Induktives Laden von Elektrofahrzeugen

2. Jänner 2011, 10:33
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Deutsches Umweltministerium lässt praktische Anwendbarkeit prüfen

Weil am Rhein - Die bislang gebauten Elektrofahrzeuge, die heute als Prototypen oder in Testflotten erprobt werden, werden zumeist an privaten oder öffentlichen Ladestationen nachgeladen. Der Fahrer muss dabei sein Fahrzeug mit einem Kabel an die Stromquelle anschließen, zudem muss das Kabel jedes Mal im Fahrzeug verstaut werden.

Doch es könnte auch einfacher gehen: Beim kontaktlosen, induktiven Laden startet der Ladevorgang automatisch, sobald das Fahrzeug auf einem entsprechenden Ladepunkt abgestellt wird, und erfordert keinerlei Bedienung durch den Fahrer. Die Elektronik der Bodenspule erkennt die korrekte Position des Fahrzeugs automatisch und tauscht über eine Nahfeldkommunikation alle für den Ladevorgang notwendigen Informationen mit dem Fahrzeug aus. Die Energieübertragung soll induktiv über den Luftspalt zwischen der fest installierten Bodenspule und der Spule im Fahrzeugunterboden ähnlich wie bei einem Transformator erfolgen.

Neben entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen bräuchte es dafür auch induktive Ladepunkte. Diese ließen sich aber völlig unsichtbar im öffentlichen Raum wie etwa in Parkhäusern und Parkflächen integrieren. Sogar eine Realisierung für Privathaushalte ist vorstellbar.

Neues Projekt

Das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat dazu nun ein Forschungsprojekt gestartet. Projektpartner sind die Daimler AG und das Technologie-Unternehmen Conductix-Wampfler AG. Im Rahmen des Förderprojekts werden die technische Realisierbarkeit eines komfortablen Ladesystems mit hohem Wirkungsgrad und die Potenziale des kabellosen Ladens für automobile Anwendungen erforscht. (pte/red)

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