Selbst spritzen

Selbst-Verabreichung verunsichert Patienten

13. Dezember 2010, 16:41
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    foto: ap/lukas barth

    Müssen Patienten sich Spritzen selbst verabreichen, müssen sie vieles bedenken

Insulin für Diabetiker, Heparin gegen Blutgerinnsel, verschiedene Hormone oder Antikörper - Mit Tipps

Berlin - Vor allem Wirkstoffe, die aus Proteinen (Eiweißen, Anm.) bestehen, müssen von Patienten häufig selbst gespritzt werden. Beispiele sind Insulin für Diabetiker, Heparin gegen Blutgerinnsel, verschiedene Hormone oder Antikörper, die unter anderem gegen Krebserkrankungen zum Einsatz kommen. Sind Patienten auf diese "Parenteralia" angewiesen, sind sie manchmal sehr verunsichert. Je nach Wirkstoff werden Arzneimittel zur Selbstinjektion meist in das Fettgewebe unter der Haut (subkutan) oder in den Muskel (intramuskulär) gespritzt.

Richtige Spritztechnik zeigen lassen

"Diabetiker, die sich dauerhaft Insulin spritzen, sind oft gut geschult", erklärt Apotheker Wolfgang Kircher, Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). Gemäß dem Experten spritzen sich andere Patienten nur vorübergehend ein Medikament. Sie sollten sich unbedingt in der Apotheke die richtige Spritztechnik zeigen lassen, rät der Fachmann. Dabei könne der Patient selbst beeinflussen, wie schmerzhaft eine Injektion ist.

Schmerzen gering halten

Die Schmerzen seien gering, wenn die Kanüle nach jeder Injektion ausgetauscht, die Lösung auf Raumtemperatur erwärmt und langsam injiziert wird. Zudem spiele die verwendete Hautstelle eine Rolle. Beispielsweise sind subkutane Injektionen in den Bauch oder Oberschenkel weniger schmerzhaft als solche in den Oberarm.

Auf Sauberkeit achten

Die Hygiene spielt eine große Rolle, denn das Arzneimittel muss steril bleiben. Liegt das Medikament in getrockneter Form vor, muss es vor dem Spritzen gelöst werden. Wird das Lösungsmittel bei Durchstechflaschen durch einen Gummistopfen gespritzt, muss dieser zunächst desinfiziert werden. Dies verhindert das Einbringen von Erregern in das Innere der Flasche. Der Flüssigkeitsstrahl wird nicht auf das getrocknete Pulver, sondern auf die Wand der Flasche gerichtet. Dabei ist die Flasche langsam zu drehen, um die Flüssigkeit zu verteilen. Erst wenn das gesamte Pulver benetzt ist, darf die Flasche vorsichtig gerollt werden.

Damit dies im Alltag richtig funktioniert, sollten sich Patienten das richtige Auffüllen mit Wasser unbedingt vom Apotheker zeigen lassen. Auf keinen Fall darf man sich nicht vollständig gelöste Arzneimittel spritzen. Viele Parenteralia müssen kühl aufbewahrt werden. Je nach Präparat gelten unterschiedliche Lagerungsvorschriften, die genau zu beachten sind. (sid/red)

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Posting 1 bis 25 von 29
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hot doc
03
14.12.2010, 22:09
liebe gesundeits-redaktion!

ein diabetiker ist nicht auf die zweifelhaften belehrungen eines medikamenten-verdrehers angewiesen. die richtige injektionstechnik lernt man nämlich in der diabetes-schulung, die ein insulintherapierter diabetiker sowieso absolvieren sollte. da beschäftigt sich eine diabetesschwetster mit ihm die richtige technik beibringt.
und die selbstzubereitung von aufzulösender trockensubstanz gibts nur in extremen ausnahmefällen, in denen der patient eh im spital geschult wird.

wieder so ein artikel zur belobhudelung dieser verzichtbaren apotheker, diese akademisch geprüften schachterlverkäufer.

uinsel
00
14.12.2010, 12:13

"Die Schmerzen seien gering, wenn die Kanüle nach jeder Injektion ausgetauscht, die Lösung auf Raumtemperatur erwärmt und langsam injiziert wird. Beispielsweise sind subkutane Injektionen in den Bauch oder Oberschenkel weniger schmerzhaft als solche in den Oberarm."

sagt das bitte irgendwer den leuten bei der impfstelle??!!

langsam, nicht direkt ausm kühlschrank, nicht in den oberarm?

fluchtpunkt
00
14.12.2010, 19:49

Impfungen werden in den Muskel und nicht ins Fettgewebe unter der Haut gespritzt, das ist nicht das Gleiche.

Bonair
00
14.12.2010, 13:55

"Nicht in den Oberarm" wird in der Impfstelle schwierig. Das Zeug gehört in den Muskel und da ist der Oberarm neben dem Gesäß die beste Option (Oberschenkel geht nur sehr bedingt, ist aber mehr ein Glücksspiel und Bauch geht da gar nicht).

Der Bauch und der Oberschenkel eignen sich nur für Injektionen ins das subkutane Fettgewebe und da bringen die meisten Impfungen wenig (bei der Grippeimpfung ist das neuerdings aber möglich).

Dagmar Rehak Wien
 
00
14.12.2010, 15:44

Das mit der Fettschicht über Bauch und Oberschenkel kann ich bestätigen. Die Fettschicht über dem Gesäß ist aber bitte auch ka Dreck. Und als vor allem geistig tätiger Mensch ist bei mir die Muskelschicht zwischen Fett und Knochen eher dünn.
Wie ist es eigentlich mit dem Wadl?

Bonair
00
14.12.2010, 15:55

Die Nadeln für das Gesäß sind dementsprechend auch deutlich länger.
Vorteil: auch größere Mengen problemlos injizierbar
Nachteil: Gefahr der Injektion in eine große Arterie/einen Nerv

Bei allen anderen Körperstellen gibt es keine standardisierten Prozeduren zum Impfen (z.B. anatomische Orientierungspunkte), beinhaltet also immer ein gewisses Risiko.

Dagmar Rehak Wien
 
11
14.12.2010, 16:50

Du denkst also, Impfen ist gefährlich?
Das würde ich hierforums lieber nicht zu laut sagen, sonst hast du gleich die ganze Impfmafia am Hals!

Bonair
00
14.12.2010, 17:52

Nein, ich sage nur dass nicht fachgerechte Impfungen gefährlich sein können. Eine versehentliche Injektion in die Arterie beim Gesäß kann zum Absterben ebendieser Region führen. Kommt praktisch nicht mehr vor wenn die Impfung fachgerecht durchgeführt wird. Bei Injektionen in den Oberarm ist das Risiko auch eliminierbar.

Bei Impfstoffen selber ist das Nutzen-Risiko-Vehältnis deutlichst zugunsten des Nutzens verschoben.

Dagmar Rehak Wien
 
00
14.12.2010, 13:03

Sag's DU ihnen.
Irgendwer muss den Anfang machen.
Oder nimm ihnen das Jaukerl aus der Hand, wärme es an und halt ihnen dann deinen Oberschenkel hin.

uinsel
00
14.12.2010, 13:32

naja...
es war schon 5 minuten diskussion das letzte mal, dass die mir nur einen arm anpieken und alles in den linken oberarm reindrücken, statt in den rechten.

aber das nächste mal, versprochen, werd ich um meinen oberschenkel kämpfen und meine arme stahlverstärken.

So Nina
01
14.12.2010, 10:02
Der richtige Artikel...

...für den Injektionsphobiker....

BRRRRR....

Dagmar Rehak Wien
 
41
13.12.2010, 22:05
Ich hab eine eigene Technik beim Grippe-Impfen.

Will sie jemand lesen?

WeltenBrand
00
16.12.2010, 09:31
Dagmar Rehak

das FS3 des Gesundheits-Ressorts

der feuerrote frederik
00
14.12.2010, 12:11
also wenn sie schon sooo fragen...

... bin ich natürlich schon neugierig:
wie impfen sie sich?

Dagmar Rehak Wien
 
10
14.12.2010, 12:59

Steht schon weiter unten, kurz:
bessere Verteilung des Serums (die eigentliche Technik)
doppelte Portion
nachimpfen
Einen "Profi" lass ich das nimmer machen. Die können das nicht gscheit.

KimPossible
03
14.12.2010, 12:07

bitte nicht!

Dagmar Rehak Wien
 
01
14.12.2010, 13:01

Würde aber gerade dir auch nützen.
Wenn zB dein Stecher (nicht der, von dem du schwanger bist, sondern der, der dich impft) zu wenig tief sticht, erwischt er nur das Fettgewebe, macht dort sein Lackerl hin, und deine Immunantwort ist nur sehr leise. Da hast du nix davon, zahlst aber den vollen Preis.

h 90
02
14.12.2010, 09:07

ich impf mir alles selber...ist nicht so schlimm.
Das erste mal braucht man halt einen ordentlichen Schnaps vorher aber spaeter ist es dann egal....

Dagmar Rehak Wien
 
00
14.12.2010, 12:09

Und irgendwann fangt es dann an, Spaß zu machen, stimmt's?

h 90
02
14.12.2010, 12:30

dazu mache ich es entweder zu selten oder mit den falschen Substanzen.
Aber ein bisserl lustig ist es schon, dass geb ich schon zu.

Dagmar Rehak Wien
 
00
14.12.2010, 12:55

Das mein ich ja: ein bisserl lustig. In Ekstase gerate ich nicht, aber ich mach das echt gern.

h 90
01
14.12.2010, 13:26

Lustig wars am Anfang: Ich brauchte 2 Auffrischungsimpfungen fuer irgendwas, ich glaub hepatitis und japan b enzephalitis (schreibweise??).
Hatte die dabei, originalverpackt und gekuehlt, am Moped mit meinem Angestellten zum naechsten Arzt (hier in Bangkok). Die bloede Tussi impft es nicht ohne aerztlicher Bestaetigung, weil sie nicht weiss ob die Impfungen dem thailaendischen Qualitaetsstandard entsprechen.....(Als wie wenn ich mir nicht selber so einen Wisch drucken koennte und mit Dr. h90 unterschreiben). Also zur Apotheke Spritze kaufen (boeser Blick). Festes Glas Schnaps und rein mit die Jaukerl. Da haben meine Angestellten gschaut. Wobei ist ja ganz banal.

Dagmar Rehak Wien
 
00
14.12.2010, 15:46

Was, du hast deine Angestellten zuschauen lassen?
Ich will dabei lieber ganz allein und ungestört sein.

h 90
01
14.12.2010, 15:49

ich auch aber wenns neugierig sind dann gebe ich nicht zu dass ich schuechtern bin.
Da lass ich schon den Macho raushaengen

Herr Pfleger1
06
14.12.2010, 07:37

nein

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