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"Man muss wissen, wo die eigenen Grenzen liegen. Wir stehen so viel auf den Skiern. Wenn es wir nicht wissen, wer dann?

Anna Fenninger mischte in Lake Louise sowohl in Abfahrt als auch Super G ganz vorne mit. (Sie wurde Vierte im Super G bzw. Fünfte und Neunte in der Abfahrt).

In Vancouver 2010 schnupperte die mittlerweile 21-Jährige erstmals Olympialuft und klassierte sich jeweils im Mittelfeld. (16. im Super-G, 16. in der Super-Kombination und 25. in der Abfahrt)
Die österreichische Skirennfahrerin Anna Fenninger geht mit keinen großen Erwartungen in die Rennen, sie möchte sich weiterentwickeln und bis zur Weltmeisterschaft im Februar in Garmisch richtig in Form kommen. Die 21-jährige Allrounderin hat unter Sportlern keine Vorbilder, sie konzentriert sich in erster Linie auf die Speedbewerbe, um wie sie sagt, "etwas Luft zu bekommen". Im Interview mit Thomas Hirner erläutert die Salzburgerin ihre Stärken, sie spricht über Kräfteverschleiß, die oftmals kritisierten Rennlatten, ihre Motocross-Leidenschaft und über ihre bisherige Ausbeute.
***
derStandard.at: Sie haben im ersten Training für die Weltcupabfahrt in Val d'Isere mit 3,73 Sekunden Rückstand auf die Deutsche Riesch den 24. Platz belegt. Sind Sie damit zufrieden?
Anna Fenninger: Ich bin nicht wirklich gut gefahren. Die Sicht war ziemlich schlecht. Ich bin daher auch nicht wirklich am Limit gefahren, sondern habe mir einmal die Strecke genau angeschaut. Zufrieden bin ich damit aber nicht.
derStandard.at: Wie liegt Ihnen die Strecke generell?
Fenninger: Im letzten Jahr hat es mir richtig getaugt. Da habe ich gesehen, dass mir die Strecke liegt und dass ich alles gut umsetzen kann, was ich mir vorgenommen habe.
derStandard.at: Sie haben Anfang Dezember in Lake Louise schon Spitzenplatzierungen eingefahren. (Vierte im Super G bzw. Fünfte und Neunte in der Abfahrt) Was erwarten Sie sich für die weitere WM-Saison?
Fenninger: Ich erhoffe mir den einen oder anderen Topplatz oder auch wieder einmal eine Podiumsplatzierung. Aber erwarten tue ich mir eigentlich nicht wirklich etwas. Ich strebe einfach immer nach oben, möchte mich weiterentwickeln, konstant vorne dabei sein und hoffe, dass ich bis zur WM richtig in Form komme.
derStandard.at: Haben Sie Vorbilder?
Fenninger: Nein, sportlich gesehen nicht wirklich.
derStandard.at: Und abgesehen davon?
Fenninger: Menschlich gesehen meine Mama, weil ich zu ihr ein sehr gutes Verhältnis habe und über alles sprechen kann, egal was es ist. Ihre neutrale Sicht der Dinge hilft mir oft weiter in meinem Leben. Ich bewundere an ihr, wie sie ihr Leben meistert und wie sie mit Schwierigkeiten und großen Hürden umgeht, obwohl sie selbst auch kein leichtes Leben gehabt hat.
derStandard.at: Sie haben bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2006 und 2008 mit insgesamt vier Titeln und einigen Topplatzierungen abgeräumt, wie kaum jemand zuvor. Sie gaben bereits 2006 ihr Debüt im Weltcup, haben bislang aber "nur" einen zweiten Platz beim Super-G in Cortina im Jänner 2009 erreicht. Zufrieden mit der Ausbeute bisher oder hätten Sie sich den Sprung in die Weltspitze einfacher vorgestellt?
Fenninger: Nein, ich habe mir das nie als einfach vorgestellt. Klar, man möchte immer mehr und mehr und ist schwer zufriedenzustellen und von außen schaut es immer leichter aus, als es tatsächlich ist. Aber nachdem die ersten zwei Jahre im Weltcup wirklich sehr schwierig waren, bin ich jetzt doch recht zufrieden. Ich glaub nicht, dass ich schlecht abgeschnitten habe, schließlich bin ich ja doch noch recht jung und bin auch sehr früh in den Weltcup eingestiegen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich mehr daraus machen hätte müssen. Natürlich will man immer mehr, aber man muss auch mal zufrieden sein können, sonst kommt man auch nicht weiter.
derStandard.at: Wie schwierig ist der Sprung vom Europacup- in den Weltcupzirkus?
Fenninger: Der Unterschied ist riesengroß. Die Konkurrenz ist eine ganz andere auch die Strecken und das gesamte Umfeld. Alles ist viel schwieriger, die Spitze ist viel dichter beisammen. Die Leistungen, die erbracht werden, sind um Welten höher zu bewerten, als im Europacup, wo man auch mit 16 Jahren relativ leicht gewinnen kann.
derStandard.at: Laut Wikipedia bringen Sie 64 Kilogramm auf die Wage...
Fenninger: (lacht) Das glaube ich nicht. Ich kann nur für mich sprechen und da kann ich sagen, dass das Gewicht übers Jahr gesehen sehr stark variiert.
derStandard.at: Vergleicht man aber Ihr Gewicht mit den 81 Kilogramm von Riesch oder den 75 Kilogramm Vonns, so scheinen diese zwei Ausnahmeathletinnen - sofern die Angaben halbwegs den Tatsachen entsprechen - vor allem in den schnellen Disziplinen einen Vorteil zu haben. Wie sehen Sie das?
Fenninger: Klar bin ich eine der leichteren Fahrerinnen, aber Skifahren muss man trotzdem können, egal ob man mehr oder weniger auf die Waage bringt. Sicher kann mehr Gewicht ein Vorteil sein, wenn man es einzusetzen versteht, aber ich habe vielleicht andere Stärken, die ich ausspielen kann.
derStandard.at: Welche sind das?
Fenninger: Jetzt wirds schwierig (lacht). Eigentlich weiß ich es nicht. Es ist jetzt nicht so, dass ich eine herausstechende Stärke habe. Ich glaube, ich bin technisch gesehen eine gute Skifahrerin und versuche das auszunützen.
derStandard.at: Sie sind eine Allrounderin. Werden Sie heuer in allen Disziplinen an den Start gehen?
Fenninger: Ich habe vor, die Speedrennen zu fahren und schaue dann, wie es mir ergeht. Vielleicht fahre ich dann auch wieder die technischen. Ich habe Slalom und Riesenslalom bisher ausgelassen, einfach um etwas Luft dazwischen zu kriegen. Klar kann ich es immer noch. Es ist nicht so, dass ich es verlernt hätte. Ich bin im Riesentorlauf heuer besser unterwegs als letztes Jahr. Es ist wohl auch eine Stärke von mir, dass ich in allen Disziplinen gut drauf bin.
derStandard.at: Der Kräfteverschleiß ist groß, wenn man alle Rennen fährt. Wie groß ist er, wenn man nur Abfahrt und Super G im Programm hat?
Fenninger: Das kann ich noch nicht sagen, weil ich bisher alles gefahren bin. Es ist schon so, dass eine Abfahrt sehr viele Kräfte raubt, weil ja auch die Trainings dazugehören und alles immer sehr lang dauert. Wir haben lange Tage, auch die mentale Belastung ist in der Abfahrt sehr groß, weil man immer konzentriert bleiben und auf das eine Mal pro Tag Runterfahren fokussiert sein muss. Da sehr hohe Geschwindigkeiten im Spiel sind, kann es gefährlich werden, wenn man nicht 100-prozentig dabei ist. Die technischen Bewerbe sind hingegen körperlich anstrengender, weil man öfter runterfährt, dafür aber muss man nicht so viel nachdenken und Linie studieren, weil vieles automatisch abläuft.
derStandard.at: Auf Ihrer Homepage gibt es Bilder von Ihnen, wie Sie - sichtlich nicht zum ersten Mal - auf einer Motocross-Maschine durchs Gelände düsen. Machen Sie das aus Spaß, als Ausgleichstraining oder ist es pure Leidenschaft?
Fenninger: Ich habe damit schon mit zwölf Jahren angefangen, ursprünglich als Alternativtrainingsprogramm zum Skifahren. Aktuell ist es zeitmäßig schwierig, jetzt mache ich es, weil es mir Spaß macht. Motocross ist eine Leidenschaft, die ich immer schon mit meinem Papa geteilt habe und auch gemeinsam mit meinen Brüdern ausgeübt habe.
derStandard.at: Die stark taillierten, aggressiven Rennskier sorgen immer wieder für Kritik. Wie sehen Sie das?
Fenninger: Klar ist die körperliche Belastung beim Skirennfahren sehr groß, aber ich denke mir, jeder ist selbst dafür verantwortlich. Man geht immer soweit, wie man glaubt, gehen zu können, aber nicht über das Limit. Man muss wissen, wo die eigenen Grenzen liegen. Wir stehen so viel auf den Skiern. Wenn es wir nicht wissen, wer dann? Jetzt gibt es das Material schon sehr lange und ich denke, mittlerweile haben sich alle daran gewöhnt. Man wächst auch damit mit, man gewöhnt sich an die körperlichen Belastungen, schließlich trainiert man dafür ja auch hart. Ich sehe da kein Problem.
derStandard.at: Ihre Ziele für die Rennen in Val d'Isere?
Fenninger: Ich möchte da weitermachen, wo ich in Lake Louise aufgehört habe. Ich möchte konstant gute Ergebnisse einfahren und mit einem guten Gefühl weiterhin drauf los fahren. (derStandard.at, 16. Dezember 2010)
Anna Fenninger, geboren am 18. Juni 1989 in Salzburg ist eine alpine Allrounderin im ÖSV mit momentanem Schwerpunkt auf die Speedbewerbe. Die vierfache Juniorenweltmeisterin (Super G- und Kombinations-Gold sowie Abfahrtssilber in Quebec 2006, bzw Kombi- und RTL-Gold sowie Super-G-Silber in Formigal 2008) konnte im Weltcup als bisher bestes Ergebnis beim Super G in Cortina 2009 einen zweiten Platz verbuchen.
Link:
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ob blickfang oder nicht. mich nerven die bauerngfr*ser, welche von ende oktober bis anfang märz sämtliche sendeplätze im orf besetzen.
in diesem sport sind schon lange die "servicemänner" das maß aller dinge und nicht die landjugendmarionetten, die auf die bretter gestellt werden. das alles nervt. walchhofers glatze nervt, die immerwährende loyalität zu kaiser schröcksnadel nervt, stundenlange analysen nerven, meisis aussprache nervt, pariaseks augenbraue nervt, der name "romed baummann" nervt, bi-lanzinger nervt, benni u marlies nerven, kitzbühel nervt, das geräusch der slalomstangen nervt, der österreichpatriotismus nervt, usw. der einzige grund sich das alles im tv anzutun ist, sich zu freuen wenn ein jungbauer knapp am podest vorbeirast
Ja, das freut mich aber. Hab ich einfach einmal loswerden müssen damals! Noch Durchhalten bis zum 20.3.2011, wenn die Saison endlich abgeschlossen sein wird und sich Romed, Anna, Liz, etc. wieder auf die Alm vertschüssen. Wenn alles gut geht, wird uns einzig Rainer "biwa kwik" Pariasek presaisonal an den Skiübertragungsirrsinn erinnern, sofern Beni keine verblödeten Uniqaspots mit Teilen der ÖSV Crew mehr dreht. (Zettel überschminkt neben Liz und Marlies auf Beni's Schultern. #FAIL)
Dann verziehen Sie sich am besten in Ihren Gemeindebau und granteln weiter, keiner zwingt Sie zum Anschauen.
Keiner kann was dafür, dass Sie am Schulskikurs stets in der letzten Gruppe dahingrundelten weil sie ein Grobmotoriker und Spasti sind.
Übrigens: Pariasek (Biwa Kwik) nervt tatsächlich.
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