Vier Fundamente für Führungskräfte

17. Dezember 2010, 17:00

Würden Sie Ihren Beruf als "sinnvolle Tätigkeit" bezeichnen? Oder besteht Ihr Job aus Entscheidungen und Aktivitäten, hinter denen Sie eigentlich nicht stehen? Opfer widriger Umstände? Funktionieren statt Handeln?

Genau hier beginnt die Verantwortung von Führungskräften: Nicht alle Dinge als gegeben zu nehmen, sondern Verantwortung zu übernehmen für den Spielraum eigener Entscheidungen und sich zu fragen: Was sind meine Aufgaben? Wo bin ich wirklich gefragt? Wofür bin ich selbst verantwortlich? Betrachtet man Führung aus dieser Sicht, so ergeben sich vier grundlegende Herausforderungen für sinnvolle Führung, entsprechend der Struktur der Existenzanalyse:

  • Akzeptieren, was ist:

Viele Probleme entstehen dadurch, dass man zu spät hinschaut, was "Sache" ist: Um sich oder andere zu schonen, schwindeln wir uns an der Realität vorbei, reden Missstände und Fehler schön, wollen geänderte Rahmenbedingungen und notwendigen Veränderungsbedarf nicht wahrhaben. Wer Führungs-Sinn hat, stellt sich der Realität.

  • Das Wertvolle leben:

Was mich berührt, was mir nahegeht, was mich bewegt - das ist das Wertvolle, für das ich mich einsetzen mag. An solchen Dingen hängt mein Herz. Es ist zwar emotional - aber ich muss mir gestehen, es ist mir wichtig. Und ich habe die Möglichkeit, dass ich das, was mir wertvoll ist, verfolgen kann. Ich arbeite nicht um des Erfolges willen, sondern weil ich eine Idee, eine Vision, die mich "gepackt" hat, umsetzen will. Selbst wenn ich scheitere, war mein Einsatz nicht sinnlos. Denn die Sache war gut.

  • Sich und andere wertschätzen:

Wertschätzung erfordert zuerst Beachtung und Kontakt mit dem anderen, mit sich selbst. Erst im Hinsehen auf den Mitarbeiter kann ich Qualitäten (an-)erkennen. Dabei geht es nicht um eine "Soft-Variante des Führens", in der nur gelobt wird: In einer guten Beziehung kann und soll man auch eine kritische Position einnehmen und offen Stellung beziehen, wenn man etwas nicht für gut hält. Auch das ist wertschätzende Beziehungspflege.

  • Orientierung geben:

"Wozu soll das Ganze gut sein?" ist eine häufige Frage, wenn etwas geändert werden soll. Man will persönlich etwas damit anfangen können. Sachliche Argumente und unternehmerische Ziele reichen da nicht. Es braucht ein sichtbares Wofür, eine Ausrichtung auf eine Zukunft, einen Sinn. Leadership ist eine höchstpersönliche Angelegenheit - fernab von allgemeingültigen Rezepten über "richtiges Management":

Als Führungskraft ist man gefordert ...

... Verantwortung zu übernehmen, sich nicht auf "äußere Umstände" auszureden;

... in eine kritische Selbstreflexion zu gehen, ob das, was man tut, "stimmig" ist;

... mutig Konsequenzen aus seiner Wahrnehmung zu ziehen;

... achtsam mit sich und seinen Mitarbeitern umzugehen;

... sich seiner Werte bewusst zu sein und danach zu handeln.

Kein leichter Weg, aber ein sinnvoller. (Marianne Grobner*, DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.12.2010)

Zur Autorin

*Marianne Grobner ist Geschäftsführerin des Managementcenter Vorarlberg (MCV).

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12 Postings
Es gibt zu viele Klugheiten, es fehlt aber die Umsetzung.

Was machen die UnternehmensberaterInnen?
Sind die UnternehmensberaterInnen inkompetent?

Leadership:
10 Jahre Management - hunderte Mitarbeiter entlassen, Arbeit ins ausland ausgelagert (grundlos), trotz schlechter Bilanzen immer Bonus kassiert.

Leistungsträger, Management, Führungskraft...... alles blabla die haben nix im hirn

Es braucht halt einen assozialen ganz oben der die Kohle in seine Tasche verschiebt

1.) Gier, 2.) Machtbesessenheit, 3.) Asozialität, 4.) narzisstische Persönlichkeitsstörung.

man sieht, sie haben keien führungsposition inne. warum wohl?

Zu Ihrem Kommentar

Ich führe sehr wohl selbst ein Unternehmen und habe seit Jahren eine Führungsposition. Ich bemühe mich auch, das, was ich schreibe selbst zu leben:-)

Rennt mit 19 sicher den ganzen Tag im Anzug herum

Und sie werden die Wahrheit nie begreifen

und Sie leben im Jahr 2000?

...oder haben in Mathe in der Volksschule nicht richtig aufgepasst ;-)

Ihr Kommentar

Kann leider mit Ihrem Kommentar nichts anfangen...glaube aber auch, dass Sie meinen Führungsansatz auch nicht verstanden haben.

war auch gar nicht auf sie bezogen, oder? So viel Führungskraft, dass Sie sich immer gleich angesprochen fühlen? ;-)

Es war für "mr.kawumman" der jemanden der im Jahre 1981 geboren wurde als 19 Jährigen bezeichnet. Fullstop.

bitte an das land oö weiterleiten, dort sitzen verantwortungslose objektive graue devote nicht führungskräfte

und dafür kriegt man dann einen "verwaltungspreis"

Nur weiter so Fragen stellen....

.....meist heißt es dann: Und tschüß!

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