Google soll Hardware-Hersteller aufgefordert haben, keine neuen Produkte zur CES 2011 zu zeigen
Obwohl Google TV bereits in den USA mit dem Sony Internet TV und der Logitech-Settopbox Revue verfügbar ist, sollen weitere Produktankündigungen vorerst verschoben werden. Einem Bericht der New York Times (NYT) zufolge, hat Google die Hersteller gebeten, ihre Produkte noch nicht zur CES im Jänner vorzustellen. Für viele Hersteller komme das überraschend, sollte Google TV doch eines der Highlights der Consumer Electronics Show werden.
Übliches Vorgehen für Google
Tester und erste Kunden hatten dem System, das Fernsehen mit Web und Apps verbindet, keine überragenden Kritiken ausgestellt. Das Unternehmen wolle sich daher nun mehr Zeit nehmen, die Software zu verbessern. Für Google das ist das kein unübliches Vorgehen. Das Unternehmen tendiert dazu, Anwendungen und Dienste schnell zu veröffentlichen und nach und nach zu verbessern. Bestes Beispiel dafür ist das Smartphone-Betriebssystem Android, das seit seiner Einführung im Oktober 2008 bereits zahlreiche Aktualisierungen erhalten hat.
Weihnachtssaison verpasst
Die NYT weist jedoch darauf hin, dass der Markt für Consumer Electronics auf genaue Marktstars angewiesen ist, um beispielsweise die Weihnachtszeit oder die "Back-to-School"-Einkäufer zu nutzen zu können. Mit ChromeOS haben das Unternehmen und die damit auch die Notebook-Hersteller bereits die diesjährige Weihnachtssaison verpasst. Auch bei Android werden Tablet-Hersteller angehalten, auf die für Touch-Computer optimierte Version zu warten und müssen Weihnachten 2010 dem iPad überlassen.
Kritik an Googles Geschäftskultur
Analysten sehen die Verschiebung als Zeichen der Schwächen in Googles Business-Kultur und Zusammenarbeit mit Partnern. Die Verzögerungen könnten das Unternehmen ein ganzes Jahr kosten, um Google TV am Massenmarkt zu etablieren, meinen Beobachter. Zudem haben zahlreiche Sender Google TV blockiert, damit ihre kostenlos im Internet angebotenen Sendungen nicht in Google TV landen. Den Fernsehplänen des Unternehmens bläst ein rauher Gegenwind entgegen, den andere Anbieter ausnutzen könnten. Eine Google-Sprecherin wollte zu den Gerüchten keine Stellungnahme abgeben. (red)
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