"Besser Material ungesichtet veröffentlichen als unter Verschluss halten"

21. Dezember 2010, 10:47

Alexander Bouz von der Piratenpartei erklärt, warum Julian Assange für ihn ein Held ist, er aber für Wikileaks eigentlich nicht von großer Bedeutung ist

"Im Zweifelsfall für die Transparenz", dieser Ansicht ist Alexander Bouz vom österreichischen Ableger der Piratenpartei zur aktuellen Debatte rund um Geheimdokumente. Im Video-Interview mit Hans Rauscher erklärt er, warum Julian Assange für ihn ein "Held" ist, er aber trotzdem für Wikileaks eigentlich nicht von großer Bedeutung sei. Bouz spricht sich für die Veröffentlichung von ungesichtetem Material aus, weil dadurch im Extremfall auch Kriege verhindert werden könnten. (rasch, derStandard.at, 21.12.2010)

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cipf
 
20

Zitat Rauscher: [...] Ich halte es für ausgeschlossen, dass die US Regierung [...] eine Auftrag gibt [ Julian Assange zu ermorden]]

Damit hat Hr. Rauscher bewiesen, dass er KEINE Ahnung hat/haben will, wie es jenseits seines Schreibtisches zugeht.
Jetzt ist mir auch klar, warum es keinen Aufdeckjournalismus mehr gibt: Es gibt eh nix zum aufdecken. Alle sind lieb und brav und halten sich an die Spielregeln.
*kotz*, *würg*!

Die Tibetanische Gebetsmühle
 
10
30.12.2010, 05:26
Wie bei allem im Leben

jeder hat seine Geheimnisse und jeder hat das Recht auf nur für ihn zugängige Informationen. Wenn es jemand allerdings gelingt seine Geheimnisse nicht für sich zu bewahren, ist er selber schuld und das gilt vor allem auch für die Amis.

Manuel Eder, hinter mir die Sinnflut
02
26.12.2010, 18:31

Gemma Alex! Schöne Grüße nach Graz ;)

mica he
40
23.12.2010, 10:21
Die Geheimdienste autoritärer Länder

und alle radikalen Feinde der USA (Al Kaeda und Konsorten) werden sicher gerne spenden für dieses Projekt...

ghostworld
02
23.12.2010, 06:03

Da hängt sich der gute Rau aber ganz schön weit aus dem Fenster mit seinen Vorwürfen, WikiLeaks würde Menschenleben bewusst aufs Spiel setzen. In einer Zeit, wo durch das eklatante Versagen der alten Medien ein Krieg erst ermöglicht wurde, in dem in den letzten 7 Jahren ein paar hunderttausend Menschen gestorben sind, könnte ruhig etwas mehr Demut an den Tag gelegt werden.

http://www.flatearthnews.net/

Wörtherseefähre Potemkin
012
22.12.2010, 22:04
Piratenpartei? Könnte interessant werden. Warum...

... auch nicht? Es gibt wie wir wissen viel schlimmeres, als von Nerds regiert zu werden. Nerds sind nicht gierig und korrupt. Sie leben friedlich in ihren Garagen und verschenken Software. Die Nerds werden uns weise und gerecht regieren, so wie es ihnen ihre Jedi-Ideale gebieten. All hail our new Nerd overlords!!!

(Nur der Rauscher, der wird downgemodded. Teilweise ist das "Interview" schon etwas zu garstig!)

salgon
01
23.12.2010, 00:46

LOL

Yossarian 0815
00
22.12.2010, 19:52

Der Argumantation mit daß man Daten ungesichtet veröffentlicht, weils halt zuviel ist zum lesen, kann ich nicht folgen. Ein echter Whistleblower wird die Daten ja zuspielen und sagen wonach zu suchen ist. Gerade bei elektronischen Daten ist Suchen besonders einfach. Einfach irgendwelche Daten freigeben weil man einen Generalverdacht gegen alles und jeden hat ist moralisch nicht ok.

Kühler_Wind
28
22.12.2010, 16:07
Liebe Redaktion

Das Verhalten des Interviewers ist empörend unprofessionell! Ich möchte mich gar nicht auf das Niveau begeben müssen dies jetzt einzeln zu begründen. Ich habe ein genug gute Meinung von Ihrer Redaktion im Allgemeinen, dass ich mir sicher bin Sie wissen was ich meine. Ich bitte Sie irgendeine Konsequenz daraus zu ziehen.
(Der Befragte war äußerst kooperativ und inhaltlich ergiebig, sodass der Kontrast vielleicht auch auf die Konkurrenzsituation zwischen altem und neuen Journalismus zurückzuführen ist.)

Malvania Bovary
00
25.12.2010, 20:44
Der Pirat haett sich

denken koennen, dass er gefragt wird, ob er sich ueberlegt hat welche Konsequenzen es haben kann, ungesichtet vertrauliches Material zu veroeffentlichen. Er hat recht schwache Antworten parat gehabt - Leaks koennen Kriege verhindern? Eventuell, das Gegenteil ist aber genauso denkbar - und, wenn man nur die Identitaet von "vielen" chinesische Dissidenten den chinesischen Behoerden zur Kenntnis bringt, koennen die ja wohl nicht alle verfolgt werden - schon sehr naiv.

Technisch mag er ja einiges drauf haben, aber er hat sich keine guten Argumente ueberlegt.

Elettra
20
22.12.2010, 17:56
Schuster bleib bei deinen Leisten

der Interviewer in diesem Video - Hans Rauscher http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Rauscher - gehört für in diesem Interview unfassbar unprofessionelle Leistung dorthin geschickt wo er herkommt, wieder zur Rechten Raiffeisenzeitung Kurier.

Elettra
10
22.12.2010, 18:00
"Ausgezeichnet"

Hans Rauscher 1992: Österreichischer Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung

Staphylococcus Aureus
00
18.1.2011, 12:52

und Barbara Rosenkranz hat ein "Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich" (sic!)

cipf
 
00

Obama hat auch einen Friedensnobelpreis!
:-))

Salsabor
01
22.12.2010, 15:59
Gratuliere

Super erstes Interview.

Vorarlberg war übrigens auch aktiv:

http://video.vol.at/aktuell/n... 354_130142

G

Gigerius
110
22.12.2010, 15:21
was ist das für ein Interview,..

wo der Interviewer eine eigene Meinung vertritt und dem Interviewten Vorwürfe macht, statt wertfrei die richtigen Fragen zu stellen?

habe beschlossen: nicht mehr stricherln
03
22.12.2010, 16:50

sehr richtig!

schere, stein, papyrus
00
22.12.2010, 14:04
Klasse!

*thumbsup*
Tolles erstes Videointerview.

velisch
00
22.12.2010, 10:52

interviewer oder erzähler?

grumbleduke
 
29
22.12.2010, 09:55
Gute Standpunkte, aber das nächste Mal bitte diesem neunmalklugen Ungustl von Interviewer ordentlich den Schneid abkaufen:

Wenn er wieder meint, dass man das Verhalten von Konzernbossen, die mit China herrliche und herzliche Geschäfte machen, whistleblowern ankreiden kann,
dann schmettern's ihm einfach mal Begriffe wie "werteorientierte Unternehmensführung" entgegen und schicken ihn zu Siemens und Thyssen.

Und wenn sie Floskeln hören wie "Sie gestatten mir schon ... ", dann gleich mal auf Konfrontation gehen, weil da nur Blödsinn kommt, so wie im vorliegenden Fall, wo folgte: "... dass ich aus der realen Welt einwerfe." Damit schulmeistert er Sie und nennt ihre Welt "Traumwelt"

Bieten Sie ihm stattdessen Kakao an, denn Kaffee ist ihm zu stark, wovon der Satz "Abu Ghraib ist die Institution eines demokratischen Staates" zeugt.

Plabutsch
00
19.1.2011, 00:49
"Abu Ghraib ist die Institution eines demokratischen Staates"

Die unfassbare Verharmlosung von Abu Ghraib durch Hrn. Rauscher möchte ich noch einmal hervorheben. Ich habe geglaubt, ich trau meinen Ohren nicht.

`
00
22.12.2010, 09:39

Das Video tut nicht.

habe beschlossen: nicht mehr stricherln
00
22.12.2010, 08:19

a biserl scharf, der rau, oder bin ich schon so empfindlich? (mimimimi)

klaus werlach
00
22.12.2010, 05:21
lieber herr buoz

sie sind ein netter kerl.

frage: ist in der piratenpartei eigentlich auch frauenvolk anwesend?

Piratenpartei
05
22.12.2010, 12:15

Ja, aber wir haben leider nur *sehr* wenige aktive weibliche Mitglieder. Das ist, denke ich, bedingt durch die IT-Lastigkeit unserer Themen. Ein Großteil unserer Mitglieder kommt aus dem IT-Sektor, der leider traditionell sehr wenige Frauen beheimatet. Mit diesem Spezialwissen erkennt man am ehesten die Auswirkungen der Technologien auf die Gesellschaft. Der Durchschnittsmensch hat zB. noch nicht begriffen, warum Google und Facebook milliardenschwer sind.

Wir brauchen definitiv noch Hilfe dabei, unsere Themen für Nicht-ITler besser aufzubereiten und verständlich zu machen.

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