"Wir waren viel zu gut zu den bösartigen Leuten"

17. Dezember 2010, 20:59
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    foto: reuters/bulawayo

    Robert Mugabe muss wegen der Sanktionen offenbar noch das Sakko aus dem Parlaments-Wahlkampf von 2005 tragen.

Mugabe droht dem Westen: Vergeltung für Sanktionen

Harare/Mutare - Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat den westlichen Staaten mit Vergeltung für die seit Jahren bestehenden Sanktionen gegen sein Land gedroht. "Wir waren viel zu gut zu den bösartigen Leuten aus Ländern, die uns zerstören wollen", sagte Mugabe bei einer Konferenz seiner Partei Zanu PF am Freitag in Mutare im Osten des Landes.

Wegen zahlreicher Verstöße gegen Menschenrechte und demokratische Prinzipien hat der Westen Sanktionen verhängt, die vor allem gegen die Führungsriege Simbabwes gerichtet sind. Dazu zählen ein Waffenembargo, Einreiseverbote für führende Politiker und das Einfrieren von Vermögen.

"Zeit ist für uns gekommen, uns zu rächen"

"Die Zeit ist für uns gekommen, uns zu rächen", sagte Mugabe. Ein sinnvoller Weg sei eine Nationalisierung der Wirtschaft. Laut dem bereits 2008 verabschiedeten, aber nie umgesetzten Gesetz einer "Indigenisierung" sollen alle Firmen im Land zumindest zu 51 Prozent schwarzen Simbabwern gehören.

Solange die Sanktionen nicht zurück genommen würden, müsste Simbabwe dieses Gesetz anwenden, betonte Mugabe. Es sei nicht einzusehen, warum 400 britische Firmen im Land profitable Geschäfte betrieben, sagte der 86 Jahre alte Präsident, der sein Land seit 1980 mit harter Hand regiert.

Zwei der rund zwölf Millionen Menschen in Simbabwe sind heute auf internationale Lebensmittelhilfe angewiesen. Hintergrund ist eine 2000 begonnene, brutal durchgesetzte "Landreform", bei der 90 Prozent der weißen Farmer aus Simbabwe, der einstigen Kornkammer Afrikas, vertrieben wurden.

Mugabe warnte vor den 4000 Parteidelegierten das Ausland, sich in die inneren Angelegenheiten Simbabwes und die geplanten Wahlen 2011 einzumischen. Bereits 2008 hätten ausländische Diplomaten vor allem aus den USA massiv den Wahlausgang zu beeinflussen gesucht. Wenn das noch einmal geschehe, würde "jeder Botschafter rausgeschmissen", sagte der Präsident. Seit dem 11. Februar 2009 gibt es - nach blutigen Unruhen und wegen internationalen Drucks - eine Regierung der nationalen Einheit, in der der stärkste Konkurrent Mugabes, Morgan Tsvangirai, Ministerpräsident ist. (APA/dpa)

seth666
 
01
21.8.2011, 09:26
Welche Karikatur (siehe Bild)

eines einstmals grossen Mannes^^

rubbberduck
01
18.12.2010, 14:54

wie will er sich rächen, sein land ist unwichtig, sie haben nichts mehr. vielleicht mit einer tv sendung wie alo presidente.

Nick Tameer
04
18.12.2010, 07:37

Was trägt Mugabe denn da für eine lustige, Thomas-Gottschalk-kompatible Jacke? Ich glaube, das ist eine richtige Spaß-Diktatur da unten.

Kowosch
 
03
18.12.2010, 04:01

Ja, alles böse kommt von außen. Das immergleiche, allerorten beliebte Spiel. Manches mag ja stimmen, und dennoch:

"Die Menschenrechtslage verschlechterte sich im Jahr 2008 drastisch. Nach den Wahlen im März wurde das Land von Menschenrechtsverletzungen ungekannten Ausmaßes erschüttert, die von staatlicher Seite unterstützt oder geduldet wurden. Die Täter waren zumeist Angehörige der Sicherheitskräfte, Kriegsveteranen oder Anhänger der Afrikanischen Nationalunion von Simbabwe (Zimbabwe African National Union - Patriotic Front - ZANU-PF). ..."

http://www.amnesty.de/laenderbe... t/simbabwe

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