EU-Gipfel

Montenegro bekommt offiziell EU-Kandidatenstatus

17. Dezember 2010, 13:11

Entwurf der Gipfelerklärung: Aufruf zu Reformen in mehreren Schlüsselbereichen

Brüssel - Montenegro bekommt vom EU-Gipfel in Brüssel offiziell EU-Kandidatenstatus. Wie es im Entwurf für die Abschlusserklärung vom Freitag heißt, kommt der Gipfel "überein, Montenegro den Status eines Bewerberlands zuzuerkennen".

Bereits am Montag hatten die EU-Außenminister dem Balkanland Fortschritte bei der Erreichung der politischen Kriterien und wirtschaftliche Stabilität attestiert. Sie nannten allerdings auch sieben Bereiche, in denen Montenegro weitere Reformanstrengungen zu leisten habe. Als solche "Schlüsselprioritäten" werden Rechtsstaatlichkeit, Justizreform, eine Wahlrechtsreform, die Rolle des Parlaments, die Reform der öffentlichen Verwaltung, Medienfreiheit, Kooperation mit der Zivilgesellschaft, der Umgang mit Diskriminierung und vertriebenen Personen, sowie vor allem der Kampf gegen Organisierte Kriminalität und Korruption genannt.

Sobald die EU-Kommission ausreichend Fortschritte in diesen Bereichen festgestellt hat, wollen die EU-Außenminister über die Aufnahme konkreter EU-Beitrittsverhandlungen entscheiden. Die EU-Kommission wurde von den Außenministern insbesondere aufgefordert, diese Fragen im Rahmen ihres nächsten Fortschrittsberichtes, der im Herbst 2011 erscheint, für die EU-Beitrittskandidaten zu prüfen.

Faymann beharrt auf Korruptionsbekämpfung

Bundeskanzler Werner Faymann betonte die Notwendigkeit von Korruptionsbekämpfung und der Zusammenarbeit von Justizbehörden bei EU-Erweiterungskandidaten. "Ich erwarte mir harte Fragen und klare Antworten zum Thema Korruptionsbekämpfung", sagte Faymann am Freitag nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel.

Österreich habe einen EU-Beitritt Kroatiens immer unterstützt, sagte Faymann. Aber "auch bei Kroatien ist die Frage der Rechtsstaatlichkeit eine entscheidende Frage". Wenn ein Land Korruption bekämpfe, sei dies auch ein Beleg, dass die Justiz funktioniere. Faymann wollte sich aber nicht zu konkreten Fällen wie der Verhaftung des kroatischen Ex-Premiers Ivo Sanader äußern. "Ich werde mich nicht zum Richter machen", sagte der Kanzler.

Die Zuerkennung des Kandidatenstatus sagt nichts über die Geschwindigkeit des Beitrittsprozesses und seine Erfolgsaussichten aus. So ist Mazedonien bereits seit Ende 2005 EU-Beitrittskandidat, muss aber wegen des Namensstreits mit Griechenland auf den offiziellen Beginn von Verhandlungen warten. Mit der Türkei nahm die Europäische Union im Jahr 2005 Beitrittsgespräche auf, sechs Jahre nach der Zuerkennung des Kandidatenstatus.

Bisher hatten Kroatien, Mazedonien, Island und die Türkei offiziellen EU-Kandidatenstatus. Montenegro, das sich 2006 nach einem Referendum von einem Staatenbund mit Serbien für unabhängig erklärt hatte, hat 2008 offiziell einen Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt. Über die Empfehlung der EU-Kommission müssen die EU-Staaten einstimmig entscheiden. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 46
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dolly
01
10.6.2011, 16:13
durch die partei und freunderlwirtschaft,lebt sich leichter!

waas? was erwartet sich der bk faymann? eine KORRUPTIONS BEKAEMPFUNG? und auf HARTE FRAGEN KLARE ANTWORTEN?? es waere nicht schlecht, wenn er das in österreich durchführen würde! und herr faymann, KORRUPTION gibt es in österreich z.genüge! da fangen sie an! wir würden uns wünschen, dass sie auch auf unsere harten fragen, anstaendige antworten von sich geben und nicht nur auswendig gelernte partei -sprüche!!! sie sind der schleteste,unfähigste, und feigste,bk seit sehr lange zeit! QUO VADIS ÖSTERREICH?

NANANANANANANANA BATMAN
00
10.1.2011, 09:12

nur die in der währungsunion gehören zur echten EU, der rest sind schergen...

fmi
00
Die Leser kennen auch nicht alles aber..

Ich würde mir in Brüssel und Strasbourg einen IQ ungefähr so hoch wie der der Leser hier, da würde einiges besser gehen. Das unterschreibe ich vor Herr Karas, der bekanntlich viele Leserbriefe anschaut.

partysan
00
aber Montenegro hat bereits den Euro

zwar einseitig eingeführt aber trotzdem... ps. keine Ahnung wie das geht...

Ž. Ristic
00
10.6.2011, 15:43

Einfach mal den Joschka Fischer fragen, der hat den Euro seinerzeit installieren lassen.

H.Löffler
00
16.6.2011, 16:57
Die D-Mark war auch schon da

In Montenegro hat der Euro die D-Mark abgelößt. Für Dinar kann man schon lange nichts mehr kaufen.

d87
02
21.12.2010, 23:41
Früher oder später wird es in Europa wieder einen Bürgerkrieg geben.

Und die Europäer haben sich das redlich verdient mit ihrer Zwangsunion unter Ungleichen.

Alfred Fux
00
29.12.2010, 02:10
Da kann ich Dir nur voll zustimmen

niemand wird gefragt. Die Banker brauchen einen offenen Raum ohne "regulierende, bürokratische" Hindernisse um die Kohlen ohne Valutadifferenzen herumzuschieben. All das was heute in der EU passiert haben wir den großen Steuerhinterziehern zu verdanken. Siemens hat Österreich mit Hilfe der EU 780 mio. EUR Gewinnsteuer gestohlen. Rechnet man alle Firmen in Österreich zusammen kommt man sicher auf ein Dutzend mia. EUR, die "Steuerschonend" nach Amsterdam verbracht worden sind. Alles legalisiert. Ach, wie lauschig es die Konzerne in "unserer" EU haben. Und Montenegro wird auch bezahlen.

Petar K
00
18.12.2010, 02:50
Harte Frage. Klare Antwort.

Welche Adressen gibt es in der Dominikanerbastei in Wien ? Wieso war Clinton in der Dominikanerbastei zu einem Privatbesuch ?
Klare Antwort: Organisierte Kriminalität in Montenegro.

diamant
52
17.12.2010, 20:23
Das Forum zeigt wieder mal welch gebildetes, grossmuetiges und vornehmes Volk die Oesterreicher sind.....

na_derdingseben
02
17.12.2010, 23:20
Es geht i.d.F. um die EU

und die EU sollte zwar human sein, aber als hauptsächliche Politik "Bussi Bussi - immer lieb zu allem" zu akzeptieren ist einfach nicht möglich. Man muss auch bei den Dingen bleiben die leistbar und realistisch sind.

na_derdingseben
05
17.12.2010, 19:29
Toll!

Noch ein wirtschaftlich instabiles Land! Noch ein Kandidat bei dem es egal ist ob er sich - genauso wie Österreich - einer gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzpolitik verweigert!

Niemand sollte mehr aufgenommen werden solange es keine einheitliche Wirtschafts- und Steuerpolitik in der EU gibt. Und selbst die Mitgliedsländer die sich weigern mizumachen sollte man rauswerfen wenn man wirklich will das der Euro eine stabile Währung bleibt.

H.Löffler
00
16.6.2011, 17:05
EU muss ich fortentwickeln

Sie haben Recht, wenn Sie mehr Harmonisierung im Wirtschafts- und STeuerwesen verlangen. Hier müssen die nationalen Interessen der Mitglieder einfach zurückstehen. Prominente Finanzpolitiker fordern seit der Finanzkrise ein Finanzministerium für die EU. Leider eine kleine Utopie.
28 Länder (inkl. Kroatien) sind verdammt viel, für demokratische Strukturen, die vielleicht für 12 oder 15 ausgelegt sind. Deshalb denke ich, dass nach dem Beitritt Kroatiens erstmal Schluss sein wird.

Z. Ristic
01
18.12.2010, 02:22

Ganz ruhig, Montenegro hat nur ein Drittel der Einwohner Wiens. Und so Pleite wie der EU-Durchschnitt sind die noch lange nicht. Sucht euch mal die richtigen Schuldigen. Wer hat denn nun etliche Billiionen verbrannt und sucht nach einer Anklage gegen Julian Assange?

na_derdingseben
00
17.12.2010, 22:25
Ich finde ganz einfach

ein humanitärer und politisch korrekter Wirtschaftsraum kann man dann sein wenn man sich selbst als Wirtschaftsraum etabliert hat.

Die EU tut gerade alles andere als das. Natürlich MUSS man sich über humanitäre Grundregeln Gedanken machen und man MUSS schwächere schützen, aber diese begrüssenswerten Einstellungen sind alles nichts wert solange man nicht selbst auf einem soliden finanziellen Boden steht.

The European Union is'nt just Austria or whatever Country. We need a common Prime Minister and we need a common Government, able to take Responsibility and Consequences. Wether we forklift the "Union" in "EU" or we accept to individually go down like an old useless shipwreck.

Barbaros1
31
17.12.2010, 19:11
Türkei in die EU,

aber sofort!

Wollt Ihr den totalen Schutzschirm?
13
17.12.2010, 18:00

willkommen im lustigen kartenhaus!

Die Ente Lippens
17
17.12.2010, 17:53
Die Erfolgsgeschichte Rumaenien, Bulgarien, geht weiter

klausenpown
02
17.12.2010, 17:13

"Als solche "Schlüsselprioritäten" werden Rechtsstaatlichkeit, Justizreform, eine Wahlrechtsreform, die Rolle des Parlaments, die Reform der öffentlichen Verwaltung, Medienfreiheit, Kooperation mit der Zivilgesellschaft, der Umgang mit Diskriminierung und vertriebenen Personen, sowie vor allem der Kampf gegen Organisierte Kriminalität und Korruption genannt."

Wär Österreich nicht schon dabei. Nehmen tätens uns nimmer...

Allmächtiger Satan
92
17.12.2010, 15:44

Aus Sicht des geübten Österreichers, hätte die EU-Erweiterung mit Österreich enden sollen, da nicht hinter seinem Horizont etwas sein kann, das nicht sein darf.

Pepi friß weniger
04
17.12.2010, 15:33

negro sagt man nicht

Nicolas Castillo
00
doch ...

wenn man, in einer mir nicht ganz unbekannten Sprache etwas ganz dunkles tituliert kann man das sehr wohl sagen.

bit.ly/3Q3NW
22
17.12.2010, 14:43
schnall ich net

welches land will jetzt oder später noch freiwillig in den europäischen untergang rein?
gut falls in montenegro auch €+$ das sagen haben ist der schutzschirm schon eine verlockende sache.
vor allem für jene die in institutionen ihr werk verrichten, mit selbigen namen wo man meist seinen allerwertesten ausruht.

Schnelle Ben
01
17.12.2010, 13:45
alle die für einen beitritt österreichs zur eu waren...

dachten sich doch nicht wirklich das es über kurz oder lang nicht so käme?!

fahrenheit 451
44
17.12.2010, 12:55
jetzt wirds lustig

montenegro, kosovo, albanien, moldawien. lauter erfolgsprojekte auf dem balkan. schnell alle rein in die eu, ist sowieso schon wurst ob das projekt eu2 früher oder später gestartet wird....

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