Fachhochschule

Die Zukunft der Masterabsolventen

17. Dezember 2010, 17:10

40 Bachelor- und Masterstudiengänge bietet allein die FH Campus Wien an - Das Aus- und Weiterbildungsangebot ist vielfältig - Doch wie steht es um die Zukunftschancen der Masterabsolventen?

Das Bologna-System ist relativ jung. Deshalb war es bisher nicht leicht, Prognosen über die Chancen der Absolventen am Arbeitsmarkt zu treffen. Die Studien an den Fachhochschulen unterscheiden sich von den universitären Studien vor allem durch den starken Praxisbezug. "Speziell im Technik- und IT-Bereich gibt es eine große Nachfrage an qualifizierten Fachkräften mit akademischem Abschluss", sagt Horst Bratfisch, Bereichsleiter IT-Infrastructure der Raiffeisen Informatik. "Die Erfahrung zeigt, dass die Kombination aus wissenschaftlicher, betriebswirtschaftlicher und praktischer Kompetenz einen hohen Stellenwert in der Wirtschaft hat. Die Zukunftsperspektiven für FH-Studierende sind exzellent."

Eine immer größer werdende Nachfrage nach kompetenten Absolventen im Sozialbereich spürt auch Heinz Wilfling, Masterstudiengangsleiter für Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit: "Interdisziplinäres Know-how und wirtschaftliche Kernkompetenzen sind gerade im Sozialbereich von immer größer werdender Bedeutung." Aufgrund ihrer Ausbildung hätten die Studierenden nach dem Master-Abschluss ohne Zweifel die Befähigung, Führungsverantwortung zu übernehmen, so der Experte: "Unsere Leute verfügen über viel praktisches Wissen, gleichzeitig können sie Projekte leiten und Organisationsabläufe optimieren." Eine Kombination, die in Zeiten von Sparmaßnahmen und Budgetkürzungen Arbeitgebern als besonders wertvoll erscheint.

Der vielgepriesene Mix aus Praxis und Theorie ergibt sich nicht nur aus den Curricula der einzelnen Studienrichtungen, sondern auch aus der Zusammensetzung des Lehrpersonals. "Ein Elfenbeinturmdasein der Theoretiker gibt es an der FH nicht. Wir alle stellen uns dem Diskurs mit jenen, die im Berufsleben stehen. Der Praxischeck findet schon während des Studiums statt", sagt Andreas Zembaty. Er hat Einblick in beide Welten, denn er ist einerseits Lehrbeauftragter am FH Campus Wien und gleichzeitig als diplomierter Sozialarbeiter beim Verein Neustart tätig. Was ihm an den Master-Studenten besonders auffällt, ist die klare Vorstellung vom eigenen Berufsziel: "Das Bachelor-Studium ist für die meisten eine Phase der Orientierung. Master-Absolventen hingegen wissen schon, dass sie Führungsverantwortung übernehmen wollen."

Im Personalmanagement des öffentlichen Dienstes freut man sich über die vielseitige Ausbildung im Bereich Public Management. Die ersten Absolventen des Bakkalaureatsstudiums haben bereits spondiert. Allerdings sind sie verärgert.

Der Bachelor wird nämlich vom öffentlichen Dienst nicht als akademischer Abschluss anerkannt. Diese Entscheidung hat Folgen, denn Nichtakademiker werden in eine niedrigere Besoldungsstufe eingeteilt als Akademiker und haben einen anderen Karriereverlauf vor sich.

All jene, die sich für ein fortführendes Masterstudium entscheiden, braucht die Debatte nicht zu kümmern, ihre Chancen im öffentlichen Dienst sind gut: "Neben Juristen und Ökonomen werden die Absolventen des FH-Studienganges Public Management eine besonders wertvolle Ergänzung unseres Mitarbeiterpools sein", betont Angelika Flatz, Leitung der Sektion öffentlicher Dienst und Verwaltungsreform im Bundeskanzleramt. Auf die ersten Public-Management-MasterabsolventInnen der FH Campus Wien muss man noch warten. Der Studiengang startet erstmals im Herbst 2011.

(Judith Hecht, DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.12.2010)

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frunzi002
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HAHA: SCHTANDORTE!!

skyrock
10
23.3.2011, 08:07
der ersessene Abschluss

wer das nötige Sitzfleisch hat neben seiner Berufsausübung noch eine FH zu besuchen wird den Abschluss dort mit hoher Wahrscheinlichkeit schaffen. Die Qualitätskriterien zwischen FH und Uniabschlüssen lassen sich an den Abbruchsraten direkt messen.

normal oder?
00
26.4.2011, 19:47

...fakten bitte...

sou cou
00
11.4.2011, 13:26
hallo?!

sitzfleisch brauchst du für JEDES studium. und zwar mehr als alles andere. egal ob jetzt an der uni / fh oder zuhause..

defaultuser
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Als wir mit unserem berufsbegleitenden FH-Studiengang begannen waren wir 45 Studenten. Nach 3 Semestern waren es 20, mit ein paar Quereinsteigern kamen wir bis im 8.Semester auf 25 Absolventen. Weniger als die Hälfte der Erstsemestrigen hat bis zum Schluss "überlebt". Ich würden das von Ihnen erwähnte Sitzfleisch eher als Qualitätsmerkmal eines Studenten ansehen welches vor allem bei berufsbegleitenden Studien erforderlich ist. Die Abbruchraten auf der Uni welche von Ihnen als Qualitätskriterium dargestellt werden würde ich zum Teil als Mangel der Qualität der Lehre und der Didaktik ansehen, eine Auszeichnung für den Lehrbetrieb sind diese sicher nicht. Messen können sie damit praktisch gar nichts vor allem keine Qualität.

Gerhard Hofegger
11

Ganz egal was und ob sie Studieren die wirklich gut bezahlten Jobs bekommen nur privilegierte. Ganz egal ob sie Qualifiziert sind oder nicht. Erfahrungswerte. Und es wird immer schlimmer mit Korruption und Freunderlwirtschaft.

RS69
 
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Machen Sie sich selbstständig bzw gründen Sie ein Unternehmen - Dann liegt Ihr Können auf der Waagschale.

Klar - mit Leuten a la Strasser kommen sie nicht in die selbe Kategorie - wenn Sie sehr gut sind, sind aber trotzdem sehr gute Einkommen möglich.

hsl
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Gewagte These

Das Gegenteil könnte wahr sein: Durch den selektiven Aufnahmeprozess an den Fhs wird die drop-out rate an den Fhs gesenkt. Die Uni muss alle formal Qualifizierten zulassen! Schon mal darüber nachgedacht?

skyrock
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Mit der Logik scheinen Sie es ja nicht so zu haben

wenn die Uni höhere Abbruchraten aufweist wird sie nicht zugesperrt, was man von Privatunis, FH´s ect nicht behaupten kann.

Schon mal darüber nachgedacht?

normal oder?
00
26.4.2011, 19:50

...wer sagt, dass eine uni nicht zugesperrt wird wenn sie nicht genügend studenten hat?

viktorvonhase
00

Nunja das wäre dann eine Frage der Effizienz. Aber prinzipiell hat eine Universität nicht ausschließlich einen Lehrauftrag.

ride my pimp
16
20.12.2010, 09:13
Modern Times

ganz einfach:
der Bacc. wird - gerade im staatsdienst nicht einmal anerkannt und wenn man mit dieser krankheit des Namens (Heinz Müller bacc. --> Ausheilen mit Antibiotika - oder einen passionierten Weintrinker - Bacchus) etwas reißen will, hat man sich geschnitten.
Der Master befähigt zu einem unbezahlten Langzeit-Praktikum in einem internationalen Konzern, damit man dann - mit Anfang dreißig - sagen kann: ich war bei Porsche, bei der Bild-Zeitung, bei der ÖMV (Kampfkopierer bitte tunlichst verschweigen)

[Cotton]
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Master-Absolventen sind gern gesehen. Auch mit dem Bachelor hat man durchaus gute Berufschancen, es kommt auf das Studium an.

Den Magister wird man bald aus dem Fenster kübeln können, weil der Titel vom Markt verdrängt wird.

RS69
 
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Wie kommen's auf die Idee?

[Cotton]
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10.4.2011, 11:49

Weil in Zukunft alle mit Bachelor & Master abschließen. Vom Magister redet ja keiner mehr.

Außerdem sind viele Magister-Studien mit 8 Semestern Mindeststudienzeit angegeben, während es jetzt mit Bachelor & Master insgesamt mind. 10 Semester sind, in denen man mehr lernt als im ehemaligen Magister-Studium. Von dem her sind Master-Absolventen insgesamt besser qualifiziert.

RS69
 
00
10.4.2011, 13:19

Die meisten technischen und naturwissenschaftlichen Studien waren immer schon 10 Semester.

--

Und all die Diplomkaufmänner der WU hatten auch Probleme, obwohl sie keine Magister sind.

ännie
 
00
12.1.2011, 08:51
??

... das ist aber ein blödsinn, ich hab nicht mal mitn BA ein unbezahltes praktikum machen müssen...naja das muss wohl an österreich liegen?!

jippie1
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Heutzutage spricht man aber auch keinen mehr mit Titel an - nur mehr die Beamten, die ja so stolz drauf sind.

Ich würd mich ärgern, wenn mich wer mit Herr Magister anspricht. Ist ja nicht mein Nachname.

Außerdem: Was man gelernt hat und was man kann - das zählt. Und nicht welcher Titel dafür vergeben wurde.

Chemist88
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12.6.2011, 12:59
also

der Doktor und der DI sind definitiv in Österreich noch etwas, mit dem man auch angesprochen wird.

kleiner Schelm
11
21.12.2010, 10:07
Na super ...

- Der Bakk wird vom Staat nicht als Akad. Abschluss anerkannt.
- Und der FH-Master von Unis nicht als Zugangsvoraussetzung zur Promotion.

Da war mir das Diplom aber lieber ;-)

[Cotton]
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Natürlich kann man nach einem FH-Master an der Uni ein Doktoratsstudium machen. Ich weiß das von vielen Studienrichtungen, dass das auf jeden Fall geht.

prado
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ohne Zusatzprüfungen?

bitee zählen Sie mir diese Qualitätsanstalten auf

kleiner Schelm
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Ja, aber ...

man muss nochmal die Prüfungs-Highlights von der Uni nachholen. Da hierzu oft auch die (mathematischen) Grundlagen fehlen, ist der Weg von der FH zu Promotion zwar nicht unmöglich, aber halt ineffizient.

Besser gleich den Master an der Uni machen, da ist Lehre und Betreuung im Masterbereich deutlich besser was Qualität und Tiefe betrifft, als an FHs.

Der Tod
00
10.1.2011, 08:18

holen Sie die 140 oder so ECTS Punkte nach und sie können an der UNI promovieren.

Das es nicht anerkannt wird stimmt so nicht.
Das es Ihnen die UNI nicht leicht machen wird, da bin ich sicher.

Chemist88
00
12.6.2011, 13:01
30!

30 muss man höchstens nachhholen soweit ich weiß. Fand ich bei meiner Mathe Prüfung recht witzig, als ein Doktorant neben mir stand:-D

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