Techniker: Prestige des Arbeitgebers zählt wenig

20. Dezember 2010, 11:15
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    foto: apa/epa/waltraud grubitzsch

    Techniker: Betriebsklima schlägt Prestige

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    grafik: apa/quelle: ivm/uniforce

Studie sondiert Erwartungen an Technik-Jobs und Gehaltsvorstellungen - Gutes Verhältnis zu Kollegen entscheidend

Ein gutes Verhältnis zu den Kollegen und eine interessante Tätigkeit ist angehenden Technikern viel wichtiger als das Prestige des Unternehmens, in dem sie arbeiten wollen. Zudem legen sie überraschend wenig Wert darauf, in einem großen und namhaften Unternehmen zu arbeiten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Engineering-Unternehmens IVM, die die Erwartungen von Berufstätigen und Studenten erhob. Ähnlich liegt die Einstellung zum Job auch bei jenen Befragten, die bereits in Unternehmen tätig sind. Gefragt wurde auch nach den Gehaltsvorstellungen.

Prioritätenverteilung

Konkret ist es nur für 13 Prozent der Technik-Studenten "wichtig" oder "sehr wichtig", in einem großen Unternehmen zu arbeiten. Nur 15 Prozent achten darauf, in ein namhaftes und bekanntes Unternehmen einzutreten. 80 bis 90 Prozent halten jedoch ein gutes Verhältnis zu den Kollegen für entscheidend. Eine interessante Arbeitstätigkeit schätzen 99 Prozent der Studenten als wichtig bis sehr wichtig ein. Berufstätige Techniker empfinden ganz ähnlich. Sie legen noch etwas mehr Wert auf Eigenverantwortung, Teamwork und flexible Arbeitszeiten. Die Prioritäten bleiben laut der Studie jedoch weitgehend dieselben wie bei den Studenten.

Finanzielle Erwartungen

Die meisten Studenten (63 Prozent) erwarten ein Einstiegsgehalt zwischen 25.000 und 35.000 Euro brutto jährlich. Berufstätige halten zum Teil sogar ein höheres Startgehalt für möglich. Beide Gruppen bewerten jedoch nicht nur den Kontostand, sondern auch die Transparenz beim Verdienst und bei den Karrierewegen.

Die Studie wurde von dem Beratungsunternehmen Uniforce durchgeführt. 424 Studenten an Universitäten und Fachhochschulen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark nahmen daran teil. Um auch die Erwartungen berufstätiger Technikern zu erheben, wurden auch 154 Mitarbeiter von IVM an vier Standorten in Österreich in die Studie mit einbezogen. (red, derStandard.at)

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Posting 1 bis 25 von 40
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Romeo und Julia
20
21.12.2010, 16:04
Das ist ein ARMUTSZEUGNIS

Ciena Consulting
00
begründen Sie es.

wieso sollte es ein armutszeugnis sein?

Romeo und Julia
00
21.12.2010, 16:01

80-90 halten gutes Verhältnis zu Kollegen für entscheidend (wer nicht?) dagegen ist es nur 13% wichtig international in großen Gruppen zu arbeiten?
99% (Diese Antwort ist scheinbar sozial erwünscht) ist eine interessante Arbeit sehr wichtig (ein Techniker sucht sich demnach seine Arbeit selbst aus, wieviele davon sind Unternehmer?) und berufstätige Techniker empfinden sehr ähnlich (d.h. nur die abgesprochenen, sozial erwünschten über Freunderlwirtschaft agierenden Techniker haben heute überhaupt noch einen Job?)

Erwin Wolfram
00
21.12.2010, 15:32

komisch und ich dachte immer grosse unternehmen haben bessere weiterbildung, bessere und umfassendere kontakte und vertraege mit den lieferanten und mehr ressourcen. klar das fuer den standard dies unwichtig ist, weil wenn man keine fortbildung erhaelt wie bei den meisten kleinen, auch keine kontakte zur jobsuche hat wie bei den meisten kleinen und mit dem bleistift das atomkraftwerk (iüS) baut, dann gibt es fuer unsere faulen journalisten einfach mehr potential: skandale, arbeitsvermittlungen uvm...

GWS
 
05
20.12.2010, 18:58
25.000-35.000 Euro brutto??

Also nur einmal zur Klarstellung: Zumindest in der Metallindustrie sieht schon der Kollektivvertrag für typische Akademiker(Einstiegs)-Positionen (Beschäftigungsgruppe G) ein MINDESTGEHALT von etwas über € 35.000,- brutto pro Jahr vor.

Wenn man bereits Kontakte zum Unternehmen hat (z. B. durch eine Diplomarbeit, bei der man sich geschickt angestellt hat), sind auch Einstiegsgehälter > € 40.000,- brutto p. a. möglich.

Die Leute sollen sich nicht unter ihrem Wert verkaufen, auch wenn das vielleicht im Interesse diverser "Beratungsunternehmen" ist, die hier unhinterfragt ihre Pressemitteilungen abgedruckt bekommen. € 25.000,- kriegt i. a. schon ein HTL-Absolvent.

Fantastic Fox
00
21.12.2010, 09:43
Kann ich bestätigen.

Bei SMS Siemag z.B. sind es 14 mal 3.300 bto. pro Jahr. Zuzüglich 15% Jahresbonus.

spacedakini
02
20.12.2010, 17:42

Warum sollte jemand danach streben, in einem möglichst großen Unternehmen zu arbeiten?
Kann mir das wer erklären???

sotho talker
 
02
21.12.2010, 11:15
karriere machen!

große unternehmen haben meist klare antworten auf die frage was man tun um weiter nach oben zu kommen.

dafür muss man damit leben mit all den greuel die in der zeitung stehen in verbindung gebracht zu werden und sich bewußt sein: man macht im grunde jeden tag die welt zu einem ein bischen schlechteren ort.

"arbeitest du nicht für diese firma?", "ja, aber damit hab ich nix zu tun"

das schreckt inzwischen schon einige leute ab sich für dinge rechtfertigen zu müssen für die man nichts kann.

dreck am stecken haben aber inzwischen so viele, da wird die auswahl eng...

MrGreen
02
20.12.2010, 18:31

Weil die Bezahlung meist deutlich besser ist

Superelvis3000
01
21.12.2010, 05:27

Nein!

S H7
00
21.12.2010, 10:04
Stimmt im Allgemienm nicht

Eher schlechter in Großen Unternehmen - vorallem beim Einstieg. Es besteht zwar die Chance weiter hoch zu kommen in einem großen Unternehmen als in einem kleinen, das Gehalt wird aber meist für nur für jene besser die es dann wirklich hoch schaffen und aufgrund Ihres Wissens wirklich gebraucht werden.

fussgängerüberführung
323
20.12.2010, 16:51
Wofüer braucht es Techniker?

Wir haben doch BWL'ler!

Die können alles und noch viel mehr!

Daher beglücken immer mehr von denen unsere Wirtschaft!

Prozesse werden dadurch effizienter!

Leitbilder und Strategien werden optimiert!

Nicht zu verstehende technisch orientierte Aufgaben werden an Praktikanten delegiert.

Kurzum: Alles wird besser und noch viel mehr!

Wer ein technisches Fach studiert hat (wie ich) ist dadurch allenfalls ein Looser: Anstrengendes Studium, in der Firma knallen sie einem Nullahnungwappler vor die Nase, die dank Nullahnung rastlos(!) ihr gesamtes BWL-Wapplertum zur Machtsicherung und -Ausweitung einsetzen. Zum Kotzen. Wo soll das hinführen. Frust. Will auch was haben vom Beruf.

Ergo: Kinder, studierts was lustiges...Musik,Kunst o.dgl.

OttotheBusdriver
11
21.12.2010, 15:53
Traurig, aber wahr

Dem Techniker wird erklärt: wieso Gehaltserhöhung, sie haben doch gerade einen 21" Monitor bekommen, sie sollen ihre Motivation doch aus der Arbeit beziehen. Und übrigends,... wenn der Termin nicht hält, dann müssen wir uns was überlegen,....

Der BWLer/Jurist bekommt Geld, Dienstauto, luxuriöses Büro weil er ein "Leistungsträger" ist, den man halten möchte. Und außerdem weil er mit seinen Powerpointbildchen Zugang zu den obersten Etagen erhält.

Leute, studierts ja nix technisches, es zahlt sich nicht aus!

sotho talker
 
00
21.12.2010, 11:18
und dazu macht der BWL fuzzi auch noch karriere

und sie bleiben auf ewig ein würschtel :)

da hilft nur mehr selbstständig machen!

djang
01
21.12.2010, 09:58

dem kann ich nur beipflichten!

Hefeweizerlbier
05
20.12.2010, 19:34

Das ist der Grund, wieso Großbetriebe gar nicht so beliebt sind.
In einem kleinen Laden muss man zwar manchmal unangenehmere Arbeiten erledigen (Schreibkram mangels Sekretärin), dafür hat man weitgehend freie Hand. Investitionsentscheidungen werden innerhalb von Minuten zusammen mit dem Chef getroffen, ohne hundert Formulare ausfüllen zu müssen etc. Da kann man auch etwas weniger Gehalt in Kauf nehmen. Ich möchte nicht mehr unbedingt in einem großen Industriekonzern arbeiten.

hof99
32
20.12.2010, 19:03

Ihr Problem möchte ich nicht haben. Techniker sein reicht definitiv nicht. Versuchen sie doch, skills zu aktivieren, die sie aus dieser besch.. Situation herausbringen. Die BWL-er können definitiv nix dafür, da sind sie schon selber gefordert.

GWS
 
25
20.12.2010, 20:20

Man könnte z. B. auch "Kenntnisse" oder "Fähigkeiten" sagen statt "skills". Aber der Denglisch Quacksprech ist halt soviel schicker.

Lang lebe Gilles Peterson
11
20.12.2010, 16:00
Techniker: Prestige des Arbeitgebers zählt wenig

Soso,könnta auch daran ligen das du mit dem Prestige
deiner Firma die hungrigen Mäuler deiner Famile nicht
sattbekommst.

sociovation
254
20.12.2010, 14:23
Es gibt kaum etwas, was die Welt weniger braucht

als TechnikerInnen.

fbe
01
10.1.2011, 13:53

BWLerIn detected!

Schnapphahn
00
21.12.2010, 14:15
Also wenn Sie hier provozieren wollten, :-)

das zumindest ist Ihnen gelungen.

Ihr
Schnapphan

Techniker Maschinenbau

uinsel
00
21.12.2010, 11:24

...ausser so ziemlich allem anderen.

aberpram
01
21.12.2010, 10:33
Ein Keks

*

für den Troll, obwohl er schon genug gefüttert wurde...
;-)

S H7
11
21.12.2010, 10:06
Es gibt kaum noch einen Arbeitsplatz

der nicht von der Innovation von Technikern abhängt - in allen Bereichen.

Sie arrogantes Nichtsnutz.

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