Pro Abschaffung der Wehrpflicht

Kompanie wegtreten!

15. Dezember 2010, 18:21

Jeder zweite Panzer wird entsorgt, fast jede zweite Kaserne feilgeboten

Der Verteidigungsminister selbst exerziert gerade vor, dass das halbe Bundesheer keiner mehr braucht. Jeder zweite Panzer wird entsorgt, fast jede zweite Kaserne feilgeboten. Und schon jetzt gilt jeder fünfte junge Mann bei der Musterung als nicht einsetzbar, rund 13.000 Taugliche ziehen einen Dienst in Zivil dem sechsmonatigen Dauermanöver unter Befehlston vor.

Gut so. Denn die Bedrohungsszenarien des Kalten Krieges haben die, die heute zur Stellung müssen, nicht einmal mehr als Kleinkind miterlebt - und was ihnen beim Bundesheer so angeschafft wird, ist längst nicht mehr zeitgemäß: vom Abschrecken einer Handvoll illegaler Einwanderer an der Ostgrenze übers stundenlange Strammstehen bis hin zum vom Spieß verordneten Zapfenstreich.

Die modernen Aufgaben des Bundesheeres - friedenserhaltende Einsätze im Ausland, Luftraumüberwachung am heimischen Himmel - dürfen ohnehin nur bestens ausgebildete und entsprechend engagierte Soldaten übernehmen. Und dafür tut es ein kleines Berufsheer.

Bleibt noch der vielgerühmte Katastrophenschutz, im Rahmen dessen die Rekruten zum Kampf gegen Schneewechten und Hochwasser ausrücken. Doch Schaufeln und Sandsäcke sind keine hochkomplizierten Waffensysteme wie Sturmgewehre, an denen man wochenlang grundausgebildet werden muss. Für das neue Katastrophenmanagement ist freilich die freiwillige Feuerwehr auszubauen. (Nina Weißensteiner, DER STANDARD, Printausgabe, 16.12.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 165
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U-46
20
17.12.2010, 17:45
THW ist top

Das Deutsche THW hat eine weltweite Kompetenz.
Sogar die Amerikaner forderten Deutsche Spezialisten für ihr Hochwasser in Louisiana an.
Die eingesetzen Geräte sind weltweit einma

Hercules
01
20.12.2010, 21:18
Ja...

...und unser Heer wenn´s um Wasseraufbereitung, ABC-Schutz oder sonstige "schwerere" Tätigkeiten geht, die das THW oder die Freiwillige Feuerwehr nicht leisten kann...

Lazarus Long
02
18.12.2010, 21:11
Und sobald es etwas gröber wird, rufen sie die Bundeswehr um Hilfe.

Ben Ohm
30
17.12.2010, 02:02

Hätt denen nicht schon vor ein paar Jahren einfallen können, dass derzeit keine Kriegsgefahr droht? Dann hätt ma uns die Eurofighter sparen können.

Prof. Alois
 
01
Überwachungsflugzeuge dieser Art braucht man auch ohne Krieg

Das ist eine Art Polizeiaufgabe.

Wild
01
16.12.2010, 18:24
Nicht genügend, setzen !

Dieses Posting oder wie sollte man denn dazu sagen, strotzt nur so von nicht oder teilweise schlecht recherchierten Aussagen und Angaben, nichts Neues sondern reine Nacherzählung. Meine Schlußfolgerung setzt daher voraus sich mit der Materie zuerst auseinanderzusetzen. Ich werde jetzt einen Artikel über das Schimmern der Dunkelheit in der Nacht verfassen - ups, da kenn ich mich ja gar nicht aus ! Besser eine gewöhnliche Tageszeitung, 1:0 für Frau Seidl Guten Tag

Rigglerobber
20
16.12.2010, 18:08
@ Katastrophenschutz

warum bringt eigentlich niemand das deutsche Modell vom Technischen Hilfswerk in die Diskussion - die kommen ganz ohne Bewaffnung aus, aber sind für Katastrophenschutz top ausgerüstet....

Lazarus Long
01
16.12.2010, 22:56
Weil das THW nichts anderes wie die freiwillige Feuerwehr in Österreich ist.

Und wie diese muss auch das THW bei jeder gröberen Katastrophe die Bundeswehr (die ff natürlich das Bundesheer) um Hilfe bitten.
Also was genau wollen sie da mit einem THW erreichen?

Soph Isticus
10
16.12.2010, 23:39
ja und, die Wehrpflicht läuft in D aus. Punkt.

was schließen Sie daraus?

Lazarus Long
01
17.12.2010, 00:46
Das Deutschland ebenso Probleme mit dem Katastrophenschutz bekommen wird

wie alle anderen Länder, die auf Berufsarmee umgestellt haben.

Hercules
00
16.12.2010, 21:53
Deshalb.

"Es gibt weltweit keine andere Regierungs- oder Nichtregierungsorganisation mit einem vergleichbaren Aufgabengebiet." (Quelle Wiki)

Phantom91
 
01
16.12.2010, 18:03
Nina Weißensteiner...

...sollte mal selbst 6 Monate zum Heer bevor sie urteilt

1116er
00
17.12.2010, 11:47

alkoholiker kann man auch im 'fernstudium' werden!

quantity quality
 
10
16.12.2010, 18:30
wozu?

damit sie betriebsblind wird?

Phantom91
 
01
16.12.2010, 18:40
Ich als ET 07/10...

zähle zwar ebenfalls bereits die "Neue Lage" trotzdem sollte man objektiv recherchieren und nicht bloß Geschichten die man gehört hat nach erzählen.

Queen of Sheba
 
21
16.12.2010, 16:29
In einer Zeit der hochtechnisierten Waffen sind in 6 Monaten Angelernte, oft Jahre und Jahrzehnte später zum Einsatz kommende Soldaten eine Selbst- und Fremdgefährdung.

Lazarus Long
01
16.12.2010, 23:01

Aber deutlich weniger gefährlich als die Soldaten von Berufsarmeen. Bei den Katastrophen, die sich als Soldaten für Berufsarmeen melden wird schon ein Taschenmesser zu einer ernsthaften Bedrohung für ihre Umgebung.

Rieke Seidl
36
16.12.2010, 16:20
Beim Lesen des Artikels dachte ich mir die ganze Zeit..

..wie kann jemand, der garantiert nie beim Bundesheer war, sich hinsetzen und so eine Quatsch schreiben. Zunächst Mal, liebe, ahnungslose Autorin, steht man beim Bundesheer nicht stundenlang "stramm", außer man ist in der Gardekompanie. Man wird auch nicht monatelang am Sturmgewehr "grundausgebildet", und ein Sturmgewehr ist auch kein hochkompliziertes Waffensystem, sondern ein sehr einfaches. Das Kampfmodell wurde auch ständig dem aktuellen "Bedrohungsbild" angepasst. (Kein K-K-Szenario mehr, sondern Lokalkonflikte, etc.) Ich gäbe was darum, wenn sich zu dieser Disk. nur Leute zu Wort melden würden, die wenigstens ansatzweise Ahnung hätten.

Soph Isticus
40
16.12.2010, 16:43
das Sturmgewehr ist an sich ein Auslaufmodell.

daher lässt sich auch keine Ausbildung daran "anpassen".

oder wollen Sie Cyber-Attacken, terroristische Selbstmordanschläge, Menschenhandel, Geldwäsche, Drogenhandel und den Einsatz von Superviren mit dem Sturmgewehr bekämpfen?

Das Sturmgewehr hat großteils ausgedient.

Lazarus Long
12
16.12.2010, 23:05
Mir ist schon klar, dass sie generell durch Vorurteile und Ahnungslosigkeit hervorstechen.

Aber den Kommentar können nicht mal sie ernst meinen!

Soph Isticus
20
16.12.2010, 23:27
beantworten Sie doch zum Thema die aufgeworfenen Fragen!

dass Sie sooo wenig Dunst von der Materie haben, wer hätte das gedacht.

Sind Sie beim BH in der Waffenkammer angestellt?

Lazarus Long
02
17.12.2010, 01:01

Bis auf die Cyber-Attacken und "Superviren" sind alle anderen Punkte Folgen von Hoffnungslosigkeit in Krisengebieten die sie nur langfristig bekämpfen können in dem sie das Überleben und Leben der Menschen vor Ort möglich machen. Für Ersteres benötigen sie militärischen Schutz, den sie ohne STGs nicht gewährleisten können. Wobei die von ihnen angeführte Liste nur ein kleiner Ausschnitt der Probleme darstellen und viele andere dieser Probleme nur mit militärischen Mitteln in den Griff zu bekommen sind, was auch Sturmgewehre inkludiert.
Und Geldwäschebekämpfung ist mit Sicherheit nicht Aufgabe des Militärs.

Till Grohmann
34
16.12.2010, 13:42
Vieles nicht bedacht

Wenn die Feuerwehr den Katastrophenschutz übernehmen sollte, wer stellt noch jemanden ein der bei der freiwilligen Feuerwehr ist. Solche Einsätze können sich bis zu 8 Wochen hinziehen und kaum ein Arbeitgeber ist bereit jemanden einzustellen wenn der mehrmals im Jahr länger abwesend ist. Ebenso wäre ungeklärt bei großen Katartophen welche Feuerwehren nun helfen müssten. Müssen die Burgenländer bei Lawienenunglücken in Tirol einspringen oder die Kärnter beim Hochwasser in Oberösterreich?
Woher sollte der Nachwuchs für eine Berufsarmee kommen? Derzeit entscheiden sich viele erst während der Wehrdienstes, länger dort zu bleiben.
Und 100% sicher sind unsere Nachbar auch nicht.

Salz Burger
21
16.12.2010, 15:03

Mehrmals im Jahr?
Wie oft finden solche Katastrophen statt? Vielleicht einmal im Jahr? Wahrscheinlich weniger. Und da sind alle freiwilligen Feuerwehren in Österreich im Einsatz? Nein?

Also, die Katastrophenfälle sind für den einzelnen Feuerwehrmann so selten, das kann jeder Dienstgeber vernachlässigen.

Lazarus Long
13
16.12.2010, 23:07
Schlafen sie die meiste Zeit im Jahr?

Das Heer hat allein dieses Jahr mehr als 30 Assistenzeinsätze nach Elementarereignissen leisten müssen, Tendenz STARK steigend.

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