Time Warner-Chef vergleicht Netflix mit albanischer Armee

13. Dezember 2010, 15:36
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    screenshot: netflix.com

    Netflix: TV-Serien und Filme um 8 Dollar im Monat

Jeffrey Bewkes sieht Tage des Streaming-Dienstes gezählt - "werden Welt nicht erobern“

Die Angst vor Streaming-Diensten wie Netflix und Angeboten wie Google TV sitzt traditionellen TV-Netzwerken, Kabel- und Satellitenfernsehanbietern offenbar tief im Nacken. So haben bereits zahlreiche US-Sender haben ihre Angebote für Google TV blockiert. Time Warner-Chef Jeffrey Bewkes sieht in Netflix eine Bedrohung für Produzenten und Kabel-TV-Anbieter gleichermaßen. Er glaube aber nicht, dass der Dienst eine Zukunft haben werde. "Das ist ein bisschen wie (die Frage), ob die albanische Armee die Welt erobern wird", so der CEO im Interview mit der New York Times.

Günstige Deals

Netflix bietet in den USA Filme und TV-Sendungen als Streams gegen eine niedrige Monatsgebühr an. Dafür hat das Unternehmen entsprechende Lizenzverträge geschlossen. Doch die Deals sind bislang offenbar deutlich günstiger ausgefallen als die Verträge mit Anbietern von Kabel- und Satellitenfernsehen. So habe das Unternehmen 2008 einen Vertrag mit dem Pay-TV-Kanal Starz für Filme von Sony und Disney in der Höhe von 25 Millionen US-Dollar pro Jahr abgeschlossen. Kabel- und Satelliten-Netzwerke hätten dafür jedoch Hunderte Millionen Dollar für die gleichen Filme gezahlt.

Neue Verträge nicht mehr leistbar?

Der Vertrag läuft laut dem Bericht 2011 aus und es ist nicht davon auszugehen, dass sich Starz nochmals auf einen derartigen Handel einlässt. Analysten rechnen damit, dass Netflix nun eher eine Summe in Höhe von 250 Millionen Dollar pro Jahr zahlen müsse. Das könne sich das Unternehmen, das von seinen Abonnenten 8 Dollar im Monat verlangt, jedoch nicht leisten.

Von neuer Hoffnung zu neuer Bedrohung

In den späten 90ern habe die Unterhaltungsindustrie ihre Hoffnung in Netflix als neuen Distributionskanal für Leih-DVDs gesetzt. Doch es habe dazu beigetragen, dass die DVD-Käufe gesunken seien, so Bewkes. Durch den Erfolg des Streaming-Dienstes von Netflix wird nun befürchtet, dass es den Kabel-TV-Anbietern Kunden abspenstig macht. Die Produzenten von TV-Serien scheinen durch die Netflix-Deals vorsichtig geworden zu sein. Wenn eine Show einmal über Netflix verfügbar sei, könne man sie nirgendwo anders mehr verkaufen, meint Bewkes. Der Time Warner-Chef sieht Netflix als Ergebnis eine Ära, in der mit neuen Diensten experimentiert wurde, die nun jedoch zu Ende gehe. (red)

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14 Postings
sysiphos
 
14
19.12.2010, 16:57
hat er sicher recht.

das mit diesem streaming und downloaden oder tauschen, das ist ja nur eine modeerscheinung, das hört sich sicher bald wieder auf. ich glaub, auch facebook ist schon weit über dem höhepunkt, das interessiert auch schon bald kein schwein mehr. überhaupt das ganze internet ist ja nichts als so ein kurzes strohfeuer, das braucht ja in wirklichkeit alles keiner. gleich wie die mobiltelefonie, auch ein völlig überschätztes auslaufmodell.

Mathias
 
01
19.12.2010, 21:23
tauschen, das ist ja nur eine modeerscheinung

Eben.. "Datentausch" auf dem Schulhof via Disketten bzw. CD-Roms hatten schon 1988 / 1994 keine Zukunft ;-)

badoli from Hell
00

Genau! Das Internet wird sich auch nicht durchsetzen...!

TrueFalse
04
13.12.2010, 19:49
"Das ist ein bisschen wie (die Frage), ob die albanische Armee die Welt erobern wird", so der CEO im Interview mit der New York Times.

Ja na eh. Nur die Frage ist, wieso "Albanien" (Netflix) versuchen wollen würde die Weltherrschaft - die bei diesem Satz anscheinend "Warner Bros." innehat -an sich zu reißen ? Einfach selber so einen Dienst anbieten und nicht immer jammern, dass euch jemand von diesen Milliardengewinnen mit einer besseren Idee was auf legalem Weg wegnimmt. Wie weit kommen wir? Regt sich bald der "Anker" auf, dass "der Mann" bessere Semmeln macht und es inakzeptabel ist? Da kann man sich ja nur mehr auf den Kopf greifen. Die Film und Musikindustrie sind fast schon schlimmer als die Bankindustrie.

papst benedikt
15
13.12.2010, 19:41

fairerweise sollte man dazu sagen, dass die albanische armee in den letzten 50 jahren weit weniger kriege verloren hat als die armee der usa :)

ernst thaelmann1
00
13.12.2010, 19:24

samma froh, daß der die glorreiche österr. armee nicht kennt...

die Resi-Tant Evil
10
13.12.2010, 18:42
Die albanische Armee weiß, wo Mr. Bewkes Auto steht!

Na wart ...

Lunar Corporation
00
14.12.2010, 17:15

nur Evil, kommt auf schlimme Gedanken. :)

KerR
06
13.12.2010, 17:29
Typisches Muster

Da kommt eine Firma mit einer Idee, die Content-Mafia denkt sich, den armen Hascherln lizenzieren wir unsere Filme und Serien zu irgendeinem niedrigen Fantasiepreis, denn das Zeugs wird sich ohnehin nicht durchsetzen.
Wider Erwarten schlägt das Geschäftsmodell ein wie eine Bombe und schon kommen die Manager aus ihren Löchern und meinen, na aber so geht das nicht, da wollen wir aber schon ordentlich abcashen in Zukunft.

War das gleiche mit dem digitalen Musikvertrieb. Nur hatte man da einen iTunes Store der schon so viel Marktanteil hatte, dass man dieses Geschäftsmodell nicht mehr einfach abdrehen konnte. Ich hoffe, Netflix ist mittlerweile auch so gut im Geschäft. Das Angebot jedenfalls stimmt.

badoli from Hell
00
Tjo...

...wenns Netflix abwürgen, wandern die Leut wieder zu Tauschbörsen und Download-Anbietern, und die guten Manager verdienen noch weniger.

ketter_nerl
01
13.12.2010, 15:44
lol

warum nimmt man albanien als musterbeispiel fürs versagen?

weil sie keinen mc donalds haben?

es gibt doch weit ärmere länder ^^

Ulrich Strauss
01
13.12.2010, 15:51

Weil wahrscheinlich immer hier nachgelesen wird: http://www.stupidedia.org/stupi/Albanistan

ketter_nerl
10
13.12.2010, 20:56
pfuiiii stupipedia.

www.encyclopediadramatica.com

hiermit bist du um welten besser bedient! ;)

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