Stichprobe der AK

Bratwürstel im Test

22. Dezember 2010, 15:56

Zehn Proben genusstauglich, zwei davon verfälscht - Die Qualität der Rohware ist im Laufe der Jahre gesunken

Linz - Ein gutes Zeugnis hat ein Test der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) den am Heiligen Abend als Nachtmahl beliebten Bratwürsteln ausgestellt: Zehn Proben aus acht Filialen großer Lebensmittelhändler in Linz waren "genusstauglich", zwei allerdings laut österreichischem Lebensmittelbuch (Codex) verfälscht, hieß es.

Erhöhter Bindegewebseiweiß-Anteil

Überprüft wurden drei Roh- und sieben Brühwürste sofort nach dem Kauf. Laut sensorischen und mikrobiologischen Untersuchungen waren alle Testprodukte genießbar. Sieben Proben überschritten noch an Ort und Stelle die optimale Kerntemperatur, die zwischen plus zwei und plus vier Grad Celsius liegen sollte. Zwei Waren, die mit dem AMA-Gütesiegel beworben wurden, wiesen einen erhöhten Anteil an wertminderndem Bindegewebseiweiß auf und waren somit nach den strengeren, geltenden Richtlinien als "verfälscht" zu bezeichnen. Denn Hersteller, die mit dem AMA-Gütesiegel werben, sind verpflichtet, die Ware den nach Qualitätskriterien des Codex entsprechend zu erzeugen.

Qualitätsanforderungen sinken

Die regelmäßigen Stichproben der AK würden zeigen, dass die Qualität der Bratwürstel im Laufe der Jahre sanken. 1998 entsprachen zehn Prozent der Proben nicht den strengen Richtlinien des Österreichischen Codex, 2004 bereits 70, heuer erfüllten sogar 80 Prozent die Codex-Qualitätskriterien nicht. Bis zum EU-Beitritt 1995 waren diese quasi verpflichtend, hieß es im Test.

Bei vielen Familien kommen die Würstel mit Sauerkraut traditionell am 24. Dezember auf den Tisch. Ob die Gebrühten oder Rohen besser schmecken, sei umstritten. Weiter verbreitet sind erstere. Sie sind auch aufgrund ihres Herstellungsprozesses - zwischen 20 Minuten und zwei Stunden bei einer Kerntemperatur von über 72 Grad Celsius gegart - weniger empfindlich als Rohwürste. Diese sind meist nur direkt beim Fleischhauer zu beziehen und müssen, wenn nicht unter Schutzatmosphäre verpackt, noch am Tag ihrer Herstellung verkauft werden, erklärte die AK. (APA)

napfiatgott
20
29.12.2010, 02:52
...wer diesen Leichenabfall zu sich nimmt...

...dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.
Lossts eichs schmeckn!

Tan S. Taafl
01
22.12.2010, 20:33
Aha, "genusstauglich" gilt schon ...

... als Qualitätsmerkmal .... hmmm???

urs debhilet
02
23.12.2010, 07:05
Kein Wunder

bei den Kamfpreisen die man bisweilen antrifft, kann nur Schrott drinnen sein. Bei den Salscicce in Italien sieht man viel eher, was los ist. Wer die Geduld aufbringt, kann sie auch selbst herstellen, es ist keine Hexerei und man weiß dann eher, was man zu sich nimmt.
Durch den stetigen Qualitätsverfall beim normalen Supermarkt- Angebot sind Bratwürstel auf der Speisekarte eigentlich eine lustmordende, wenn schon nicht gefährliche Drohung.

nichtkaefer
00
22.12.2010, 18:54
Test der Arbeiterkammer Oberösterreich

In Linz und Umgebung kann man sich auf Nothhaft verlasen.

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