2011 - Das Jahr, in dem Rabattmarken wieder sexy werden

Judith Denkmayr, 20. Dezember 2010, 17:10
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    foto: karola riegler

    Judith Denkmayr erwartet 2011 mehr "technische Reichweite" für  Standort-basierte Services.

Wie Location-basiertes Advertising Couponing neu erfindet - Ein Ad-Blog von Judith Denkmayr von "Digital Affairs"

Judith Denkmayr, Geschäftsführerin der Agentur "Digital Affairs", erklärt im Ad-Blog, wie Location-basiertes Advertising Couponing neu erfindet.

Wir hier in Österreich sind eigentlich ein recht digitales Völkchen: 5,4 Millionen nutzen regelmäßig das Internet, etwa 2,2 Millionen Österreicher sind Smartphone-Besitzer - und fast genauso viele sind auf Facebook registriert.

Etwas zurückhaltender scheinen die Österreicher noch bei der Nutzung von sogenannten Location Based Services (LBS)*: während in den USA das wohl bekannteste LB-Service "Foursquare" seit seiner Gründung 2009 bereits fünf Millionen registrierte User erlangen konnte, sind die Nutzerzahlen in Österreich noch bescheiden: Nur knapp 5.000 User checken sich via Foursquare-App in "Locations" ein; Österreichs Lokalmatador Tupalo.com schafft es immerhin schon auf etwa 7.000 Nutzer ihrer LBS-Mobile Apps.

Nachvollziehbarer Return of Invest

Doch bereits 2011 werden uns Location Based Marketing und Advertising wohl ausgiebig beschäftigen - denn im Gegensatz zu den schwer messbaren Benefits von Social Media-Aktivitäten ist der Return on Investment (ROI) bei Location Based Services unmittelbar nachvollziehbar: Sie erlauben relevante, zielgruppengerechte, personalisierte Information - in dem Moment, in dem sich der Kunde unmittelbar in der Nähe des Standorts aufhält. Eine große Chance für Stadt- und Standortmarketing. Erste Best-Practice-Beispiele wie etwa das Reisinger's am Salzgries gibt es bereits hierzulande.

Frohe Schnäppchen-Botschaft

Was macht aber Location Based Advertising so spannend? Ruft der User die Mobile Application auf, ist er gezielt auf der Suche nach Standort-Informationen - und sei es nur, um sich "einzuchecken". Neben diesem positiven Werbeumfeld des Social Gamings oder der gezielten Informationssuche ist der zusätzliche Vorteil des "Check In", dass dieser inklusive Standort-Info und Link an die Online-"Freunde" auf der jeweiligen Plattform kommuniziert wird - Verbreitung der Frohen Schnäppchen-Botschaft ist also garantiert.
Die Advertisements lassen sich dank der Daten aus den Userprofilen der Netzwerke auf Alter, Geschlecht, Lifestyle oder auch Einkommen targeten. US-Direct-Marketer sprechen derzeit von Response Rates bis zu 20 Prozent auf Angebote, die via LBS positioniert werden.

Beste Deals auf Facebook Places, Gowalla und Foursquare

Ein Best-Practice-Beispiel zu den CRM oder Couponing-Deals von Facebook war der Black Friday 2010, der Tag nach Thanksgiving, an dem in den USA die Shopping-Weihnachtssaison startet. Der "Black Friday" ist für die US-Händler der stärkste Shopping-Tag im Jahr und es werden die schweren Geschütze aufgefahren: die Tore der Läden öffnen bereits um 4 Uhr morgens, Angebote, Schnäppchen, Sonderaktionen aller Art werden auf den Black Friday gebündelt, zahlreiche Websites geben Tipps, wo die besten Deals zu holen gibt.
Dieses Jahr jedoch waren die besten Deals auf Facebook Places, Gowalla und Foursquare zu holen: Best Buy, Macy's, Gutscheine bei H&M, bis zu 30 Prozent Rabatt bei Toys'R'Us - das bekam, wer sich bei den jeweiligen Retailern "eincheckte".

Im 1. Quartal 2011 wird es dann soweit sein: Mit dem Launch von Facebook Places, dem Location Based-Service des Über-Social Networks, erhöht sich die "technische Reichweite" von Location-basierten Services auch in Österreich schlagartig: 2,2 Millionen Facebook-Nutzer - bei 2,2 Millionen Smartphone-Nutzern - da darf man von einer hohen Schnittmenge ausgehen.

Zukunft: "Geo Fences"

Bis sich diese Advertising-Formen in Österreich durchgesetzt haben, ist man anderswo bereits mit anderem beschäftigt: Neben diesen Werbeformen nach der Pull-Methode arbeitet man in den USA schon am Push-Approach: Dank sogenannter virtueller "Geo Fences" werden uns in Zukunft Deals, Coupons und ähnliches auch ohne vorherigen "Check In" auf den Mobile Devices erreichen - wenn es die Privacy-Einstellungen oder ein unbewusst gesetztes Opt-In denn erlaubt.

*Location Based Services bieten dem User eines Mobile Devices einen Nutzen durch dessen Standortbestimmung. Der Nutzen besteht zum Beispiel aus einer Information oder Unterhaltung, welche an dem Standort "hinterlegt" wurden.

JUDITH DENKMAYR ist Geschäftsführerin der Agentur "Digital Affairs".

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Kommentar posten
22 Postings
Jamaine
11
Social Media Bullshit Bingo Digital Affairs Advertising Couponing of Invest

Sterngucker1
02
21.12.2010, 12:48
Fassen wir zusammen

2001 - Odysee im Weltraum
2010 - Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen
2011 - Das Jahr, in dem Rabattmarken wieder sey werden

Was soll danach kommen? Vielleicht

2012 - Weltuntergang c by Maya (Indianer, nicht Biene)

andere baustelle
00
21.12.2010, 10:57
Best Practice aus Österreich

es gibt mehr beispiele siehe STABILO Store in Wien

http://4sq.com/hhxj0c

viel spaß!

cyrus virus
27
21.12.2010, 10:28
Wenn Anglizismen und Fachbegriffe peinlich werden

"Return of Invest (ROI)" - aha.

Wenn Sie den Lesern hier betriebswirtschaftliche Tipps geben wollen, dann wünschen sie sich zu Weihnachten mal ein Einsteigerbuch der wichtgsten Begriffe. Dort lesen Sie dann so Dinge wie "Return on Investment".

Wer für Begriffsgewitter sorgt, der muss die Blitze auch ertragen. Probieren Sie ihren nächsten Artikel doch einmal in verständlichen Worten zu schreiben oder klingt das was Sie da machen dann plötzlich ganz gewöhnlich...?

Redaktion derStandard.at/Etat
00
21.12.2010, 11:37

Pardon, wir haben "ment" unterschlagen, jetzt passt es wieder. (sb)

cyrus virus
03
21.12.2010, 12:57
Das eigentlich Falsche ist nicht

das "ment" sondern das "of". Es heisst nämlich "Return on Investment". Weh tut das deshalb weil es zwei Mal konsequent falsch geschrieben steht.

Böser
00
21.12.2010, 21:38

wenn's das qualitätsmedium falsch schreibt dann gehört es so :-)

Böser
00
21.12.2010, 11:51

sind euch die "" ausgegangen, weil ihr nur ein paar worte/begriffe damit geschmückt habt ? eigentlich müssten 50% des gestammels damit verziert sein

Böser
00
21.12.2010, 11:28

Best-Practice-Beispiel is a fine example for mischmaschcoolschasdenglisch

Neuer Nick neues Glück
00
21.12.2010, 12:46

Ach, come on! Sei ein wenig more open für andere cultural influences.
Am Ende des Tages macht das Sinn.

Böser
00
21.12.2010, 22:03

okidoki will tryen to learnen !

Rot-Grüner Wiener
04
21.12.2010, 10:54

am schlimmsten find ich noch immer "Location-basiertes Advertising Couponing" ...

Monopoly mit Hut
00
21.12.2010, 14:27

Ich laugh gerade out laut.

Rot-Grüner Wiener
00
21.12.2010, 10:18

Also wenn das über Facebook gut eingebunden wird, könnte das sogar sehr gut funktionieren, da man dann über seine Pinnwand wieder etlichen Freunden mitteilt, dass es dort etwas billiger gibt oder dass das Lokal / Geschäft / was auch immer cool ist..

dennoch habe ich die Befürchtung, dass es dann wieder zuviel Informationen auf einmal wird, wenn man sich dann in der Stadt befindet und viele Geschäfte hierbei mitmachen..

würde mich interessieren wie hier die Reichweite der Lokale aussieht.. kann dies der User selbst einstellen? oder wird dann beispielweise alles innerhalb von 1km angezeigt? und wer mehr zahlt, darf auch einen 2km Radius verwenden?

zitronen_bob
12
21.12.2010, 09:11
"(...) erklärt im Ad-Blog, wie Location-basiertes Advertising Couponing neu erfindet."

Das so zu schreiben, deutet irgendwie darauf hin, allen ohnehin bestehenden Aversionen und Vorurteilen gegenüber der Branche gerecht werden zu wollen ...

Besonders gut gefällt mir auch: "Dank sogenannter virtueller "Geo Fences" werden uns in Zukunft Deals, Coupons und ähnliches auch ohne vorherigen "Check In" auf den Mobile Devices erreichen."

Außerdem finde ich, dass es noch immer eher "Return on Investment" heissen sollte.

Neuer Nick neues Glück
02
21.12.2010, 08:57

Location-basiertes Advertising Couponing also.
Ich finde es interessant, dass jene Branchen, die zu 100% sinnfreien Mist verzapfen, sich ständig hinter verschrobenen Begriffen verstecken müssen - Werbung, Feminismus, Soziologie...

living reef
21
21.12.2010, 07:30
Location-basiertes Advertising Couponing

gibt es noch jemand der ín österreich die deutsche sprache beherrscht? mit englischen wörtern herumschmeißen aber bei pisa ganz unten plaziert sein. die intelligenz hat österreich offenbar schon längst verlassen

deraltechinese
22
20.12.2010, 19:44
Also Überschriften wie...

Location-basiertes Advertising Couponing neu erfindet - Ein Ad-Blog von...

verstehn ungefähr 78,98% der Österreicher nicht, da wett ich drauf;
ich hab nix dagegen, aber soviel Leute aus einem Thema auszuschliessen? ob das Sinn macht?

Böser
10
21.12.2010, 11:21

ist es sinnvoll, "Sinn macht" zu schreiben ?

Neuer Nick neues Glück
00
21.12.2010, 11:35

Ja. Das ist zwar auch nur die Übersetzung von "to make sense", wird aber wenigstens von jedem verstanden.

politisch verfolgt
10
21.12.2010, 11:57
ist aber trotzdem

ein grauslicher anglizismus.

Neuer Nick neues Glück
00
21.12.2010, 12:03

Absolut, keine Frage.
Aber verglichen mit "Location-basiertes Advertising Couponing" finde ich "Sinn machen" fast schon lyrisch.

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