Persönliche Einladung

Brustkrebs-Screening soll 2011 starten

14. Dezember 2010, 08:06
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    foto: apa/franka bruns

    Eine unbestrittene Tatsache: Die Mammografie rettet Leben.

50- bis 69-Jährige alle zwei Jahre zur Mammografie - Teilnahme von 70 Prozent wird angestrebt

Wien - Gesundheitsminister Alois Stöger will sobald wie möglich ein flächendeckendes Brustkrebs-Screening für die Risikogruppe der 50- bis 69-jährigen Frauen einführen. Das Budget und der Plan dafür stehen bereits, noch offen ist die Zertifizierung geeigneter Radiologen als Brustkrebszentren. Ist dieser Prozess abgeschlossen, soll ehest möglich, jedenfalls binnen zwölf Monaten, mit dem Verschicken persönlicher Einladungsbriefe an alle Kandidatinnen begonnen werden, kündigte der Minister am Montagabend vor Journalisten an. Die Schreiben gelten als ärztliche Überweisung und werden anhand des Melderegisters erstellt.

Jede Frau zwischen 50 und 69 Jahren soll alle zwei Jahre zur Mammografie gehen, so der nach EU-Vorgaben erstellte Früherkennungs-Plan. Eine Teilnahmerate von 70 Prozent wird angestrebt. Das derzeitige System - bisher haben in Österreich alle Frauen ab 40 die Möglichkeit zur freiwilligen Untersuchung - gilt als nicht treffsicher. Die Teilnahme wird nicht mittels Einladungen gesteuert, sondern erfolgt nach Überweisung durch einen Mediziner. Die Risikozielgruppe, Migrantinnen und sozial schlechter gestellte Frauen gehen zu selten zur Früherkennung, jüngere Frauen nehmen sie zu oft in Anspruch, kritisierte Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkassen (WGKK). Dabei liege das Risiko unter 50 Jahren an Brustkrebs zu erkranken bei zwei Prozent. Laut Zahlen der WGKK machen in der Bundeshauptstadt 37 Prozent der 50- bis 69-Jährigen alle zwei Jahre eine Mammografie, 17 Prozent tun dies jährlich und 19 Prozent einmal in fünf Jahren.

Budget steht mit 45 Millionen pro Jahr

45 Millionen Euro wollen die Sozialversicherungen und das Gesundheitsministerium jährlich für das neue Screening zur Verfügung stellen. "Wir gehen davon aus, dass das reicht und wenn sich mehr Frauen melden, werden wir auch das Geld dafür aufbringen", betonte Stöger. "Es ist eine der wichtigsten gesundheitspolitischen Vorsorgemaßnahmen. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Wir haben jährlich 4.500 Neuerkrankungen." Ein Drittel der Frauen mit dieser Diagnose sterbe.

"Je früher man Brustkrebs diagnostiziert, desto größer sind die Heilungschancen und die Chancen für eine minimal invasive Therapie", ergänzte Reischl. Laut Untersuchungen aus Deutschland werden kleine Tumore dank Screening-Programmen häufiger entdeckt - bei Geschwülsten kleiner als zehn Millimeter seien es 30 statt nur 14 Prozent. In den Niederlanden habe die Sterblichkeit bei den 55- bis 74-Jährigen 15 Jahre nach der Einführung um 25,5 Prozent abgenommen.

Zertifizierung der Radiologen noch ausständig

Noch offen ist, wie viele und welche Radiologen in Österreich für das Programm zertifiziert werden und wer die Prüfung der Einrichtungen vornimmt. Laut Stöger soll es in jedem Bundesland mindestens ein qualifiziertes Zentrum geben, in größeren Bundesländern mehrere. Eine Gesamtzahl von 30 wäre zu hochgegriffen, gab sich der Gesundheitsminister vage.

Was Vereinigungen - wie zum Beispiel die Röntgengesellschaft - bis jetzt punkto Qualität vorgeben, gilt dann jedenfalls nicht mehr. Pro Patientin muss künftig von zwei Ärzten ein Doppelbefund erstellt werden, sind sich beide nicht einig, entscheidet ein dritter. Schulungen sind vorgesehen, ein Radiologe muss mindestens 5.000 Mammografien pro Jahr vorweisen, die Apparate müssen nach genauen EU-Vorgaben eingestellt werden und über eine spezielle Software verfügen. "Es gibt einige Geräte in Österreich, die veraltet sind", kritisierte Sozialmedizinerin Eva Rasky von der Medizinischen Universität Graz. Derzeit seien neun von zehn Fällen falscher Alarm.

Neben der mangelnden Erfahrung der Radiologen habe dies auch mit dem Alter der Frauen zu tun. Bei Jüngeren sei die Treffsicherheit nicht so gut und es gebe mehr falsche, auf Krebs positive Befunde, erklärte Rasky. Kritik ortete die Medizinerin auch bei Brustkrebs-Operationen in Spitälern, die zur Hälfte in Einrichtungen durchgeführt würden, die zu wenig Erfahrung aufwiesen. Rasky: Diese tendieren zu radikaleren Eingriffen als erfahrene Institutionen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 29
1 2
Lilith Boessse
 
00
28.12.2010, 10:02
das ist soooooo einfach:

finden sie eine andere, weniger schmerzhafte methode, und die frauen werden die untersuchungen sehr gerne regelmäßig machen!

jade
00
16.12.2010, 12:54
" persönliche Einladung. "

.... oder die Formulierung einer dikatorischen Zwangsmassnahme + Überwachung unter den Deckmäntelchen eine fragwürdigen Gesundheits vorsorge. Ich meine, es sollte in einer Demokratie Jeden freistehen eigenverantwortlich gesundheitliche Massnahmen zu setzen. Per Vorladung erscheinen zu müssen halte ich daher für demokratiepolitisch bedenklich.

naja2010
00
15.12.2010, 12:14
huber, müller setzen, nichtgenügend

zahnfee
02
14.12.2010, 15:21
Warum

in aller Welt fragt man diesem Thema die Sozialmedizinerin Rasky und keinen Radiologen? Die gute Frau hat damals in meinem Sozialmedizinpraktikum zum Thema Brustkrebs jede Menge Blödsinn verzapft und macht es wahrscheinlich heute noch.....

Norbert Müller
 
77
14.12.2010, 15:16
hunderte ärtze sind sich sicher,dass ist der beste weg aus gesunden menschen kranke zu machen!!

es gibt keine einzige studie die blegt, dass ein regelmässige Mammografie irgend einen vorteilhaften erfolg auf den gesundheits/krankheitsverlauf hat.
aber dem gegenüber gibt es genug hinweise und fakten, welche belegen, dass die röntgenstrahlung und quetschung der brust bei der Mammografie brustkrebs risiko erhöht. studen aus den USA belegen, dass frauen welche regelmäsig zur Mammografie gegangen sind ein bis zu 200% höheres krebsrisiko haben. nur ca. jede 10 metastase welche im röntgen gefunden wird entwickelt sich zu einem bösartigen krebs. aber durch das röntgen beginnt der teufelskreis, OP, bestrahlung, chemo, ... und viele frauen sterben an den folgen der behandlung - seelische belastung inklusive.

Andreeeas
00
23.12.2010, 22:35

Nur weil durch eine Untersuchung mehr Krebs diagnostiziert wird, ist deswegen das Krebsrisiko noch nicht höher.

fluchtpunkt
42
14.12.2010, 19:31

Es gibt sogar sehr viele Studien, die genau das belegen. Ich habe weiter unten einige dieser Arbeiten gepostet.

Durch das Röntgen beginnt überhaupt keine Behandlung, schon gar keine Chemotherapie. Dazu muss die Diagnose feststehen.

Metastasen sind übrigens immer bösartig. Und die Mammographie hat mit Metastasen natürlich überhaupt nichts zu tun.

Norbert Müller
 
31
14.12.2010, 20:33
uff - was soll ich sagen..

..die mammographie -> vorsorge untersuchung ist der anfang von den medizinisch diagnostischen teufelkskreis!!!
wenn man das nicht versteht, sorry, aber dann macht es keine sinn mit ihnen weiter zu diskutieren.

Bonair
13
14.12.2010, 20:55
was soll ich sagen..

Am besten gar nichts. Dass Sie hier von etwas reden, wovon Sie nicht die geringste Ahnung haben, erkennt man daran, dass Sie genau null Argumente bringen. Aber das dann auch noch mit solch einer Dreistigkeit vorzuexerzieren, ist grenzdebil.

Bonair
42
14.12.2010, 15:28

Das Mammografie-Screening-Programm bietet eine relativ große Angrifsfläche für Kritik. Warum Sie hier auf plumpe Lügen zurückgreifen, ist mir schleierhaft.

Die Tatsache, dass Sie dann noch von "Metastasen"detektion bei der Mammografie sprechen, zeigt eindeutig, dass Sie keine Ahnung haben, wovon Sie da reden.

listen
21
14.12.2010, 19:37
@ Norbert Müller, Screening

Der einzige Weg in 90 % der Fälle Heilung zu erzielen ist Früherkennung !! Mammografie ist weltweit die anerkannte und erfolgreichste diagnostische Methode für Reihenuntersuchungen. Woher nehmen Sie diesen Unsinn den Sie da verbreiten ? Und übrigens, Österreich und Schweiz sind die einzigen und letzten Länder in Europa, die noch kein bundesweites, qualitätsgesichertes Screening Model anwenden, noch nicht.

elfriede huber
22
14.12.2010, 17:04
und übrigens,

das Mammografie-Screening-Programm ist aufgebaut auf eine grosse Lüge!!!
nichts anderes wie das Lügengebäute um die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Inzwischen gibt es ja keinen ernstzunehmenden artz mehr der dieses Lügengebäute noch unterstützen würde. Es gibt viele ähnliche Lügen Profit Programme (schweinegrippe Impfung z.b. die WHO hat schliesslich zugegeben das Virus vollkommen falsch eingestuft zu haben - die Milliarden sind aber bereits geflossen).
Mit der Angst der Menschen kann man wunderbar Geld machen, sogar mehr als mit Kriege.

Bonair
02
14.12.2010, 17:49

Ah ja, alles Lügen, nur leider kein einziger Beweis für Ihre Aussagen. So was verdient keine Erwiderung...

Norbert Müller
 
31
14.12.2010, 16:58
bist nicht der ganz helle, was?

""Metastasen"detektion bei der Mammografie"
wo habe ich das geschrieben? unterstellen sie mir was?

durch die Mammografie angestossene Biopsie ....

habens es jetzt, oder immer noch nicht?

naja2010
00
15.12.2010, 12:41
14.12, 15:16. mit einer sokchen Gedächtnisstörung sollte man sich aus solchen Foren fernhalten.

Sie riechen übrigens stark nach herrn Hamer...

elfriede huber
43
14.12.2010, 16:48
sie haben aber auch keine Ahnung!! Ich komme aus einer Familie, in welcher man grundsätzlich nicht zum Arzt gegangen ist und man mit harter Arbeit bis ins hohen Alter (Ende 80) man mit Würde von dieser Erde gegagen ist.

Ich sehe in der jüngeren Generation auch vermehrt azrztbesuche aber auch vermehrt Krankheiten - teilweise schwere krankheiten. Ich möchte diese moderne medizin nicht verteufeln und es mag ganz sicher Fälle geben, wo eine frühere Erkennung eine positive Auswirkung auf die Heilung hat. Aber es gibt ganz sicher viel mehr dramatischere Krankheitsverfläufe gerade druch diese medizin. Mein Arzt, übrigends en sehr guter Arzt, steht auf den Standpunkt dass Brustkrebs bis vor 20-30 Jahre praktisch unbekannt war. Vielleicht zum Teil auch weil man es nicht wusste, aber man hat viele jahre "gesund" weitergelebt und ist dann irgend wann an irgend was gestroben. Ausserdem, untherapierte Metastasen können sich wieder zurückbilden.

Pump Kin
00
29.12.2010, 16:23

"Mein Arzt, übrigends en sehr guter Arzt, steht auf den Standpunkt dass Brustkrebs bis vor 20-30 Jahre praktisch unbekannt war."

Wie heißt denn Ihr Arzt ?

listen
23
14.12.2010, 20:04
hallo elfriede

sie haben entweder etwas falsch verstanden, wenn nicht, dann sollten sie dringend den arzt wechseln

Bonair
24
14.12.2010, 17:47
Es macht wohl keinen Sinn, Sie hier mit epidemiologischen und onkologischen Studien zu widerlegen, deswegen halte ich es einfach:

Ja, Ihr Arzt hat recht, früher gab es weniger Brustkrebs. Früher waren die Leute aber auch nicht so dick. Früher haben Sie mehr körperlich gearbeitet. Früher starb man mehr an Infektionen bevor man überhaupt so alt wurde, Brustkrebs zu entwickeln.

Die Früherkennung undifferenziert zu kritisieren ist das dümmste, was man machen kann. Mittlerweile erkrankt mehr als jede 8.Frau an Brustkrebs in Ihrem Leben.
Mit solchen Meinungen wie den Ihrigen wären wir heute noch im medizinischen Steinzeitalter.

Norbert Müller
 
10
14.12.2010, 18:07
enfach zum nachdenken:

immer wieder kommen fälle ans tages licht, bei welche ärtze postive krebsabstriche den patienten nicht weiter melden, gab auch so einen fall in oberösterreich. in dem fall, hunderte postive gebärmutterhalsabstriche welche vom labor zurückgekommen sind blieben ohne information an den patientinnen in der praxis liegen. im zuge des gerichtsverfahren gegen den arzt hat sich herausgestellt, dass 99% der frauen noch 10 jahre danach ohne beschwerden waren und sich auch danach kein krebs feststellen hat lassen. bei der Mammografie ist es das gleich. solche leute wie sie bzw. die industrie die ihr geld damit macht, wird sowas nicht zugeben - sinnlos, obwohl es faktum ist.

Bonair
02
14.12.2010, 22:15

-1. Fehler: "Positiver Abstrich" ist noch lange kein Karzinom. Noch sehr lange nicht.
-2. Fehler: "welche vom labor zurückgekommen sind". Abstriche untersucht entweder der Gynäkologe selbst oder der Pathologe, aber kein Labor
-3. Fehler: Sie werden doch nicht wirklich einen zytologischen Test mit einem bildgebenden Verfahren gleichsetzen wollen?
-4. Fehler: Allein der so furchtbare Pap-Abstrich verhindert über 50% der Todesfälle beim Cervixkarzinom. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7909766

Und jetzt zurück in deine Höhle, Troll.

fertigprodukt
33
14.12.2010, 14:01

es gibt keine studien, die den oftmaligen untersuchungen irgendeinen vorteil zuschreiben. aber hauptsache, wir alle dürfen diesen unsinn zahlen.

freie krankenkassenwahl - JETZT.

jade
00
16.12.2010, 13:08
hier geht,s .............

doch nur um die Auslastung bzw. Effizienzsteigerung div.Gesundheitseinrichtungen oder, - Geschäfts anbahnung per Vorladung. ..... nix sonst.

fertigprodukt
00
16.12.2010, 18:55

screening = finden von neukunden.
zahlen dürfen wir diesen spaß alle. das ist das gemeine dran.

Andreeeas
01
23.12.2010, 22:37

Sie dürfen ja auswandern, wenn Sie unser Sozialsystem so schlecht finden und nicht dafür zahlen wollen.

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