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Der Explosion am Golf von Mexiko soll bereits ein Unglück in Aserbaidschan vorausgegangen sein.
Eineinhalb Jahre vor der Katastrophe am Golf von Mexiko, soll, laut US-Depeschen, in Aserbaidschan bereits eine Ölplattform von BP explodiert sein. Die Depeschen veröffentlichte der Internetdienst WikiLeaks. Wie auf guardian.co.uk berichtet, steht in den Depeschen, dass manche BP-Partner des Projekts im Kaspischen Meer aufgebracht waren, weil ihnen BP angeblich Informationen zu dem Unglück vorenthalten hatte. Außerdem soll das Unternehmen Glück gehabt haben, dass alle 212 Arbeiter rechtzeitig evakuiert werden konnten.
Nach dem Unglück seien zwei Gasfelder geschlossen worden und monatelang die Fördermenge um mindestens 500.000 Fässer Rohöl pro Tag eingeschränkt gewesen. Schuld an der Katastrophe wären, laut einer weiteren Depesche aus dem Jahr 2009, "schlechte Betonarbeiten" gewesen. Auch bei der Ölkatastrophe im Golf hatte BP-Chef Tony Hayward das Unternehmen "Halliburton", das für den Beton zuständig war, zum Teil für die Explosion verantwortlich gemacht.
Präsident Aserbaidschans spricht von Diebstahl
Der Guardian zitiert weiter aus den Depschen zum Unglück in Aserbaidschan: "Durch die Explosion in einem Gasborhloch war 'eine große Menge Schlamm' auf die Plattform gelangt - BP wollte diese analysieren, um die Ursache für die Explosion und das Gasleck zu finden." Wenig später allerdings soll der Chef von BP-Aserbaidschan, Bill Schrader, geschrieben haben, dass die Ursache für das Unglück möglicherweise nie herausgefunden werden könnte.
Außerdem gehe aus den Depeschen hervor, dass der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew BP vorgeworfen habe, Öl im Wert von 10 Milliarden Dollar aus seinem Land zu stehlen und "milde Erpressung" anzuwenden, um die Rechte an der Gasförderung im Kaspischen Meer zu behalten. (red)
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