Warum Anonymous der Angriff auf Amazon misslang

15. Dezember 2010, 11:33
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    foto: twitter

    Anonymous erklärt auf Twitter warum der Angriff auf Amazon abgeblasen wurde.

Unterstützer von Wikileaks sagten Attacke auf Amazon.com ab - Server der Internetplattform zu "elastisch"

Der Angriff auf die Webseite von Amazon wurde von Anonymous abgesagt, wie CNN berichtet. Die Seite zum Absturz zu bringen ist "so gut wie unmöglich", schreibt der Nachrichtensender. Das haben auch die Aktivisten bemerkt, wie ein Tweet belegt. 

Flexible Server

Amazon ist bekannt für die eigenen Serverkapazitäten um den Ansturm im Dezembergeschäft zu meistern. Dieser kurze Zeitraum sei so wichtig, dass bereits ein Ausfall von wenigen Minuten Amazon Millionen kosten könnte. Seit Jahren arbeitet Amazon an einer "elastischen" Infrastruktur namens "EC2" um plötzliche Anstürme auf die eigenen Server in den Griff zu bekommen. Außerdem sind die Kapazitäten so groß, dass Amazon auch als Hostingprovider für andere Webseiten auftritt - darunter die New York Times, Second Life, Playfish oder die Washington Post.

Angriffe

Bis vor zwei Wochen war Amazon auch Host von Wikileaks, allerdings wurde die Zusammenarbeit infolge der Veröffentlichung umstrittener US-Dokumente, auf Wikileaks, eingestellt. Dadurch geriet Amazon ins Visier von Anonymous. Die Gruppe versucht möglichst viele Personen zu mobilisieren um gemeinsam mit diesen Webseiten zum Absturz zu bringen. Unter anderem wurde im Rahmen der "Operation Payback" Mastercard.com kurzzeitig vom Netz genommen.

Anonymous bringt Webseiten durch sogenannte Distributed Denial of Service-Attacken zum Absturz. Bei diesen Angriffen wird die Seite durch tausende Nutzer mehrmals gleichzeitig geladen. (red)

Der WebStandard auf Facebook

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Posting 1 bis 25 von 92
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Horst Hertlein
00
24.3.2012, 05:46
Der falsche Weg

Ich bin der Meinung, wenn man Firmen wie EBAY, AMAZON oder andere rechtlich korrekt angreifen möchte, wäre der bessere Weg wenn sich beispielsweise 1.000 Personen ganz offiziell als Mitglieder dort anmelden. Das ist vollkommen legal. Dann bestellen dieses 1.000 Personen bei irgendeinem Händler ein oder mehrere Produkte im Wert von mindestens über 40,-- Euro, senden dieses dann wiederum rechtlich korrekt zurück und bekommen den Kaufpreis und die Versandkosten komplett erstattet.

Danach bewerten diese 1.000 Personen den Händler rechtlich korrekt negativ. Das ist immer schlecht für eine Plattform. Wiederholt man das Ganze dann mehrfach führt das zum absoluten Chaos und die Kunden von AMAZON werden sauer. Das Interesse an AMAZON nimmt ab.

Markus KA
11
17.12.2010, 12:04

Das Problem war eher, dass man die Angriffe nicht koordinieren konnte, weil die "Plattformen" der "Hacker" die Masse nicht bewältigen konnte.

Wäre jeder dazu in der Lage seine LOIC manuell zu feuern, könnte es klappen.

stefan strasser
 
00
17.12.2010, 12:03

Viel sinnvoller also Cyberangriffe zu starten, finde ich den Aufruf die geleakten Dokumente zu durchforsten und wenn man über was interessantes stößt darüber zu bloggen bzw. es an die Medien weiterzuleiten.

Egal, wie lustig ich das finde und wie sehr ich es ihnen gönne, wenn da jetzt Hacker und Symphatisanten Banken und anderen Firmen durch Cyberangriffe ernsthaften Schaden zufügen, wird das nur dazu führen, dass auf Berufung darauf das Internet beschränkt und kontrolliert wird.

Hab unlängst ein Interview mit einem Hacker gehört. Der hat gesagt die Geheimdienste versuchen schon kräftig zu rekrutieren um da Öl ins Feuer zu giessen...

Markus KA
03
17.12.2010, 12:30

Daran wird und wurde bereits vorher gearbeitet, unabhängig davon, was getan wird.

Glaubt denn noch einer die Mär der Netzsperren wegen Kinderpornographie?

Wikileaks zB war auf einer der ersten vorgeschlagenen Sperrlisten in Australien.

Fabian Frühwirth
05
16.12.2010, 12:44
technischer Hintergrund

ich erlaube mir an dieser stelle etwas technischen Hintergrund hinzuzufügen:

hinter der "elastischen" Infrastruktur steckt im Grunde nichts anderes als ein Round robin DNS.
die Funktionsweise ist relativ simpel, hinter Amazon.com stehen etliche IP Adressen, alle mit dem selben content. surfe ich amazon.com an schickt der DNS mich automatisch zu einer IP die wenig ausgelastet ist.

somit verteilt sich die Last der Anfragen gleichmässig auf alle Server, was bedeutet das ein Angriff sämtliche (!) amazon server gleichzeitig in die Knie zwingen müsste. Da das äußerst viel traffic (viele Angreifer) benötigt ist es unrealistisch, aber nicht völlig ausgeschlossen.
Es ist viel mehr eine Frage der Mobilisierung.

erwin meier
00
17.12.2010, 11:38
sorry, aber das stimmt nicht, es sind genau 3 IPs.

ganz so "simpel" ist das Prinzip Amazon nicht.

Chuckie
00
16.12.2010, 15:36

gute erklärung.
aber meines wissens gibt es nicht wirklich eine intelligente aufteilung zu den ressourcen der server. sprich der dns kann nicht wissen welcher host wie ausgelastet ist.

doldi berg
 
00
19.12.2010, 12:32
gibt's doch

und die dinger heissen loadbalancer ... stehen vor jeder webserverfarm

Dr.mumunator
71
16.12.2010, 12:41
Sowas

da sind sie ja ganz hart auf die Schnauze gefallen, die I-Net Terrorkiddies

dasmiez
21
16.12.2010, 11:54

Das nennt man dann wohl "failed". ;)

Dr. Bitter
14
16.12.2010, 10:11

Das Problem: Vor Weihnachten finden sich nicht genug Leute, die Amazon ruinieren möchten. Sie haben ja noch ihre Bestellungen laufen.

Economy Showdown
29
16.12.2010, 07:57
Beruflicherweise brauche ich oft Fotozeugs für eine Nikon.

Immer wieder kaufte ich bei Ebay, Amazon habe habe ich schon vor langer Zeit den Rücken gekehrt und eines sträflich vernachlässigt: Den guten alten Einzelhandel.

Vorgestern brauchte ich dringend einen Akku für die Kamera und siehe da, da gab es einen Händler in Wien, der das Teil nach telefonischer Vorbestellung innerhalb von drei Stunden ran schaffen konnte. Und jetzt kommt es: Billiger als im Internet!!!

Internet ist nicht immer billiger und wenn es nicht unbedingt ganz Neu sein muss (in einem anderem Fall Objektive) viel viel viel billiger. Der österreichische Einzelhandel hat mich wieder.

PS: Wenn mal Wartezeiten beim Händler vor Ort hast, kriegst oft auch einen Kaffee um die Zeit zu verkürzen.

Amazon, Ebay und Co. bitte nachmachen!

Zitronenbaum
00
17.12.2010, 12:07
Nicht alles über den Kamm scheren, bitte!

Bei solchen Sachen wie Fotoequipment ist es doch klar, dass man sich da im Einzelhandel umsieht. Logisch.
Bei anderen Sachen ist Amazon aber auf jeden Fall mal vorne, zB bei Büchern. Während man im Einzelhandel manche Bücher vergeblich sucht, bekommt man dort von manchen Büchern die Drucke mehrere Verlage angeboten und kann sichs eben aussuchen.

Idefix der zweite
 
10
17.12.2010, 21:22

Das ist aber jetzt absoluter Quatsch.

Ich habe im Buchhandel noch absolut jedes Buch bestellen können und bekommen, das irgendwie erhältlich war, aus Bequemlichkeit aber schon öfters bei Amazon eingekauft.

Damit ist jetzt (zumindest für sehr lange Zeit) Schluss, in 5 Jahren denke ich vielleicht wieder drüber nach.

peletiah
02
16.12.2010, 11:55

Oh, du kennst scheinbar geizhals.at noch nicht - ich kauf Fotoequipment praktisch nur im Einzelhandel.

[sims]
00
16.12.2010, 08:33

gute einstellung

Nein Danke!!!
00
16.12.2010, 01:31

Ich würde eine große Zahl von Amazon-Server aus der Amazon-Cloud anmieten und von aus denen dann die Attacke auf Amazon starten.
Angeblich kann man ja bei der Cloud von Amazon schnell und einfach auf ein paar zehn- bis hunderttausen Server skalieren ...

;-)

erwin meier
10
17.12.2010, 11:41

wenn sie dann von amazon gekündigt werden, können sie der us-regierung und die schuld geben, und haben garantierte sympathien der weltweiten verschwörungstheoretiker. den rest erledigen die dann.

Ludacris
 
00
17.12.2010, 01:11
Wenn das so einfach gehen würde

Sie haben damit nur einen Hostingdienst der eventuell noch FTP und MySQL Funktionalität mit sich bringt, nicht aber einen richtigen root server von dem aus Sie einen DDoS angriff starten könnten. Das selbe gilt für die OVH cloud, aber auch die 1und1 angebote sind alles nur shared hosting angebote was wiederum bedeutet, dass sie keinen zugriff auf die konsole haben... (theoretisch müsste es allerdings möglich sein FALLS die server perl und cronjob unterstützen mittels perl einen gezilten DDoS via Ping auszuführen und via cronjob zu automatisieren)

JueZ
00
16.12.2010, 12:51

Ja klar ... und dann wundern wieso die Polizei vor der Tür steht.

vince end it
20
15.12.2010, 23:52
schützt bassena!!!!

Sonstwer
39
15.12.2010, 22:19
War der Grund Wikileaks offline zu nehmen nicht,

dass die Hackerangriffe auf Wikileaks die Infrastruktur gefährden ?

Und nun hören wir, dass die Infrastruktur riesige DDOS Angriffe aushalten würde

Also im Lügen ist Amazon echt nicht gut.

der ewig erfolglose
11
16.12.2010, 10:06
nein, das war nicht der Grund

amazon berief sich darauf, dass keine illegalen Inhalte gehosted werden können...

geek!
01
16.12.2010, 10:42

genau.. der DNS provider meinte das mit der gefahr für ihre infrastruktur

Sonstwer
00
17.12.2010, 10:13
danke geek & erfolgloser

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