US-Lobby drängt auf scharfe Copyright-Gesetze im pazifischen Raum

Patrick Drexler, 16. Dezember 2010, 15:03
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    foto: apa/georg hochmuth

Hohe Schadenersatzzahlungen und strafrechtliche Sanktionen gefordert - In Verhandlungen mit Australien, Singapur, Malaysia und andren Ländern

Die Organisation Knowledge Ecology International, kurz KEI, veröffentlichte nun ein Dokument woraus hervorgeht, dass sich die US-Industrie im pazifischen Raum verstärkt für den rechtlichen Schutz immaterieller Güter einsetzt. Das Dokument stammt aus Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und Pazifikstaaten wie Australien, Singapur, Vietnam, Malaysia oder Chile.

Verhandlungen

Die Gruppe aus Lobbyisten, darunter die Motion Picture Association of America (MPAA) und US-Handelskammer, setzen sich für strafrechtliche Sanktionen gegen Anstifter zu Copyright-Verletzungen ein. Unter US-Präsident Barack Obama begannen im Frühjahr die Verhandlungen über das sogenannte "Trans-Pacific Partnership Agreement" (TPP) welches einen umfangreichen "Schutz geistigen Eigentums" gewährleisten soll. 

Forderungen

US-Forderungen zum Abkommen finden sich auf insgesamt neun Seiten, unter anderem um den Werkschutz im Internet und die zusätzliche Absicherung von Systemen zum digitalen Rechtekontrollmanagement (DRM). Die USA fordern demnach, dass das Abfilmen von Kinoleinwänden mit Camcordern oder Handys strafrechtlich verfolgt werden soll, was beim umstrittenen ACTA-Abkommen optional bleibt. Auch sollen Personen bestraft werden welche dies fördern bzw. über eigene Dienste zur Nutzung der Aufnahmen verleiten um daraus Profit zu schlagen.

Auch fordern die USA etwaige Schadenersatzzahlungen zu erhöhen und in Einklang mit dem nationalen Recht zu bringen. (pd)

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SpaceDudeAlien
02
21.12.2010, 15:58
Ja, bitte! Mehr Copyrights! Möglichst überall!

Denn: je mehr dieser Unsinn um sich greift, umso früher wird es jedem klar, welcher Unfug Copyrights eigentlich sind.

Heutzutage ist man ja schon ein Verbrecher, wenn man ein Liedchen aus dem Radio vor sich hin pfeift!
Mit der ursprünglichen Absicht, den Künstler finanziell abzusichern, haben diese Urheberrechte überhaupt nichts mehr gemein.

Irgendwie werden diese Copyrights zur Pest des 21. Jahrhunderts...

Ich bin der Meinung...
00
Wobei es bei der Pest

immerhin viele Ärzte gab, die gegen das Problem ankämpften. Bei den Copyrights gibt es nur Politiker. Und diese kämpfen seit Jahren nichts mehr. Weder für noch gegen etwas.
Außer eine Lobby zückt das Scheckheft.

neunzig/hundert
00
21.12.2010, 12:05
pisa

liebe redakteurinnen

seitwann genau liegt malaysia im pazifischen ozean?
wie ich zum letztenmal dort war, jedenfalls nicht...

ist aufgrund der klimaerwärmung der pazifik einige tausend seemeilen größer geworden?

ps

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