104 Seiten

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