Obama: Klima-Beschlüsse sind Fortschritt

12. Dezember 2010, 08:58

Auch Merkel zufrieden mit Klimagipfel-Ergebnis - Morales will weiter für "Mutter Erde" kämpfen

Washington - US-Präsident Barack Obama hat die Klima-Beschlüsse von Cancun als Fortschritt im Kampf gegen die Erderwärmung gewürdigt. Die Einigung baue auf dem Kompromiss von Kopenhagen auf und bringe den Kampf gegen den Klimawandel voran, sagte er Angaben des Präsidialamtes zufolge in einem Telefonat mit dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon. Mexiko war Gastgeber der diesjährigen Klimaverhandlungen, die am Samstag doch noch mit einigen grundlegenden Vereinbarungen endeten. 

Merkel zufrieden

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zufrieden über den Ausgang des UN-Klimagipfels geäußert, nachdem bei der Tagung am Samstag in letzter Minute überraschend ein umfangreiches Klimaschutzpaket verabschiedet worden war. "Wir haben heute in Cancun einen guten Schritt nach vorne gemacht", sagte Merkel am Samstag in Berlin. Es bleibe jedoch sehr viel zu tun, um ein Anschlussabkommen für das 2012 auslaufende  Kyoto-Abkommen zu erzielen.

"Aber das war heute ein wichtiger Tag für den internationalen Klimaschutz", fügte die Kanzlerin hinzu. "In dem Geist, in dem jetzt die Verhandlungen noch abgeschlossen werden konnten - in letzter Minute - muss jetzt intensiv weitergearbeitet werden", sagte Merkel. Dies bedeute Technologietransfer und Unterstützung für die ärmsten Länder der Welt sowie auch anspruchsvolle Klimareduktionsziele für die Industrieländer.

Morales will weiter für "Mutter Erde" kämpfen

Der bolivianische Präsident Evo Morales will nach der gescheiterten Blockade des Klima-Kompromisses in Cancun weiter für "Mutter Erde" kämpfen. Zugleich bedauerte er am Samstag (Ortszeit) in dem Ort Sacabamba, dass sich die restlichen 193 Teilnehmerländer des Klima-Gipfels in Mexiko über die Bedenken seines Landes hinweggesetzt hätten. Das Klimaschutzpaket von Cancun, das weltweit als Erfolg gefeiert wurde, sei nach Ansicht von Morales nicht geeignet, die Natur und die Menschheit zu retten, meldete die Nachrichtenagentur ABI.

Sein Land habe als einziges den Kompromiss nicht unterzeichnet, weil die Vereinbarungen dazu beitragen würden, den Menschen und das Leben auf der Erde auszulöschen, warnte Morales. Boliviens Delegationsleiter in Cancun, Pablo Solon, hatte immer wieder moniert, die Entwürfe seien zu schwach, um die Erderwärmung ausreichend zu begrenzen.

Bei der Entscheidung überging die mexikanische Konferenzpräsidentin Patricia Espinosa dann aber bewusst den Widerstand Boliviens und ignorierte die Einwände entgegen der UN-Regeln. Die Entscheidung musste im Einklang mit den 194 Staaten angenommen werden. Einklang bedeutete nach Espinosas Auslegung aber offenbar nicht Einstimmigkeit.

Die 192 Teilnehmerstaaten verabredeten unter anderem, die Erderwärmung auf einen Temperaturanstieg von maximal zwei Grad zu begrenzen. Sie vertagten aber ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll, in dem sich die Industriestaaten bis 2012 zu einem Abbau der Treibhausgase verpflichtet haben. Die USA sind nach China der größte Klimasünder und haben als einziges Industrieland das Protokoll nie ratifiziert.Obama hatte sich vor einem Jahr in Kopenhagen maßgeblich für den Kompromiss eingesetzt, der nun mit weiteren Details angefüllt wurde. (red/APA/Reuters)

miss chicken
02
12.12.2010, 18:05
Wer darin einen Fortschritt sieht,

dem ist was verrutscht.
Solchen Leuten sollten wir zumindest nicht das Schicksal unseres Globus anvertrauen.

Student der Magie
13
12.12.2010, 13:09
Mehr als 60% des CO2`s stammt aus den US-Natokriegen. Also,

wenn die Heuchler daran denken den CO2-Ausstoss zu verringern, dann sollen sie einfach ihre die Menschen und die Natur zerstörenden Kriege beenden und sie sollen bis dorthin aufhören, den Menschen bei jedem Atemzug ein schlechtes Gewissen einzureden.
Und während die Klimagurus a la Al Gore in Luxusvillen am Strand ohne Klimaschutzeinrichtungen wie Solarenergie etc. auskommen, und zu ihren hochtotierten Vorträgen mit ihren Privatjets jetten und in Luxuslimousinen antuckelt, solange scheint es so, als wäre die Sache mit dem Klimawandel nicht so tragisch, sonst würden sich ja gerade die Gurus einen entsprechenden Lebensstil zulegen.
Aber wie die "Schweine im Weltall" leben und von den anderen immer nur zu verlangen ist zu wenig.

märchenonkel
02
12.12.2010, 11:09

Ja, ja, mit Neusprech lässt sich jedes Problem lösen.

Gutes Wuzzelpapier ist standard
17
12.12.2010, 10:35
Welcher Fortschritt hin oder her auch immer

Vielleicht hab ich was überlesen. Aber im allgemeinen Rauschen geht Wesentliches unter:

Wer die abgefeuerte Gewehrkugel für den Tod des Zieles verantwortlich macht, liegt falsch. Der Schütze, der den Finger krümmt, ist der Verantwortliche.
Selbst wenn Kohlendioxid die Kugel wäre, der Schütze ist die uferlos wachsende Menschheit.

Gelänge es, der Vermehrung Einhalt zu gebieten oder sie wenigstens zu stabilisieren, besser noch zu kontrollieren, gäbe es den heraufbeschworenen menschengemachten Klimawandel nicht.

Wohin "wandelt" denn das Klima??
zB in einen Klimakollaps!

Hans Vogel
01
12.12.2010, 13:09
Vollkommen richtig!

Das große Problem ist nicht das CO2 sondern die Bevölkerungexplosion. Die wesentlichste Aufgabe jeder Entwicklungshilfe wäre eine Geburtenregelung.
Alle andere Entwicklungshilfe ist das Gleiche, wenn ich Brände löschen versuche und auf der anderen Seite Öl in das Feuer schütte.
Dieses Problem war schon in den 60 ger Jahren, lange vor der CO2 Hysterie, bekannt, den Kirchen ist es jedoch gelungen dieses Bewußtsein zu unterdrücken.
Wenn 10.000 Kinder pro Tag weniger geboren werden, verhungern 10.000 weniger.
So ist Benedikt XVI. schuld am Hungertod von 10.000 Kindern pro Tag.

Gutes Wuzzelpapier ist standard
02
12.12.2010, 16:44
Unabhängig vd Kirche-; Der englische Schriftsteller Aldous Huxley 1984-1963(‹Schöne neue Welt›) sagte einmal:

«Das Problem der Überbevölkerung, ungelöst, wird all unsere anderen Probleme unlösbar machen. Alle Ärgernisse, die uns bedrängen, die Umweltverschmutzung, das Ozonloch, Energienot können Sie auf die Überbevölkerung zurückführen.»
und:
„Nach meinen Überlegungen und Berechnungen kann unser ‹Raumschiff Erde› etwa eine Milliarde Menschen tragen. Eine größere Zahl von Menschen beginnt, eine Verschmutzung für unsere Erde zu werden. Zwei Milliarden sind noch zu ertragen, vier Milliarden sind furchtbar, heute sind wir fünf, werden demnächst sechs und zehn Milliarden Menschen auf der Erde sein. Das kann nur eine Katastrophe geben.“

„Fruchtbar sein und sich vermehren; sowie sich die Erde untertan machen“ ...Auftrag wurde schon lange erledigt!

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