Hoffnungslos im Seelenwald: Depression als Spiel

18. Dezember 2010, 10:13
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    screenshot: entwickler

    Elude: Spiel veranschaulicht Depression

Game "Elude" einer österreichischen Spieleforscherin veranschaulicht Depression

Das Thema Depression klingt nicht nach Spiel. Im Bereich der "serious games", also Spielen, die nicht nur auf Unterhaltung abzielen, sondern "ernste" Absichten verfolgen, kann sich der Gegensatz aber auflösen. Nämlich dann, wenn man versucht, der Krankheit auf metaphorischer Ebene näherzukommen, um damit Aufklärungsarbeit zu leisten. Das von der österreichischen Spieleforscherin Doris C. Rusch am Massachusetts Institute of Technology (MIT) konzipierte und designte Flash-Spiel Elude schafft das.

Innenleben als Landschaft

Elude stellt das Innenleben eines depressiven Geistes als Landschaft dar. Hauptschauplatz ist ein Wald, der den "normalen" Bewusstseinszustand symbolisiert. Mit der Spielfigur steigt man von Ast zu Ast mühsam in die Baumkronen hinauf. Auf Ästen sitzende Vögel erheben sich per Zuruf in die Lüfte. Sie symbolisieren Freude stiftende Leidenschaften im Leben: Musik, Freundschaft, Sport. Ganz oben über dem Wald zu sein bedeutet, glücklich zu sein. Aber lange kann man sich nicht in der Glücksphase halten. Der Absturz kommt und man landet wieder am Boden. Und nicht genug: Ehe man sich versieht, ist man in der Erde versunken, ohne etwas dagegen tun zu können. Man findet sich in schmalen Kammern wieder, hat kaum Kontrolle mehr über die Figur: Die Tiefphase einer Depression, Traurigkeit und Verzweiflung. Ziel des Settings ist es, möglichst viel Zeit außerhalb dieser Tiefphase zu verbringen.

Gespür für psychologische Mechanismen

Das Spiel soll auf zugängliche Art Gespür für psychologische Mechanismen einer Depression vermitteln. Die symbolischen Ebenen schaffen ein einfaches metaphorisches Porträt der Krankheit, für die von Außenstehenden oft wenig Verständnis aufgebracht wird. Es soll Freunden und Verwandten von depressiven Menschen ein Verstehen der Krankheit erleichtern.

Elude wurde am Singapore-MIT Gambit Game Lab, einem Gemeinschaftsprojekt des MIT und der Stadtregierung Singapurs, geschaffen. Die Institution forscht über neue Wege der Spieleentwicklung. Doris C. Rusch ist mittlerweile Leiterin der Computerspielforschung an der Donau-Uni Krems.(Alois Pumhösel/ DER STANDARD Printausgabe, 18. Dezember 2010)

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Elude

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 118
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Caput Femoris
00
Kunstwerk

Nun, abgesehen von der löblichen Absicht dieses Projektes ist den Leuten hier ein recht ausdrucksstarkes Kustwerk gelungen. Das wär schon was feines, wenn sich hier eine neue Kunstrichtung etablieren könnte.

Übrigens: Ihr Trollposter seit Informationstechnischer Müll, nicht mehr. Ist euer Leben wirklich so leer, seit ihr wirklich derartig uninteressant, dass ihr euch mit dieser stumpfen anonymen Provokation Bestätigung holen müsst? Armselig.

panaroia
00
21.12.2010, 12:29

Die Kommentare hier zeigen eindeutig, dass manche Menschen nur um des eigenen Senfeswillen hier ihre Meinung verkünden. Wer den Artikel gelesen, das Spiel ausprobiert und sich auch nur annähernd mal mit der ernstzunehmenden Krankheit Depression (die in Österreich bereits geschätzte 5% betrifft) auseinandergesetzt hat, der würde den wertvollen Beitrag des "Spiels" zur Aufklärung erkennen. Psychisch Kranke leiden unter dem Stigma des "psychisch irre seins" und speziell Depressive unter dem "wenn du dich zusammenreißt, dann geht das schon"! In diesem "Spiel" geht es nicht darum Punkte zu sammeln, sondern die Erlebnis-, Gefühls- und Wahrnehmungswelt der Betroffenen besser zu verstehen. Wenn man versteht, worunter der/die Betroffene LEIDET,

panaroia
00
21.12.2010, 13:35

dann kann man dieser Person auch gezielt im Alltag helfen. Und gerade unser soziales Netzwerk, dass sich speziell bei Depressiven auf ein drastisches Minimum (den Kreis der Angehörigen) reduziert, ist entscheidend um aus dem Morast der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit wieder herauszufinden – weil die eigene Kraft eben nicht mehr ausreichend ist. Und genau das veranschaulicht dieses „Spiel“ ganz toll! Ich finde es äußerst verständnisfördernd! Wie sich auch aus anderen Postings schließen lässt, sind diverse Gefühle der Depression bei den UserInnen auch aufgetreten – und genau darum geht es! Das „Spiel“ kann man beenden, die Depression nicht so leicht!

some guy
220
19.12.2010, 18:34

kompletter dreck!

i am error
00
26.12.2010, 18:29

trolling ist so einfach..

Groucho Marxist
40
19.12.2010, 16:49

Verständnis fördernd? An der Oberfläche kann es vielleicht einen minimalen Einblick in das Gefühlsleben geben, aber was wird hier bitte erklärt? Nix vom Leiden an der Vergangenheit, nix von der Entstehung, nix vom Grundübel Erziehung.

vray
42
19.12.2010, 16:31

Also eigentlich so ähnlich wie die meisten Spieleerlebnisse.

In WOW wird das Konzept nur ausgedehnt und führt wegen der Endlosigkeit zu echten Depressionen.
Die Leere nach 1-5h Computerzeit kennt ja sowieso jeder.
Manche Leute glauben sogar etwas geleistet zu haben wenn sie ihre Farm in Facebook beackern. Diese Menschen leben anscheinend in einer Traumwelt aus der sie nie aufwachen.

Hier ist das Ende ja absehbar und man kann das Spiel auch beenden.

Ich gehe jetzt Nusskiperln backen, da habe ich wenigstens etwas davon.

M.R.M.
15
19.12.2010, 13:46
in zwei worten...

...unglaublich genial!

Der Wappler
102
19.12.2010, 12:14
Der wappler hat eine Depression, weil er keine Nina hat, doch wenn er sie hat, folgt

Depression wegen der Nina

Lumpy
09
20.12.2010, 11:27
andere Diagnose

Werter Herr Wappler,

anbetrachts Ihrer immer wieder auftauchenen, sinnfreien Kommentare zu allen möglichen Themen hier und deren Analyse erlaube ich mir, eine Ferndiagnose zu stellen: Depressionen sind ganz bestimmt Ihr kleinstes Problem. Garantiert.

Dr. Ma-Cho, chin. Wunderheiler(In)
00
20.12.2010, 23:44
und wieder hat er ein antwortposting provoziert, der wappler

warum fallen immer wieder leute auf den wappler hinein ??

Samhain
00
21.12.2010, 05:41
Und somit zwei Antwortposting...Mist...

...drei Antwortposting.

every brain has a face
11
19.12.2010, 11:42
Hier zu posten

kann Menschenleben gefährden.

curricula
00
19.12.2010, 10:46
Ja sachmal...

Ist das Limbo in Farbe?

dB. alpha3
00
19.12.2010, 10:26
Wieso bleibt der Frame bei mir leer?

ich habe flash 10.1 und erfülle die anderen Hardwareanforderungen auch...

hat jemand das gleiche problem?

kipfal
01
19.12.2010, 12:00

das laden dauert verdammt lange.

Ben Ohm
01
19.12.2010, 11:14

Vielleicht dauert das Laden länger? Einfach kurz warten...

dB. alpha3
01
19.12.2010, 13:42
kurz ist gut...

fast 5 min :D

okay it works :)

west wind
04
19.12.2010, 06:02
Vom MIT an die Donau-Uni Krems?

slaine mcroth
01
19.12.2010, 16:36

Gute ForscherInnen kommen zurück nach Österreich um hier etwas aufzubauen, manchmal. Sie gehen dann meistens aber schnell wieder. Ein Prof hat mal in einer Vorlesung gesagt: "Machen Sie etwas, es ist möglich, vielleicht nicht hier, aber woanders." :-S

Nerdrage
00
19.12.2010, 04:40
ich find icy tower

war lustiger. wer auf alternative jump and runs steht sollte sich das mal ansehen.

das problem mit der wolkensequenz ist, dass die blätter nicht respawnen. da reicht dann 1 fehler und man hat keine chance mehr wieder rauf zu kommen.

und den tentakeln kann man auch ned wirklich entkommen.

aber das mit der nichtlinearen handlung ist recht nett gemacht. frag mich ob die sequenzen zufällig sind oder ob das davon abhängt wieviele vögel man gesammelt hat oder wie hoch man insgesamt gekommen ist.

Ultrazauberer
00
19.12.2010, 23:41

words cannot express...*facepalm*

Got Your Noes!
00
19.12.2010, 18:36

haben sie es verstanden? die blättersequenz kann nicht geschafft werden, man stürzt wieder ab. und die vögel die einem temporär mehr sprungkraft verleihen sind auch nur symbole.

Hugh G. Rection
00
20.12.2010, 10:38
It's not a bug,

it's a FEATURE!

eigentlich genial, ein verbuggtes, weil unschaffbares Spiel mit dem Psychoblabla zu verbrämen.

;)

every brain has a face
00
18.12.2010, 23:18
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