EU-Parlamentarier wollen Glühbirnen-Verbot kippen

22. Dezember 2010, 08:29

Neue Untersuchungen zu Gesundheitsgefahren

Berlin - Führende Abgeordnete des EU-Parlaments wollen das Verbot von herkömmlichen Glühbirnen in Europa zu Fall bringen. "Ich werde alles tun, um das Glühbirnenverbot in der EU doch noch zu kippen", sagte der Vorsitzende des Industrie-Ausschusses, Herbert Reul (CDU), der Zeitung "Die Welt" (Mittwochsausgabe). Er forderte die EU-Kommission auf, das Glühbirnenverbot "unverzüglich" außer Kraft zu setzen.

Brüssel müsse überprüfen, ob die als Alternative zur Glühbirne vorgesehene Energiesparlampe aufgrund der nachgewiesenen Gesundheitsgefahren überhaupt noch vertrieben werden dürfe. Das deutsche Umweltbundesamt hatte Anfang Dezember vor Gefahren durch das in Energiesparlampen verwendete Quecksilber gewarnt.

Gesundheit der Konsumenten sei wichtiger

Die Produktsicherheit und die Gesundheit der Konsumenten müssten oberste Priorität haben, forderte Reul. Der Ausschussvorsitzende warf der Brüsseler Gesetzesbehörde vor, dass sie mit dem Glühbirnenverbot "getrieben vom Klimaschutzwahn Symbolpolitik betrieben hat, die weder dem Klimaschutz noch der Gesundheit der Menschen dient".

Auch die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Silvana Koch-Mehrin, forderte eine Aussetzung des Glühbirnenverbots. Solange nach wissenschaftlichen Erkenntnissen davon auszugehen sei, dass Energiesparlampen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen könnten, müsse die EU das Glühbirnenverbot zumindest für Privathaushalte aussetzen, sagte sie der "Welt". "Es kann doch nicht sein, dass unter dem Deckmantel des Umweltschutzes die beim Verbraucher beliebten und bewährten Glühbirnen vom Markt genommen und durch gesundheitsgefährdende Produkte ersetzt werden", sagte sie dem Blatt. Durch das "unsinnige Glühbirnenverbot" werde "Sondermüll als Lichtquelle" vorgeschrieben.

Quecksilber kann in Raum gelangen

Hintergrund der Kritik sind die Untersuchungsergebnisse des Umweltbundesamtes (UBA). Demnach können Energiesparlampen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, so kann laut Erkenntnissen der Experten eine Quecksilberkonzentration im Raum freigesetzt werden, die den Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter um das Zwanzigfache überschreitet. Darum sollten sich insbesondere Kinder und Schwangere von Energiesparlampen fernhalten, empfiehlt die Bundesbehörde.

Herkömmliche Glühbirnen mit 100 und 75 Watt dürfen in der EU nicht mehr verkauft werden, da sie als Energiefresser gelten. Ab September kommenden Jahres dürfen auch die am meisten verbreiteten 60-Watt-Birnen nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. (APA)

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Marlon62
00
12.1.2011, 13:27
Da wird der Vorstand von PHILIPS

aber sicher bald ein ernstes Wort mit den Niederländischen EU-Vertretern sprechen. Die finanzielle Motivation kann doch nicht so für die Katz' gewesen sein.

Zitronenbaum
10
Ich besitze keine einzige Energiesparlampe

... und das wirda uch so bleiben! Ganz ehrlich, ich mag nicht jedesmal auf die Deponie rennen, wenn eine hin wird, außerdem sind meine Halogenlampen ungefährlich, falls sie mal runterfallen!
Bis LED als Technologie der Zukunft endlich mal mehr ernst genommen wird und die "Energiesparlampe" ersetzt, bleibe ich bei meinen Halogenlampen. (Im Übrigen: Es gibt Lampen, bei denen man zwei Energiesparlampen verwendet und wenn eine kaputt wird, geht meistens die zweite auch gleich nicht mehr - wie intelligent ist das denn?)

suboptimal
 
02
Da hatte sich die falsche Lobby durchgesetzt.

Kann man aber reparieren.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
11

Energiesparlampen sind mit Abstand der größte Beschiss. Wenn es den Herren wirklich um Energieeffizienz gehen würde, dann müsste man statt diesem Mist die LED Lampen subventionieren.

Sternchen100
00
17.1.2011, 11:22

Ja, diese Lampen brauchen ewig, bis sie hell werden, werden mit jedem Mal einschalten lichtschwächer, sondern ein miserables augenstrapazierendes Licht ab und sind - Sondermüll, welches mit hohem Energieaufwandt produziert wird. Und von wegen sie sind langlebiger als Glühbirnen - die größte Lüge von allem! Nein, sie kosten nur 5x mehr.

Pessimist-Realist
 
00

Nicht zu vergessen die Verarbeitung/Benutzung von Quecksilber und die Entsorgung nachdem sie ausgebrannt ist.
Typischer EU Blödsinn.

LCMSMS2
00
Was für ein Verbot?

Ich habe in meine alten Lampenfassungen Heatballs (googeln) geschraubt, das sind hervorragende 100W Kleinheizungen.

Na gut, 5% der Energie werden produktionstechnisch bedingt als Licht abgegeben, nichts ist perfekt, Effizienzklasse dieser Elektroheizungen ist dennoch "A".

Übrigens kann man durchaus noch 100W Lampen erwerben, sofern es sich um "Speziallampen" handelt. Stoßfeste (=Spezial) Lampen sind äußerlich nicht von verbotenen 100W Birnen zu unterscheiden ...

Sternchen100
00
17.1.2011, 11:23

Ah, darum musste ich die Heizung jetzt höher aufdrehen, weil die Energiesparlampen nur Geldfressen und Lichtfressen, aber nicht heizen.

Bürger Europas
00
Qualitätsjournalismus gibt es hier:

http://www.zeit.de/2011/01/T... esparlampe

derPräsident
31
30.12.2010, 17:33
Schwachsinn

Die Produktsicherheit und die Gesundheit der Konsumenten müssten oberste Priorität haben, forderte Reul.

Glühbirnen können zerspringen und an den Scherben könnte sich ein Konsument verletzen. Also verbietet auch die Glühbirnen....sachen gibts.

Zophopas
01
28.12.2010, 19:35
Energiesparlampen

könnten schon längst unschädlich für Gesundheit und Umwelt sein, wenn man sich der Weiterentwicklung richtig angenommen hätte. Energie sparende Lampen müssen her. Aber dass sie einen gesundheits- und umweltschädlichen Stoff enthalten, darf nicht sein.

NeunZollNagler
 
11
28.12.2010, 12:33

Hinzu kommt, dass die Ersparnis an Engergie eher gering ist. Seit mein Raucheckerl mit ESL beleuchtet wird, lasse ich das Licht meistens gleich den ganzen Abend über brennen.
Und die eingesparte Abwärme wird im Winter durch Mehrverbrauch der Zentralheizung kompensiert.

Abgesehen davon kommt mir die Lichtqualität deutlich schlechter als bei 3-Banden Leuchtstoffröhren vor!

hcl
32
25.12.2010, 20:38

Laßt doch einfach den Konsument entscheiden, was er in seine Lampenfassungen schraubt.

Don schlau on
01
24.12.2010, 23:51
Solange es Halogenglühlampen gibt

ist der Verlust der Glühbirne zu verschmerzen.

Wenn man eine Halogenlampe mit einem Dimmer nur leicht runterregelt, hat man die selbe Lich farbe und Qualität einer normalen Glühbirne.

Zu stark sollte man dauerhaft nicht Dimmen wenn der Halogenkreisprozess abbricht stirbt die Lampe wesendlich schneller.

Was eine Halogenlampe auch schlechter verträgt als eine gewöhnliche Glühbirne ist häufiges aus und einschalten, ( Bewegungsmelder) da der Glühfaden heißer brennt und im Kaltzustand weniger Innen wiederstand hat ist der Einschaltstrom erheblich gößer. Halogenlampen erreichen wenn sie per bewegungsmelder geschalten werden ca. 200h statt 2000h lebendauer ( eigene Erfahrungen mit 150w Röhre). Man mußte die Lampe schonend hochdimmen

ego31
 
24
24.12.2010, 02:36
Halte die Daumen

daß das gelingt. Ich verabscheue diese grauslichen Energiesparlampen, abgesehen von Kosten, Quecksilber und dem unfreundlichen Licht. Wenn jemand diese Lampen verwenden will, kann er's ja tun, aber die Konsumenten dazu zwingen, das find' ich nicht in Ordnung.

carbonara
20
23.12.2010, 20:25
Aan Schritt vieri - zwa Schritt z´ruck...

kuonrad
02
24.12.2010, 12:38
o nein!

"Energiesparlampe" - an Schrit zruck, Glühlampen 2 Schritt viri.

Und gleichzeitig könnte man auch den Jahrtausendschwachsinn "Tagfahrlicht"/Lat (ist ja de facto da) kippen.

HansPeter10
02
23.12.2010, 16:48

Spät kommen die drauf. Ist aber keine Neuigkeit mit dem Quecksilber.

Land der Zwerge
03
23.12.2010, 09:19
Des Kaisers neue Kleider

Das Glühbirnenverbot erinnert ein bisserl an die "Licht am Tag" Schnapsidee von Schwarz-Blau I, übertrifft das allerdings noch bei weitem an Machtarroganz und Schwachsinn. Man möge sich nur mal den %-Anteil von Beleuchtung am Gesamtverbrauch ansehen...

Gustav Albrecht
11
23.12.2010, 14:20
Anteil an Beleuchtung

LEDIGLICH 11% des Stromverbrauchs geht für die Beleuchtung bei uns drauf. Weltweit geht man von ca. 19% aus.
was sind da schon potentielle Einsparungen von 50% und mehr - überhaupt nichts ;-)

Land der Zwerge
01
27.12.2010, 09:43
Schmarrn!

1.) Lt. Ö-Stat sinds 8,6%
2.) bezogen auf einen Haushalt
3.) somit ohne die sonstigen Grossverbraucher und der Anteil am Gesamtverbauch ist noch weitaus niedriger.
4.) Erreichen die Energiesparlampen bei weitem nicht die Lebensdauer, die sie haben sollten, um deren Produktion und Einsatz zu rechtfertigen.

Gustav Albrecht
00
27.12.2010, 10:35
Anmerkung

1. Die 8,6 % beziehen sich auf die Haushalte - ich habe von der Beleuchtung gesamt geschrieben.
2. 11% beziehen sich auf Europa, die 19% weltweit, weil Beleuchtung der erste Bereich für Stromeinsatz ist. .
3.sonstigs Großverbrauch sind zB.: Geschäfte oder Spitäler. Dort ist der Anteil bei über 25 bzw. 20%. Aber auch Straßen udn Plätez werden beleuchtet.
4. Die EU hat auch für diese Zwecke (Straßen, Geschäfte, Spitäler) strenge Effizienzbestimmungen erlassen - es geht also nicht immer NUR auf die Kleinen
5. Die mir bekannten TESTs begannen alle VOR dem Zeitpunkt, wo es hier Qualitätsstandards von der EU gab - parallel zur Effizienzregelung. Somit wurde zum Teil alte "Qualität" getestet.

Craig Christ
01
30.12.2010, 14:14

Wo bitte werden fuer Aussenbeleuchtung (Strassen u Plaetze) und in Gebaeuden/Bueros fuer die Beleuchtung normale Gluehbirnen verwendet?

Ramba Zambas Sohn
00
24.12.2010, 16:31
Weniger Energieausbeute, dafür vergiften wir mit Quecksilber die Welt.

Was ist dir lieber?

Gustav Albrecht
00
24.12.2010, 17:41
Rechnen sie nach!

Durch die Energieeinsparung wird mehr Quecksilber vermeiden, als durch zebrochene Lampen emittiert werden. Aber darum geht es hier nicht!
Verwechslen sie nicht Emission und Immission!!

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