"Die Sexsache ist doch nur ein vorgeschobener Tatvorwurf" - Dahinter stünden USA
Berlin - Der Anwalt von Wikileaks-Gründer Julian Assange glaubt an eine
Verschwörung gegen seinen Klienten. "Die Sexsache ist doch nur ein
vorgeschobener Tatvorwurf wegen eines Delikts, das die Inhaftierung des
Verdächtigen ermöglicht, während die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem
eigentlichen, schwereren Verbrechen andauern", sagte Mark Stephens in der "Bild
am Sonntag". Die schwedische Justiz hat gegen den Gründer der
Internet-Enthüllungsplattform einen internationalen Haftbefehl wegen sexueller
Vergehen erwirkt, der Mann ist seit Freitag in Großbritannien in Haft.
Als Drahtzieher vermutet Stephens die Vereinigten Staaten von Amerika. "In
Washington wird eine Grand Jury vorbereitet, um vielleicht nicht wegen Spionage,
aber wegen einer Reihe von Anklagepunkten in Verbindung mit Wikileaks gegen Julian vorzugehen."
Assange habe inzwischen eine Einzelzelle bezogen. "Er hält sich wacker,
scheint so gut drauf zu sein, wie es unter den Umständen eben möglich ist",
sagte der Anwalt. (APA/dpa)