Wikileaks: Bashir hat Milliarden in London

18. Dezember 2010, 18:23
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    foto: reuters/nurdin

    Hat gut lachen: Omar al Bashir, Präsident

Machthaber soll 6,8 Milliarden Euro veruntreut haben - Bankengruppe Lloyds dementiert

 

London/Nairobi - Der sudanesische Staatschef Omar al-Bashir, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) wegen Völkermordes besteht, soll nach Informationen von Wikileaks neun Milliarden US-Dollar (6,8 Milliarden Euro) veruntreut haben. Das Geld aus der Staatskasse soll er auf britischen Banken, darunter Lloyds, deponiert haben, berichtete die Londoner Tageszeitung "The Guardian" unter Berufung auf Wikileaks am Samstag. Sowohl ein Sprecher der sudanesischen Botschaft in London als auch die Bankengruppe Lloyds dementierten dies der Zeitung gegenüber. Die Anklagebehörde beim Haager IStGH hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass der sudanesische Machthaber mehrere Milliarden Dollar unterschlagen hat

Bashir werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der südsudanesischen Krisenregion Darfur zur Last gelegt. Dort sind seit 2003 nach UNO-Schätzungen 300.000 Menschen gewaltsam umgekommen. Regimetreue arabische Janjaweed-Reitermilizen terrorisieren die ansässige Bevölkerung. 2,5 Millionen Menschen wurden vertrieben, eine Viertelmillion flüchtete in das Nachbarland Tschad. Der 1989 durch einen Militärputsch an die Macht gekommene Bashir sucht den Schulterschluss mit den anderen arabischen und afrikanischen Staaten gegen "Verfolgung" durch den Westen. Bashir hatte in der Vergangenheit eine Annäherung an die USA gesucht und dafür den Islamisten-Führer und Ex-Chefideologen des Regimes in Khartum, Hassan al-Tourabi (Turabi), entmachtet.

Das Haager Gericht konzentriere sich auf die Anklage wegen Völkermordes, nicht auf die mutmaßliche Veruntreuung, sagte IStGH-Chefankläger Luis Moreno-Ocampo am Samstag. Die Plattform Wikileaks machte eine Depesche zwischen Moreno-Ocampo und einem US-Spitzendiplomaten aus dem März 2009 öffentlich. Kurz zuvor hatte der Strafgerichtshof den Haftbefehl gegen Bashir erlassen. In der Depesche erklärt der Ankläger, wenn die Veruntreuung öffentlich gemacht würde, könne das die Verhaftung Bashirs begünstigen. Vor allem die öffentliche Meinung im Sudan selbst sollte mit der Veröffentlichung beeinflusst werden. (APA/dpa/dapd)

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universelles recht auf atomwaffen
30
entweder:

- bashir arbeitet schon von anfang an fü den westen

- das ganze stimmt nicht. wenn bashir tatsächlich der böse wäre, so hätte man schon längst das geld medienwirksam eingefroren.

Fritz Wunderlich
00
Fritz Wunderlich
00

wenn man es ihm rechtlich zuordnen kann, dann ...

dass bashir dem westen zugearbeitet haben sollte, können sie mal mit irgendetwas belegen?

Gabriele Komma
00
22.12.2010, 15:42
veruntreuung

okay, aber es glaubt doch hoffentlich niemand von den leserInnen, dass die bevölkerung im sudan davon irgendwas weiß???? also wie soll dann stimmung im land (norden) gegen bashir gemacht werden - unrealistisch!

Linus Tintifax
66
19.12.2010, 17:34
heuchlerei

die industriestaaten lechzen nach dem öl (bzw. gold, uran) im sudan - wichtige ölfelder befinden sich übrigens im südwesten des landes angrenzend an dafur - weil sie es verhältnismäßig billig bekommen können. zuerst musste man aber einen machthaber installieren, der den ramschverkauf des sudanesischen reichtums befürwortet. vielleicht ist ihnen al-bashir ja irgendwann zu gierig geworden....macht nichts, der hat mittlerweile dermaßen viel dreck am stecken also haftbefehl und ab nach den haag. wenn alles klappt kann man sich ja das investierte (blut)geld durch beschlagnahmung seiner konten zurückholen. ein sehr profitables geschäft, diese menschenverachtung...

mistvieh666
 
21
20.12.2010, 21:04

es ist nur so:
waere der sudan nicht ein so korrupter staat, sondern wuerde serioes verwaltet werden, diese boesen internationalen konzerne wuerden 5 mal so viel geschaefte und 10 mal so viel gewinne mit diesem serioesen staat machen.

die wahrheit ist folgende:
konzerne haben kein budget dafuer, die welt zu veraendern, sie nehmen die welt wie sie ist und machen fuer sich das beste draus.
vielleicht schwer zu verstehen, aber ... mehr ist es nicht.

Therimon
12
Hmmm ...

naja, sehen wir doch andernorts, dass der z.B. Goldabbau EINZIG zum Profite Ghanas sind, oder?

"Riesige Areale werden gesprengt. In einem mühsamen Prozess wird dem Gestein Gold entnommen, eingeschmolzen und dann direkt in die Schweiz geflogen. Der Verteilungsschlüssel ist klar: 3% für Afrika, 97% für den Westen. Die Mine entstand mit Unterstützung der Weltbank."

Und dieses Vorgehen ist andernorts "ident".

Linus Tintifax
01
21.12.2010, 14:13
mhm

jaja, konzerne gehen sicher nur ungern über leichen um die profite für ihre aktionäre zu maximieren. aber wenn es nicht anders geht, dann müssen für höhere dividenden halt ein paar hunderttausend arme teufel in der dritten welt verrecken...ich hoffe nur sie glauben nicht wirklich an den blödsinn, den sie mir da weismachen wollen, mistvieh. aber mit einem haben sie ganz sicher recht: diese vorgehensweise ist wirklich schwer zu verstehen.

gezworg
00
19.12.2010, 21:23
nicht die industriestaaten - wir, unser land und andere europäische länder profitieren

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 01:50
echt?

also ich persönlich hab herzlich wenig von ständig steigenden preisen für immer sinnlosere produkte - vom wahnsinn an den zapfsäulen ganz zu schweigen. und jobs regnet es deswegen auch nicht gerade vom himmel

a grünes stricherl
 
13
19.12.2010, 20:12
hauptunterstützer bashirs ist china.

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 01:30
ist china kein industriestaat?

interessant...

Fritz Wunderlich
07
19.12.2010, 18:53

witzig, ein islamistischer diktator, vom igh gesucht, kassiert milliarden von china und legt im westen an

die globalisierung, jaja

Linus Tintifax
01
20.12.2010, 01:32
oh, ich bin mir sicher...

...dass der großteil seines vermögens nicht in england gefunden werden kann. offshore und die schweiz schon eher.

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 01:55
ich persönlich tippe übrigens

auf macao

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 01:50
ups

in der

millimetternich1
02
19.12.2010, 18:32

Es gibt nicht nur an der Grenze sondern in Darfur selbst Oel. Auch wenn es selten erwaehnt wird:
http://www.sueddeutsche.de/politik/k... 1.639695-2

Bashir's Hauptverbrechen ist, dass er Oel an China verkauft und nicht an den Westen. Die Rebellen in Darfur werden uebrigens massiv vom Tschad unterstuetzt (und die Regierung dort ist auch eine Katastrophe) udn fianziert sich durch Oelverkaeufe an den Westen......

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 01:43
unwesentlich

hätte der westen ihn besser bezahlt als china wäre das resultat - zumindest für die aus darfur vertrieben - das selbe. zugegeben, die flucht vor den haag wäre al-bashir vermutlich erspart geblieben aber alle industriestaaten spielen das gleiche spiel...

millimetternich1
01
20.12.2010, 01:59

Wenn Darfur kein Oel haette, haette es vielleicht den Konflikt der Form nie gegeben.

In jedem Falle, waere der Darfurkonflikt so wie die eigentlich wesentlich groessere humanitaere Katastrophe im Kongo nie wirklich dauerhaft in die Schlagzeilen geraten.

Linus Tintifax
00
20.12.2010, 02:15
jepp

das ist sicher

jodaflo
 
22
19.12.2010, 17:17
region darfur..siehe wirtschaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Darfur

das sind dankeszahlungen diverser konzerne

mehr nicht! und erkauft sich wiederum waffen darum

eine sogenannte win-win situation für unsere heiligen kälber

stricherlts mich rot weg, ich weiss eh...an den multinationalen konzernen und deren unantastbarkeit darf niemand rühren...mein schatz, mein eigen

warum wird man aus einem land vertrieben?

vielleicht weil man was dagegen hat, das ein diktator sein volk, wegen rohstoffen an den westen verrät

Chiseller
33
19.12.2010, 15:26

Schwarzkonten im angelsächsischen Raum, nein, wie kann das sein?

a grünes stricherl
 
12
19.12.2010, 17:10
ahhhh!

Die Angelsachsen sind schuld.
Schön wie mans drehen kann damit immer der alte Erzfeind schuld sein kann.

Der Täter ist hier Bashir. Ein Massenmörder der massiv von China unterstützt wird. Und von vielen menschen die sich für Linke halten dann auch noch verteidigt wird.

Chiseller
31
20.12.2010, 03:18
Take your meds

Mir vorzuwerfen, Bashir bzw. China zu verteidigen nur weil ich gewisse imperialistischen Länder verhöhne, - dazu zählt übrigens auch China - da sie vor nicht all zu langer Zeit einseitige und polemische Kritik an gewissen Alpenstaaten übten, während sie sich selber nicht zu schade sind, wie wiedermal zu sehen ist, hinterrücks Berge von dreckigem Geld auf ihren kleinen Inselstaaten zu horten.
Schade, Sie wurden im falschen Land geboren. In China hätten Sie jemanden mit Ihrer völlig verfehlten, ja fast schon vor Wut schäumender, Kritik in Schwierigkeiten gebracht.

karl radek1
214
19.12.2010, 15:05
Bashir ein korrupter Despot?

Das ist ja nicht grad neu.

Kein Despot schafft es heute seine Beute ohne Kooperation mit dem internationalen Bankensystem in Sicherheit zu bringen.

Wenn immer Kooruptionsmilliarden jongliert werden, sind Banken aus der Schweiz, Frankreich oder England im Spiel.
Mitten in Europa machen sie das große Geschäft.

Das hat wohl mehr Sprengkraft und diese Zusammenhänge erfahren wir wieder einmal durch Wikileaks.

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