Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wird ein deutscher Kampfverband in Frankreich stationiert
Straßburg - Zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkrieges hat
ein Kampfverband der deutschen Bundeswehr Quartier auf französischem Boden
bezogen. Die 600 Soldaten des Jägerbataillons 291 gehören zur
deutsch-französischen Brigade und sind in Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg
stationiert.
"Mit der Aufstellung des Jägerbataillons 291 stationieren wir zum ersten Mal
einen deutschen Verband ganz auf französischem Boden", sagte der deutsche
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Freitag bei einer
Feierstunde mit seinem französischen Kollegen Alain Juppé. "Damit schlagen wir
ein neues Kapitel in den an Symbolen so reichen deutsch-französischen
Beziehungen auf."
Die deutsch-französische Brigade gilt als Symbol für die guten Beziehungen
beider Länder und als Teil der gemeinsamen europäischen Außen- und
Sicherheitspolitik. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs
Präsident Nicolas Sarkozy hatten die Stationierung des Bataillons in Frankreich
2009 angekündigt. (APA)