Wikileaks-Informant Manning in Haft angeblich misshandelt

23. Dezember 2010, 10:18

UN gehen Beschwerde nach - Soldat soll mindestens 23 Stunden täglich in Einzelhaft sitzen

Die Vereinten Nationen gehen einer Beschwerde über eine Misshandlung des als Wikileaks-Informanten in den USA inhaftierten US-Soldaten nach. Das Büro des UN-Sonderberichterstatters über Folter, Manfred Nowak, teilte in Genf mit, es habe eine Beschwerde von Unterstützern des Obergefreiten Bradley Manning erhalten, derzufolge die Haftbedingungen in einer Kaserne der Marineinfanterie im US-Staat Virginia auf Folter hinausliefen.

Nowaks Sprecher Xabier Celaya sagte, Besucher hätten berichtet, das Manning täglich mindestens 23 Stunden alleine in einer Zelle verbringen müsse. Die Vereinten Nationen könnten die USA auffordern, von ihr vorgefundene Verstöße abzustellen.

US-Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück

Das US-Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück, Manning werde in der Haft misshandelt. Manning wurde im Juli vorgeworfen, geheimes Material an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Er steht unter dem Verdacht, mehr als 250.000 geheime Depeschen des diplomatischen Dienstes der USA an Wikileaks weitergegeben zu haben.

Manning hat sich öffentlich nicht dazu geäußert, ob er Wikileaks die Geheimdokumente zugespielt hat. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat erklärt, die Wikileaks-Technologie sei so gestaltet, "dass wir nicht die Quelle wissen".

In einem Interview mit MSNBC bezeichnete Assange am Mittwoch Manning als einen politischen Gefangenen. "Wenn wir den Vorwürfen glauben, dann hat dieser Mann das aus politischen Gründen gemacht. Er ist ein politischer Gefangener in den USA. Er steht nicht vor Gericht. Er ist ein politischer Gefangener ohne Prozess in den USA seit sechs oder sieben Monaten." Man versuche, Manning zur Aussage gegen ihn zu bewegen und deshalb würden die Haftbedingungen verschlechtert, um ihn unter Druck zu setzen. "Das ist ein ernstes Problem", sagte Assange. (APA/dapd)

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10 Postings
MartiniS
00
14.2.2011, 18:58
Wann wird sich die UNO darum kümmern: http://tinyurl.com/698eg9q

Portégé
21
23.12.2010, 15:22
Die geschilderte Behandlung würde ich wahrscheinlich keine Woche durchhalten

Wer bezweifelt, dass es sich dabei um Folter handelt, soll sich dem selbst einmal ein paar Tage aussetzen.

macindd
10
27.12.2010, 08:44

Die Amis definieren etwas einfach nicht als Folter, und schon ist es keine mehr - so war schon die Vorgehensweise des Bush-Regimes.

Pongu
24
23.12.2010, 12:18
Wer glauben will ...

Den Spruch gibt es sicher als Stempel.
"US-Verteidigungsministerium weißt die Vorwürfe zurück."
Google findet dazu ca. 92.200 Ergebnisse

MartiniS
00
Kann ich nur bestätigen. Genau 1 (ein) Treffer. Bei der Suche nach weist verdoppelt such immerhin die Trefferanzahl. Für die Europäer die das nicht wissen. Das sind dann 2 (zwei) Treffer... :-)

yoko tzuno
01
23.12.2010, 14:23
Wer glauben will ...

ich finde dazu nur ein Ergebnis.

c-a-f-f-e-e
00
24.12.2010, 12:04

me too. wenn ich nach weist such, bekomm ich immerhin zwei ergebnisse...

Joe_Chip
00
24.12.2010, 09:17

ich komme jetzt auf genau 92.000.

vielleicht sollten sie ihre filter mal ein bissi aufmachen ;-)

maruh
00
23.12.2010, 10:45

"Manning hat sich öffentlich nicht dazu geäußert, ob er Wikileaks die Geheimdokumente zugespielt hat." - offiziell hat er im internet damit angegeben und es sogar angekündigt…

aber was anderes - gehen wir davon aus die vorwürfe stimmen. was dann?
un stellt sich hin und sagt: dudu, böses amerika. das darf man nicht machen.
und weiter? passiert dann auch was oder wars das?!

galaxIR
14
23.12.2010, 10:49

hauptsache es steht mal wer auf und sagt was, courage nennt man das, könnt man öfters brauchen

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