Windows als Fundgrube für Ermittler

20. Dezember 2010, 15:18

In der Registry, dem Herzen eines Windows-Systems, finden sich nicht nur Systemeinstellungen, sondern auch Gebrauchsspuren

In der Registry, dem Herzen eines Windows-Systems, finden sich nicht nur Systemeinstellungen, sondern auch Gebrauchsspuren. Angezapft mit geeigneten Werkzeugen sind diese eine unschätzbare Quelle für computerforensische Analysen. Das schreibt das Magazin iX in seiner aktuellen Ausgabe.

Nutzeraktivitäten gespeichert

Windows nutzt eine Registrierungsdatenbank (Registry) als zentralen Speicher für vielerlei Systeminformationen. Aber auch hier werden Nutzeraktivitäten gespeichert. Diesen Informationsreichtum unterschätzen Windows-Anwender oft. Da viele Einträge mit Zeitstempeln versehen sind, können Ermittler die Registry wie ein Logbuch als Abfolge von Ereignissen interpretieren und anderen Datenspuren des Systems gegenüberstellen. Für Forensiker ist diese Datenbank eine Goldmine zum Analysieren eines Windows-Systems, um einen eventuellen Missbrauch feststellen zu können.

Registry Hinweise

So lassen sich aus der Registry Hinweise auf das Wissen eines Verdächtigen gewinnen, auf Informationsabflüsse, Manipulationen des Systems, installierte Software, Kennungen und Kennwörter der Anwender oder darauf, was ein Nutzer zuletzt getan hat (most recently used, MRU).

Wlan, Formulare, ...

Auch Suchanfragen der Anwender im lokalen System sowie bei Internet-Suchmaschinen, Website-Besuche und dortige Formulareingaben, können ermittelt werden. Die Auswertung der Registry zeigt auch welche mobile Medien - etwa USB-Sticks oder Digitalkameras - mit dem Rechner zu welchem Zeitpunkt verbunden waren. Bei Laptops gibt die Liste der jemals verbundenen WLANs sogar Hinweise auf ein Bewegungsprofil.

Zum Filtern, Vorsortieren und übersichtlichen Darstellen der Informationsfülle stehen Ermittlern diverse freie und kommerzielle Werkzeuge zur Verfügung.
"Im Grunde ist es erschreckend, wie viele Informationen Windows über die Anwender speichert - ohne deren Wissen und Zutun", so iX-Redakteur . (red)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 74
1 2
azureus
 
82
21.12.2010, 11:14
OK?

Bedeutet also, wer etwas zu verheimlichen hat, sollte kein Windows/MacOS verwenden?! Linux also besser geeignet für wen? Die 107 gerade Festgenommenen?!
Paranoide Freigeist-IT-Elite kämpft für etwas, das sie nicht brauchen, aber trotzdem haben wollen?
Das "Problem" ist doch eher, wer braucht ein anonymes, spurenfreies System? Leute die Angst vor Youporn in der Browserhistory haben? Oder doch echte Kriminelle?

Postingname*...Pflichtfelder
07
21.12.2010, 12:07
Erst genannte.

Denn dem Staat geht es nicht darum, echte kriminelle zu verfolgen, sondern neue kriminelle zu erzeugen. Ein Bürger, dem man nichts kriminelles anhängen kann, ist derzeit fast jedem Staat ein Dorn im Auge, weil der Bürger nicht völlig kontrollierbar ist. Wie schnell (Stunden!) war Wikileaks zensiert und Leute verhaftet? Wie viele Jahre und Jahrzehnte dauert es, bis echte Verbrechen, deren Spuren sich im Internet finden, aufgeklärt werden?

sotho talker
 
00
21.12.2010, 11:10
schwieriges thema

ich kanns verstehen wenn eine firma soviel wie möglich mitloggen will. nicht aus bösartigkeit sondern weil manche dinge und probleme sonst nicht nachvollziehbar sind.

privat bin ich immer wieder erstaunt was man so alles findet trotz der frage "was hast du denn mit dem rechner gemacht? hast irgendwas installiert?" die defaultantwort zu hören: "nix! nein!"

aber du warst auf website XY und hast programm Z installiert.

"nö"

wenn meine verwandten ein gutes maß für die durchschnittlichen user sind(und warum sollten sie das nicht?) dann gibts eine super ausrede für diese art von schnüffelei...

reiner selbstschutz gegen anschuldigungen aller art. das entschuldigt natürlich nix erklärt aber vieles...

Joe Wiener
02
21.12.2010, 09:46

Das ist absolut bekannt, jeder der Geek genug ist um sich des öfteren mit der Registry und diversen Systemlogs zu beschäftigen, weiss das Windows da ein richtig anales Bedürfnis hat alles zu loggen und abzuspeichern. Ist bei OSX nicht anders - by the way....

M1AU
03
21.12.2010, 09:46

Das sehe ich auch wie der Artikel suggeriert als Problem. Ich betreue Windows im Firmenumfeld schon sehr lange, die Registry habe ich allerdings bis heute noch immer nicht völlig überrissen. Mit Linux Systemen arbeite ich gerade mal seit 4 Jahren, doch dort erscheint mir die Filesystem Hierarchie zum Teil (wenn auch nicht immer) um einiges durchschaubarer.

Andreas Grois
00
21.12.2010, 11:06

FHS sei Dank ist dem tatsächlich so:
https://secure.wikimedia.org/wikipedia... y_Standard

TRex30M
02
21.12.2010, 08:27

Natürlich ist eh schon lange bekannt, dass Windows ein offenes Scheunentor ist.
Aber solche Artikel machen einem wirklich Lust, mit Windows weiterzuschreiben. :-/
Ich surfe deshalb in nächster Zeit, nur noch mit Linux Mint im WWW rum.
Hier gibt es wenigstens keine Registry.
Unter Linux wird zwar auch geloggt, aber da weiss ich wenigstens wo ich hin gehen kann um es zu löschen.

gk76
01
21.12.2010, 10:59
das dürfte allerdings

auch bei Windows möglich sein

das entsprechende Wissen vorausgesetzt

Andreas Grois
01
21.12.2010, 11:15

Wenn, was ich nur vermuten kann, bei Windows die Syslogs irgendwo in der Registry rumliegen, ist das sicher komplizierter als einfach ein paar Dateien im /var/log Ordner eines mit dem Filesystem Hierarchy Standard konformen Systems zu löschen.

Pe Sa
00
21.12.2010, 12:28

wer suchet der findet :)
http://www.windows-7-forum.net/windows-7... ubern.html
scheint laut den einträgen auch nicht komplizierter zu sein

Gummibam aus Surinam
02
21.12.2010, 08:23
Knoppix

ist dein Freund!

werwolfi
02
21.12.2010, 05:36

Linux FTW ;oP

märchenonkel
00
20.12.2010, 23:52
Na das ist ja eine vollkommen unerwartete Erkenntnis ...

lemming0815
00
21.12.2010, 10:41

potz tausend

another_stranger_me
01
20.12.2010, 22:22

http://www.chip.de/downloads... 17939.html

der macht so auf die schnelle doch halbwegs sauber

ist auch sonst ein ganz geschicktes stück software - egal, ob man nun gelegentlich den freien speicher überschreiben will, was ordentlich löschen sollte oder mal wieder den browser-feinstaub loswerden will

baseballer
00
21.12.2010, 11:08

übrigens hatt sich WinXp schon mal geweigert wieder zu starten nach einem durchlauf von CCleaner.
ist also mit vorsicht zu geniessen - vorher einen Wiederherstellungspunkt setzen!

Bei uns hat jeder das Recht auf Meinungszensur
00
21.12.2010, 04:29

der CCleaner entfernt von den angesprochenen Dingen, die die Registry speichert, nur einen minimalen Bruchteil.

Es gibt in der Registry zB verschlüsselte Verzeichnisse aller verwendeten und jemals installierten Programme, Zugriffsdaten auf Files etc. ebenfalls verschlüsselt usw.

Thousand
00
21.12.2010, 10:09
mit welchem tool

kann man den rest entfernen, den ccleaner nicht checkt?

0Stoney0
010
20.12.2010, 20:30
It's not a bug, it's a feature

Leckerli für die Trolle :)

Er, der über Floridsdorf wacht
03
20.12.2010, 20:12
Registry and more ...

Solange Windows zulässt, dass Apps ihre Daten großzügig im ganzen System verstreuen, kann keine Ruhe sein. Man glaubt gar nicht, wo überall Müll im "Fenster" liegt! Versucht doch mal, Skype oder JustVoip wirklich restlos zu deinstallieren. Das schafft nicht einmal der Revo Uninstaller. Wenig Hoffnung ist leider, dass die Redmonter endlich bei WIN 8 die Registry ersatzlos rauswerfen. Die tüfteln lieber an virtuellen Tricks. Masochisten eben...

mxcod
08
20.12.2010, 19:30
wo..

ist die Neuigkeit ?

Harbachoed K.
101
20.12.2010, 18:10
B lödsinn

Bisher hat noch jeder Windozer hier behauptet, es gäbe keine Registry mehr und Gegenteiliges heftig bestritten (um ein bisschen moderner dazustehen).

uinsel
00
21.12.2010, 10:14

?

und wo soll das zeug hin, wenn nicht in die registry?

Fritz Unrat
 
00
17.1.2011, 17:33
Fragen Sie bei Apple nach

Mac OS hat keine.

Milli hat ein Referat
00
21.12.2010, 14:36
leseschwäche?

es wurde oben NICHT behauptet, windows hätte keine…

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 74
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.