Wo ist man am besten Mutter? In Schweden

7. Mai 2003, 18:11
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Internationale Studie führte Ländervergleich durch: Österreich auf Platz 9, rote Laterne für Niger

Washington- Bei einem jährlichen Ländervergleich der besten Bedingungen für Mütter liegen die skandinavischen Länder vorne. In Schweden, Dänemark und Norwegen wurde das beste Umfeld für Mütter geschaffen, geht aus einer Studie der Organisation "Save the Children" hervor. Österreich findet sich unter den Top-Ten: Es teilt sich Rang Neun mit Großbritannien. Die USA nehmen den elften Platz ein.

Schlusslichter in der 117 Staaten erfassenden Studie sind die ärmsten Gebiete in Afrika. Den 117. Platz nimmt demnach Niger ein, vor Burkina Faso, Äthopien und Guinea-Bissau. Von den zehn letztplatzierten Ländern sind sieben - Angola, Tschad, Guinea, Sierra Leone, Jemen, Guinea-Bissau und Äthopien - Staaten mit bewaffneten inneren Konflikten. Einige Staaten kommen nicht vor, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Index-Erstellung

Für den "Mütter-Index" wurden Gesundheitsdaten wie etwa die Sterblichkeitsrate von Frauen bei der Geburt, die Kindersterblichkeit bis zum ersten Geburtstag, die medizinische Betreuung bei der Geburt und der Zugang von Frauen zu Verhütungsmitteln verglichen, weiters die Bildungs- und Gesundheitssituation für Kinder.

Der statistische Vergleich zwischen dem Erst- und dem Letztplatzierten auf der "Mütter-Skala" zeigt drastisch die Ungleichheiten: Während in Schweden praktisch alle Geburten von qualifizierten Gesundheitsmitarbeitern (Ärzten, Geburtshelfern) betreut werden, geschieht dies in Niger nur bei 16 Prozent. In Schweden sterben nur drei von 1.000 Kindern vor ihrem ersten Geburtstag, in Niger 156. Das Risiko einer Frau, im Kindbett zu sterben, ist in Niger 600 Mal größer als in Schweden. Während in dem skandinavischen Land 72 Prozent der Frauen moderne Verhütungsmittel benutzen, sind es in Niger nur vier Prozent.

Vergleichszahlen

In Indien leiden 88 Prozent der Frauen während der Schwangerschaft an Anämie, was durch bessere Ernährung und medizinische Betreuung weitgehend zu verhindern wäre. Irakische Mütter haben eine 35 Mal so große Wahrscheinlichkeit, den Tod ihres Kindes erleben zu müssen, wie Schwedinnen. In Afghanistan, Somalia, Guinea und Sierra Leone stirbt jede siebente Frau während einer Schwangerschaft oder Geburt. (APA)

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