Obama legt sich mit der NRA an

23. Dezember 2010, 14:27

Neue Regeln für Waffenhändler erregen Zorn der Waffenlobby - Mexikos Drogenkartelle sorgen sich um Nachschub

Nach den verlorenen Midterm Elections Anfang November hat sich die Obama-Regierung nun auch noch mit der traditionell mächtigen US-Waffenlobby angelegt. Das berichtet die US-Internetzeitung Huffington Post. Um dem wachsenden transamerikanischen Waffenhandel zwischen US-Händlern und mexikanischen Drogenkartellen Herr zu werden, hat die Bundesregierung neue Regulativa eingeführt.

Waffenhändler aus den Grenzstaaten Kalifornien, Texas, New Mexico und Arizona müssen künftig darüber Bericht erstatten, wenn sie mehr als eine Waffe der Typen AR-15 oder AK-47 an eine Person verkaufen.

Vor allem letzteres, ein Sturmgewehr, das besser bekannt ist unter dem Namen seines Erfinders Kalaschnikow, gilt als Mexikos Massenvernichtungswaffe Nummer eins. Bisher galt diese Regelung nur für Faustfeuerwaffen, traditionell beliebtestes Objekt der Waffenschmuggler. Erst kürzlich war ein Waffenhändler aufgeflogen, der einem mutmaßlichen Schmuggler gleich 14 Kalaschnikows verkauft hatte.

Neuer ATF-Direktor

Die Verschärfung geht einher mit der Neubesetzung des Direktorenpostens beim Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF) durch die Obama-Regierung. Das ATF ist dem Justizministerium unterstellt und arbeitet eng mit der US-Bundespolizei FBI zusammen, um Delikte wie Waffenschmuggel und Schwarzbrennerei zu verfolgen. Andrew Traver, so heißt der neue oberste ATF-Fahnder, zog sich prompt den Unmut der Waffenlobbyisten von der National Riffle Association (NRA) zu.

Dort argwöhnt man, Traver beabsichtige das verfassungsmäßig garantierte Recht jedes US-Bürgers auf Waffenbesitz einzuschränken. Grund: Traver machte sich in der Vergangenheit bei einer internationalen Polizistenvereinigung für die Eindämmung von Waffengewalt stark.

Experte Dennis A. Harrigan vermutet hinter diesem Kurswechsel Obamas das „Ende des Appeasements gegenüber der US-Waffenlobby". Bisher, so Harrigan, hatte die NRA auf jeden Versuch der ATF, Gesetzesbrecher unter den Händlern zu bestrafen, eine bessere Antwort gefunden: sie übte politischen Druck aus.

Diesmal soll die Regierung vorgebaut haben. 82 Prozent der Demokraten, die bei den vergangenen Midterms wiedergewählt wurden, siegten trotz oder wegen ihrer Kritik am NRA. Mehr als die Häfte der demokratischen Abgeordneten, die dieses Mal ihre Sitze verloren, bekamen finanzielle Unterstützung von den Lobbyisten. (flon/derStandard.at, 23.12.2010)

Kommentar posten
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F S 3
28
11.1.2011, 04:03
Einige Fakten zum Nachdenken: Seit 1900 gab es nach staatlich verordneten "Waffenverboten" in der Folge daraus etwa 56 Millionen Opfer…



Türkei (1915-17)…1,5 Mill. armenische Opfer

Sowjetunion (1929-53)…20 Mill. Antistalin-antikomm.Opfer

Nazi-Deutschland (1933-45)…13 Mill.Juden,Regiemegegner,Zigeuner

China (1948-52)…20 Mill.antikomm.Opfer

Guatemala (1960-81)…100.000 indigene Opfer

Uganda (1971-79)…300.000 Christen,polit.Gegner

Kambodscha (1975-79)…1 Mill.Opfer d.Bildungselite



Fakt ist-die bösen Jungs halten sich nun einmal nicht an die Regeln. So stiegen etwa auch in Australien nach Einführung des Schußwaffenverbots (getürktes Port Arthur-Massaker) die Feuerwaffen-Delikte um 33%…

Lageos
00
24.1.2011, 20:50

Die Kausalität in diesem Zusammenhang ist aber sehr weit hergeholt.
Was hätte sich in diesen ganzen Regimen geändert mit einem bewaffneten Bürgertum?
Soll jetzt jede Minderheit bewaffnet werden um sich vor eventuellen Gewaltübergriffen schützen zu können?
Es stimmt schon dass sich Gewaltherrschaften dadurch abzusichern versuchen indem sie den Volk möglichst alle Mittel zur Mitsprache entziehen, damit erklärt sich aber nicht die Gewaltbereitschaft der Führungsriege und auch nicht eine Apathie der Bevölkerung.

STJ911.org
00
21.1.2011, 02:11

Sie argumentieren, dass Waffenverbote Grund für Millionen Tote sind, richtig? Was ist Ihre Erklärung dafür?

F S 3
13
21.1.2011, 16:53
Lehren aus der Geschichte! - Die Vorbedingung zur Entwicklung eines jeden totalitären Regiems…

…war immer schon die Entwaffnung des Bürgertums. Entweder freiwillig durch "Zeitgeist", oder per Dekret.

Und wie mit den Waffen verhält es sich auch mit Wissen.

STJ911.org
00
21.1.2011, 18:10

Da bin ich ausnahmsweise einmal nicht von Ihren meist sehr stichhaltigen Überlegungen überzeugt. Muss aber zugeben, dass ich in diesem Punkt geschichtlich nicht genug bescheid weiß.

Hätten Sie Quellen für uns, die das belegen?

Und glauben Sie eine bewaffnetere Ö und D Bevölkerung hätten Widerstand geleistet? Ich habe diese Frage schon an anderer Stelle gestellt und habe die folgende recht plausible Antwort bekommen:

http://derstandard.at/plink/129... 1/19470371

skrivi
10
10.1.2011, 12:20
man könnte ja ...

... jedem menschen ab 16 (wahlalter in Ö) nach 4 Jahren Schießunterricht in der Schule eine Glock und ein StG 77 mit Granatwerfer (inkl Munition versteht sich) in die Hand drücken und schaun was dann passiert!

Ich frag mich ob dann allen klar ist das Amokläufe nicht verhindert werden können in dem alle "ausreichend" bewaffnet sind?

Es würd mich nämlich echt wundern wenn damit nur das eigene Leben und die Demokratie verteidigt wird!

Phicsa
00
10.1.2011, 11:00

Wenn ich mir hier die Kommentare so durchlese frage ich mich ob manche es wirklich nicht sehen oder nicht sehen wollen das wir Bürger längst vom Staat entmündigt wurden?!

Hier wird immer von "Waffen sichern die Demokratie!" oder "Waffen töten Menschen!" geredet, was davon jetzt in wie weit stimmt oder eben nicht sei mal dahingestellt.

Tatsache ist aber das wir längst nur noch Goldesel für den Staat sind, er schiebt uns vorne leere Versprechen und Reformen hinein die wir (manchmal mehr, manchmal weniger) brav schlucken und dann kommen ein paar schöne Münzen hinten raus.

Ob dieser Esel jetzt Waffen hat oder nicht macht dabei wenig bis gar keinen Unterschied da wir Geister ja nicht mehr in der Lage wären etwas zu unternehmen.

hawkwind
01
10.1.2011, 10:52
Der erste Präsident seit langem in den USA

der Mut, Menschenverstand und Weitblick hat. Dass ihm das bei der Wiederwahl nicht helfen wird dürfte seine Gegner freuen. Allerdings übersehen sie alle, dass sie mit einem neuen Bush sich selber mehr schaden, als Obama. Der findet auch einen anderen Job. Die Gewaltspirale wird sich leider weiterdrehen.

the the
00

Aus einem Kampf zwischen Batman und Darth Vader würde Chuck Norris als Sieger hervorgehen:)

Lucky Luke 1988
00
31.12.2010, 11:25
bei der wucht seines roundhouse kicks frage ich mich wozu der ne waffe braucht

DerGraf19
121
25.12.2010, 20:02
Obama ist wirklich super!

Jetzt können Homos offen in der Armee dienen. Bin gespannt wie lange es dauert bis in dieser Richtung Extrawürste angemeldet werden wie eigene Unterbringung fuer Paare, etc. Nicht lachen, das kommst so sicher wie das Amen im Gebet.

venere nera
03
27.12.2010, 12:57

und wenn auch, wo ist das problem? da es zigtausende hochdekorierte schwule und lesbische soldaten gibt, auch purple heart träger, die schulen und lesben in der army also unersetzliche diesnte für die sicherheit des landes erbrigen, wir ein bisschen logistische arbeit nicht das problem sein.... nebenbei.... in gemischten schulklassen (buben-mädchen) wird auch nicht andauernd gegrabscht, was eineige als "sicher wie das amen" bezeichneten und damit die beibehaltung der geschlechtertrennung an schulen forderten....

Plato
13
25.12.2010, 19:35
nochmals Bravo, Obama

jetzt in der 2. Halbzeit der Präsidentschaft auf Offensive zu gehen, ohne Rücksicht auf die Rep's, ist die richtige Strategie !

venere nera
21
27.12.2010, 12:59

obama verkauft sich grad ganz billig den reps.. dieser schritt hat eher mit hilferufen aus mexiko zu tun ,als mit innenpolitik.... jetzt muss der schein gewahrt werden, man unternehme was. für die drogenkartelle wird es kein problem sein 100 meilen weiter nördlich einzukaufen...

DerGraf19
20
25.12.2010, 18:39
die schweizer sind die besseren oesterreicher

was wir hier nur vorgebetet bekommen ist bei den schweizers realitaet. die sind eben wirklich noch relativ unabhaengig (EU, nein danke)... haben seit ueber 200 jahren die gleiche waehrung... haben sich nicht in 2 weltkriege eingetheatern lassen... haben noch echte bodenhahe demokratie... und jeder schweizer buerger hat zuhause sein vom staat zur verfuegung gestelltes gewehr!

Gigerius
02
Genau,

Nie inernational eine Meinung vertreten. Sich immer brav aus allen Schwierigkeiten raushalten, damit der Rest von Europa die Drecksarbeit für einen macht und sich dabei am Schwarzgeld der Welt eine goldene Nase verdienen. Eine feine Politik!

rapp ix
00
Schweizer Franken wurde 1848 eingeführt

auf rohem Druck der Franzosen. 1803 wurde der Franken wieder abgeschafft, jeder Kanton durfte mit seiner Währung wursteln. Die heutige Schweiz gibt es seit 1848.

Nur eine Minderheit gehört noch zur Armee. Im Februar 2011 wurde darüber abgestimmt, ob die Dienstwaffe noch nach Hause mitgenommen werden muss oder darf.

Es werden mit Armeewaffen einfach zuviele Menschen abgeknallt. Ausserdem, die Taschenmunition darf schon jetzt nicht nach Hause mitgenommen werden.

Und falls unsere Nachbarn uns mit einem Krieg überraschen wollen, dauert das mind. 10 Jahre, bis der Feind unsere Grenzen überschreiten kann.

Karl Labruni
00
Es werden dort nicht "Menschen abgeknallt",

sondern die Opfer bringen sich v.a. selber mit dem zur Verfügung gestellten Gewehr um.

as ri
21
25.12.2010, 11:35

Bravo Obama!

man sieht an den Kommentaren, wieviel Edelmut noch im Bodensatz existiert

dasmiez
01
25.12.2010, 10:43

Obama macht's den Reps aber schon sehr leicht, die nächste Präsi-Wahl wieder einzufahren.

Phicsa
00
10.1.2011, 10:32

Ja und? was hat man von 2 Amtsperioden wenn in keiner davon irgend etwas passiert?

sturmy
53
25.12.2010, 10:29
Das friedliebende Gesicht der NRA: Chuck Norris, keinen gesunden Menschen zieht es zu Knarren...

bluebeard's 8th wife.
10
29.12.2010, 10:42

chuck norris spuckt die kugeln aus, der baucht kein gewehr.

nomad13
01
25.12.2010, 08:59
Bei den desolaten Regierungszuständen...halt ich das für keine gute (ID)ee

Ist irgendwie suspekt. Einerseits baut man die etwas fraglich "unabhängig" agierende Homeland security im eigenen Land drastisch aus.Und im Ausland wie dem Irak zieht man die eigenen Truppen ab (mit viel MEdiengetümmel) aber verdoppelt dafür die Söldner (Xe service)-> das ist ja mittlerweile ein Riesenunternehmen- bei dem auch Halliburton kräftig mitverdient.

Also immer mehr Privatisierte Sicherheit und dafür entwafffnete BEvölkerung?Etwa Angst vor den 20 Prozent Arbeitslosen-die in den MEdien als 10 Prozent verkauft werden?Es ist wohl eher so-dass die Amerikaner ob ihrer Pseudolobbyistenregierung zunehmends aufwachen.(Dank Obaama und Buush)Und die immer mehr runtergedrückte Mittelschicht den amerik. Traum schön langsam ausgeträumt hat...

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