Passage Hauptbahnhof ist eröffnet

17. Dezember 2010, 11:42
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    foto: wiener linien

    Die unterirdische Passage Hauptbahnhof ist eröffnet und zur Benützung freigegeben.

Sie verbindet die U1-Station Südtiroler Platz mit den Bim-Linien O und 18, mit Bussen und S-Bahn - mit Video

Seit 17. Dezember ist die unterirdische Passage Hauptbahnhof eröffnet und zur Benützung freigegeben. Vorläufig verbindet die neue Passage unter dem Wiedner Gürtel die U1-Station Südtiroler Platz mit den Straßenbahnlinien O und 18, mit mehreren Busverbindungen sowie mit derzeit neun S-Bahnlinien der ÖBB.

Mit Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes im Dezember 2014 stellt dieser barrierefreie Durchgang eine Direktverbindung und die witterungsgeschützte Anbindung des Bahnhofgebäudes an die U-Bahn (Linie U1/Station Südtiroler Platz - künftig Station Hauptbahnhof) dar. Die reine Gehzeit vom Aufgang der U1-Station durch die Passage beträgt  rund eine Minute.

Da der neue Hauptbahnhof vom Standort des ehemaligen Südbahnhofes zum Südtiroler Platz rückt, sorgt die Passage für Umsteigemöglichkeiten zur U-Bahn, insgesamt elf S-Bahnlinien sowie mehreren städtischen Straßenbahn- und Autobuslinien für Pendler und Fernreisende.

Nächste Baustufe zur Fertigstellung

Die Bauarbeiten im Bereich der Passage Hauptbahnhof sind mit der Freigabe für die Fahrgäste noch nicht abgeschlossen. Die Eröffnung der Passage ist Voraussetzung für den bevorstehenden Beginn der letzten Bauphase. Diese sieht die Schließung des alten Verbindungsganges zwischen U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn vor. In diesem Bereich entstehen technische Betriebsanlagen, die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der neuen Passage mit Geschäften und einer Infostelle der Wiener Linien sind. Ende 2012 werden die Bauarbeiten endgültig finalisiert sein.

Begonnen haben die Arbeiten am gesamten Verkehrsbauwerk Südtiroler Platz im Sommer 2007. Der Errichtung der neuen Verbindungspassage vorausgegangen ist die Modernisierung der S-Bahnstation Südtiroler Platz. Nach dem Tausch der gesamten Tunneldecke über den S-Bahngleisen, wurden die Bahnsteige auf 55 Zentimeter erhöht und auf 215 Meter verlängert. Seither ist ein barrierefreies Ein- und Aussteigen in Niederflurtriebwagen für die Fahrgäste möglich.

Weiters wurden neue Aufgänge Richtung Argentinierstraße und zwei neue Stiegenaufgänge und ein Doppellift direkt zum Südtiroler Platz zu den Haltestellen der Straßenbahnlinie O und dem Autobus 69A errichtet.

Unterhalb des Gürtels

Die Passage verläuft in 12 Metern Tiefe unterhalb des Gürtels sowie unterhalb der Straßenbahn- und Schnellbahnverbindungen. Mehrere Lifte und Fahrtreppen ermöglichen den Zugang zu Straßenbahn, S-Bahnen sowie an die Oberfläche zu mehreren städtischen und regionalen Autobuslinien. Die neue Passage endet derzeit an einer provisorischen Wand. Unmittelbar dahinter entsteht bis Ende 2014 der Aufgang zum neuen Hauptbahnhof.

Anbindung an die City

Mit der U1 ist man in fünf Minuten am Stephansplatz, in 12 Minuten bei der UNO-City. Weiters verkehren am Hauptbahnhof die Buslinien 13A und 69A sowie die Straßenbahnlinien O und 18. Außerdem wird die Straßenbahnlinie D in das Stadtviertel am neuen Hauptbahnhof verlängert.

Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Meidling und Floridsdorf stellt neben der U1 die zweite Verkehrsanbindung des Hauptbahnhofes dar. Rund 700 Züge werden hier auf dem am meisten befahrenen Gleisabschnitt in ganz Österreich täglich verkehren.

Die U1-Station Südtiroler Platz wird mit Teilinbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes Wien im Dezember 2012 in "Hauptbahnhof" umbenannt. Auch die S-Bahn-Station Südtiroler Platz wird dann "Wien Hauptbahnhof" heißen. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 227
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podersdorf1
06
29.7.2011, 17:22
Die Hauptbahnhof Passage ist sehr schön geworden

Ich hab mir die Passage angeschaut.
Mir gefällt Sie sehr gut.
Man ist wirklich sehr schnell bei der U1.
Bin schon gespannt auf den 2. Teil der Verbindungspassage die ab 2014 direkt in den Hauptbahnhof Wien führen wird.
Außerdem ist die neue Passage sehr hell, kein Vergleich mit der alten Passage.

SiSe
01
22.7.2011, 00:35

Dieses Video existiert nicht.

Brenna tuats guat
11
23.3.2012, 11:56

Die Passage auch nicht

emga86
00
21.7.2011, 22:23

Die planer und dipl-ing's die den neuen Hauptbahnhof geplant haben, werden sich schon etwas dabei gedacht haben, das er so da stehn wird wie er da stehn wird.

Also bitte, jeder sollte bei den dingen bleiben von denen er od sie etwas versteht!

und zu tramway.at: wenn man ihn parallel zum gürtel gesetzt hätte, dann hät ma die kurven ned gmacht zur ostbahn (geht si ned aus mit sovü gleise und bahnsteige) und den verkehr des 4. bez umzulenken nur wegen eines bahnhofes, is a ned grad des klügste....

SiSe
00
22.7.2011, 00:37

Das große Problem vom Hauptbahnhof ist meiner Meinung, dass keiner der beiden Bezirke in wirklich dort haben will. Daher steht er im Niemandsland und hat weder eine gescheite Anbindung (und ich mein jetzt NICHT die U-Bahn) in den 4ten noch in den 10ten, geschweige vom 3ten...

Auch müsste man sich etwas mit dem Gürtel überlegen, damit der HBF ein gscheites "Entree" bekommt.

edi cool
00
22.12.2010, 13:58

Wenn der Südtiroler Platz in Hauptbahnhof umbenannt wird, wie heisst dann die Station Südbahnhof?

Stephan W.
00
29.12.2010, 11:07

Schweizergarten, Prinz-Eugen-Straße, Arsenalstraße, Belvedere, ... eine passenden Namen zu finden dürfte nicht weiter schwierig sein.

Josef III von Vulgarien
01
30.12.2010, 15:44

ich würde einmal davon ausgehen, daß diese Station - nach Fertigstellung - aufgelassen werden wird!

Stephan W.
02
30.12.2010, 20:15

Unwahrscheinlich, schließlich kommen da riesige Bürobauten hin (die, die einstmals mit dem unsäglichen Cable-Liner erschlossen werden sollten), da wird man nicht die bestehende Station abreißen.

Nach den ursprünglichen Plänen sollte die S-Bahn-Haltestelle etwas weiter in den Schweizergarten gerückt werden um auch das "Eurogate"-Areal am besser anzubinden (dass es dort bereits eine nagelneue S7-Station gibt bzw. dass man da auch einfach den 18er etwas umlegen könnte, daran hat natürlich wider keiner gedacht).

In guter österreichischer Tradition - Provisorien halten am längsten - gehe ich also mal davon aus, dass man aus den provisorischen Abgängen einfach eine Dauereinrichtung macht.

immer schön freundlich
155
20.12.2010, 23:06

passage nennt man das also, wenn man so weit hatschen muss.

die "passage" wird sich über die rufschädigung nicht groß freuen.

F.B.R.
01
21.7.2011, 16:50
Gehen Sie mal

mit 2 Koffern und 2 Kindern durch die "eh kurze" Passage. Und denken Sie dabei daran, dass alle anderen Bahnhofsneubauten der Welt direkte Lifte von der U-Bahn hinauf in den Bahnhof haben .... viel Spaß.

mens sana in corpore sano
12
1 minute gehzeit. weit hatschen. alles ist relativ.

ad vocem
27
20.12.2010, 19:01
Sehr lustig, die ewigen Nörgler ...

TRex30M
04
20.12.2010, 11:24

Hab sie mir gestern angeschaut.
Schön ist sie geworden, die neue Passage.
Allerdings könnte man die Beleuchtung, im alten Teil, der neuen Beleuchtung anpassen.
Wirkt richtig düster bei den U1-Abgängen.

Proconsul
02
22.12.2010, 01:49

Simmt, die Abgänge zur U1 sind schon recht düster, da hängen ein paar Leuchtstoffröhren in den Lamellen, wird hoffentlich noch nachgebessert - einer Weltstadt würdig! ;))

RebelAngel
 
31
21.12.2010, 09:50
jaja...

der Event-Aufenthalt in den "Öffis"...für viele "Freunde des öffentlichen Verkehrs" ein Anlass, sich von der Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel zu überzeugen, mit denen die anderen fahren sollen, die sich aber ja nicht erdreisten sollen, darüber zu meckern!

www.tramway.at
23
19.12.2010, 23:28
Was ja unverständlich ist...

...mal abgesehen von der Passagengestaltung: Der Grund für die Lage des neuen Hauptbahnhofes diagonal zwischen den alten Kopfbahnhöfen war ja das superduper Nahverkehrsgeschoß genau drunter. Leider ist das aber verschwunden. Die alte Schnellbahnstation Südtiroler Platz hat man stattdessen neu gebaut, aber gleich dimensioniert - warum nicht auf 4 Gleise erweitert? Und wenn das sinnvolle Nahverkehrsgeschoß eingespart wurde - warum ist der Hauptbahnhof dann dort geblieben, anstatt in die Achse Favoritenstraße, parallel zum Gürtel zu wandern? Das ist typisch österreichischer Pfusch. Man vergleiche mal nur die großzügigen Dimensionen bei einer ähnlichen Situation: http://www.viennaslide.com/p/0530-pa... genta.html !

der_kleine_pariser
 
00
21.12.2010, 20:58

und ich frag' nocheinmal was an diesem Monsterstiegenhaus so besonders sein soll.

http://www.pixagogo.com/Photos/Al... UJUPVhvDek

offensichtlich war dieser prestigebau so teuer, dass es dann für einen enfachen Fussgehersteg über die Nord-enden der Bahnsteige der Gare de l'est samt Abgängen nicht emhr gereicht hat.

Das ist halt zu billig, zu trivial und um Gottes Willen! praktisch wär's auch noch, sich von Gare du Nord, RER B, D, E zu den Zügen an der Gare de l'Est einen km Fussmarsch zu ersparen. den muss man nämlich jetzt erst die ganze Gleislänge runter und dann wieder hinauf, wie einst am Südbahnhof als der Tunnel am Südtiroler Platz noch nicht war.

www.tramway.at
00
22.12.2010, 09:30

ich wollte ursprünglich nur ausdrücken, dass man Passagen auch architektonisch anspruchsvoll gestalten kann (das Pariser Bauwerk schaut schon anders aus als auf dem Meuchelfoto). Was die Wegführungen betrifft - Punkt für Sie, da ist Paris oft etwas verworren.

der_kleine_pariser
 
00
25.12.2010, 23:38

ein bissl verworren ist gut gesagt. der Sch.... ist ganz einfach nicht barrierefrei. selbst die neu gebauten stationen sind, was das anbelangt, ein skandal.

und zur ästhetik : ich bleibe dabei, ist wirklich ein Glück, dass solcher protz-kitsch ist in Österreich und Deutschland seit 1945 verpönt ist. gute Architektur ist jedenfalls etwas anderes.

Das erinnert doch (genauso wie Haussmann-St. Lazare) an Filmkulissen von Brasil oder Metropolis.

Michael Bakunin
04
21.12.2010, 12:49

Warum sollte man den Bahnhof parallel zum Gürtel errichten, wenn die Züge in 2 rechtwinkelig zueiander stehenden Richtungen ankommen und abfahren? Daist die Diagonalrichtung schon eine sinnvolle Planung.

www.tramway.at
20
21.12.2010, 14:17

...weil die Bahnsteige dann gerade wären und auch eine spätere Erweiterung leichter möglich gewesen wäre. Die betriebliche Situation im Bogen ist ungünstig, das östliche Bahnhofsende weitab derzeitiger Bebauung. Die Bahnsteige werden bei der jetzigen Variante sehr schmal.

Michael Bakunin
03
21.12.2010, 20:02

also auf den plänen, die ich kenne, sind die gleise auch gerade - zumindest auf einem großen teil bahnsteiglänge.

mens sana in corpore sano
03
achtung_

sie sprechen mit tramway.at

das ist offensichtlich ein planer iR, der nicht mehr so ernst genommen wird, aber immer schon alles besser wusste. auf den nur niemand gehört hat.

der_kleine_pariser
 
00
21.12.2010, 20:49

Mir geht's nicht anders.

An den Enden sind sie ein wenig abgerundet.

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