"Die Medien haben in Ungarn keine Chance"

15. Dezember 2010, 11:40

Der Publizist über sein neues Buch, den rechtspopulistischen Kurs Ungarns und die Angriffe gegen seine Person

In seinem neuen Buch "Mein verspieltes Land" zieht Paul Lendvai eine Bilanz des Scheiterns der ungarischen Politik der letzten zwanzig Jahre. Eine Tatsache, die bestimmten Kreisen in Ungarn bitter aufgestoßen ist. Wegen Drohungen gegen den 81-Jährigen aus rechtsradikalen ungarischen Kreisen musste zuletzt eine Lesung in Deutschland abgesagt werden. "Hierzulande war ich noch nie bedroht", berichtet Lendvai im derStandard.at-Chat.

Auch im Chat mit den UserInnen kritisiert er die Orban-Regierung für ihren rechtsnational-populistischen Kurs und das "dauerhafte Versagen der sozialisten Opposition". Als Architekt des Erfolgs der rechtsextremen Partei Jobbik sieht Lendvai in erster Linie die sozialistisch-liberale Koalition der letzten acht Jahre.
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