Kritik

Zu viele teure Groß­apparate in der Medizin

9. Dezember 2010, 17:21
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    foto: apa/pr

    Teuer, aber aus der Diagnostik nicht mehr wegzudenken: ein Computertomograf.

In Österreich sind mehr Computertomografen und andere medizinische Großgeräte im Einsatz als notwendig - Der Rechnungshof kritisiert die Planlosigkeit im Einsatz der teuren Apparaturen

Salzburg - Computer- und Magnetresonanztomografen, Strahlentherapiegeräte und ähnliche medizinische Hightechanlagen mehr: Der Rechnungshof schätzt, dass in Österreich mit Stand Ende 2007 derartige Großgeräte im Wert von rund 300 Millionen Euro im Einsatz waren. Eine Schätzung, denn, so der Bundesrechnungshof in seinem am Donnerstag publizierten Bericht "Medizinisch-technische Großgeräte mit Schwerpunkt in Niederösterreich und Salzburg", die Datenlage im Gesundheitsministerium ist mangelhaft. Die Daten wären nicht geeignet, "Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Ausstattung" der Apparate zu beurteilen.

Abweichung vom "idaltypischen Bedarf"

Folgt man der Argumentation des Rechnungshofes, dann herrscht im Einsatz der großen Hightech-Apparaturen weitgehend Planlosigkeit. Schon der vom Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen erstellte Großgeräteplan weiche vom "idealtypischen Bedarf" ab - sieht also mehr Geräte vor, als ursprünglich erhoben worden waren. Dazu kommt, dass sich wenige an diesen Plan gehalten haben dürften: "Österreichweit wichen bei allen sechs Großgerätearten sowohl der Planwert laut Großgeräteplan als auch der tatsächliche Gerätebestand vom idealtypischen Bedarf ab." Die für die einzelnen Bundesländer spezifisch festgelegten Obergrenzen seien allein in den Jahren 2005 bis 2009 insgesamt achtmal nach oben korrigiert worden. Dies deute "auf kurzfristige, anlassbezogene Anpassungen" hin. Trotzdem wären hierzulande außerhalb der Spitäler acht Computertomografen mehr in Betrieb als geplant.

Salzburgs Gesundheitslandesrätin Erika Scharer (SPÖ) lässt die Kritik nicht gelten. Sie verweist auf eine um zwölf Prozent gestiegene Nachfrage. Dies mache neue Geräte notwendig. Dass Spitalpatienten zu niedergelassenen Ärzten mit Großgeräten ausgelagert werden, ist für Scharer nicht patientengerecht und gesundheitspolitisch nicht vorstellbar. (Thomas Neuhold, DER STANDARD Printausgabe, 10.12.2010)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2
TT1
00
10.12.2010, 16:20
Ist doch easy

Irgendwie müssen auch die Ärzte in Österreich pfuschen gehen! Und deren Werkzeuge zum Pfuschen stehen halt in den Spitälern. Die Allgemeinheit finanziert den Reichtum unserer Götter in Weiß!

Barbarin
31
10.12.2010, 16:06
Danke Pharma und korrupte Politiker!

Wegen den schei** Geräten und deren Kosten, nimmt die Qualität und die Zeit für Diagnose und Behandlung stetig ab.

Gehts der Pharma gut, gehts den korrupten Politkern gut!

Andreeeas
11
10.12.2010, 18:15

Wenn Sie mir noch erklären würden, wie man ohne CT, PET, MR effizient und richtig diagnostiziert, wäre ich sehr dankbar.

Wie die Qualität durch solche Geräte abnehmen soll und die Zeit für Diagnose und Behandlung abnimmt, verstehe ich noch viel weniger.

Aber klar, ich weiß: Sie wollen ja niemanden überzeugen. Und überhaupt haben wir das alles, ähnlich wie bei "fertigprodukt", schon durchgekaut. Sie haben einfach ihre Meinung und alles andere wird so angepasst, dass es in die Meinung passt.

Barbarin
21
21.12.2010, 11:10
Fahren Sie bitte nach Indien oder Sri-Lanka...

...besuchen Sie dort eine Uni zwecks Studium (5-10 Jahre), dann können Sie zb. nicht nur ohne Maschinen so ziemlich alles erkennen, was beim menschl. Körper funkt oder auch nicht, aber sogar auch, was bei uns im Westen als zb. querschnitts-gelähmt abgestempelt wird und im Rollstuhl landet, heilen.

Wenn Sie wissen, wann es losgehen kann, bitte um ein Mail, dann bekommen Sie von mir den Uni-Namen und Adresse.

:-)

Andreeeas
11
21.12.2010, 16:33

Ah, das ist so eine Geheimuni, wo die Erleuchteten ausgebildet werden...

Sie amüsieren mich - besonders die Tatsache, dass Ihnen das nicht peinlich ist.

Barbarin
20
21.12.2010, 17:02
Oje Andy, wie der Schelm denkt....

...kennen Sie den Spruch wenigstens?

Sie wissen nicht, dass es Unis (und auch Spitäler) in Indien und Sri Lanka gibt?

Zur Erklärung Uni = Universität = dort wo man/frau studiert, also lernt

Spital = Krankenhaus = dort wo kranke Menschen hingehen um sich heilen zu lassen

Dort gehen dann die Studenten (soll ich erklären?) hin, um das Gelernte umzusetzen und anzuwenden!

Ihr Studium ist auf jeden Fall für die Fische und ich will mein Geld dafür zurück! Jetzt!

Andreeeas
01
21.12.2010, 17:14

Spital? Das ist doch dieser Ort...Spital am Pyhrn

Und ich will für Sie keinerlei Pensionen zahlen müssen!

Barbarin
01
21.12.2010, 17:26
Nachtrag...

...der mit Spital/Phyrn war allerdings gar nicht so schlecht! ;-)

Barbarin
00
21.12.2010, 17:22
So weit werden Sie nie kommen...

..befürchte ich, weil nicht ganz funktions-tüchtig!

Barbarin
11
21.12.2010, 16:39
Nein, für ganz normale Studenten...

...Uni = Universität + Praktikum im Spital = Krankenhaus.
(sicher ist sicher, bei Ihnen kann man nicht wissen)

Und jetzt kommt der Knaller...da bekommt man sogar einen Titel, Urkunden etc alles was so dazu gehört, die überall anerkannt sind, sogar in Europa.

Sie sollten von Ihrer eigenen Peinlichkeit berührt sein, aber wie!

Wozu lasse ich Sie studieren, wenn Sie überhaupt nix wissen? Mein schönes Geld!

Andreeeas
00
21.12.2010, 17:52

Glauben Sie mir: SIE lassen überhaupt niemanden studieren.

Barbarin
01
21.12.2010, 18:07
Das ist eine Redewendung?

Auch nicht bekannt? :-(

Wo soll ich bei Ihnen bloß ansetzten?

Godesberg
22
10.12.2010, 17:42

Nur zum Verständnis...

Medizintechnikunternehmen sind auch "Pharmamafia"?

Diese Schweine! Zwingen die doch die total wehrlosen Unikliniken ihnen die Geräte abzukaufen!

Das mit den Geräten könnte auch mit der Praxis zusammenzuhängen, am Jahresende das Budget aufbrauchen zu müssen, weil es sonst im nächsten Jahr weniger für das Institut gibt. Schnell noch Antikörper, Zentrifugen oder Laptops kaufen...

Bonair
11
10.12.2010, 17:27

Wieso sollte ein Überschuß an Bildgebungs- und THERAPIEGERÄTEN die Diagnostik und Therapie beeinträchtigen?

Stimmt schon, es kommt leichter zu Überdiagnostik, aber Ihre Kritikpunkte gehen irgendwie daneben...

Barbarin
01
21.12.2010, 11:50
Weil unsere Beiträge, die in díe Sozialkasse fliessen, eher...

..in die Anschaffung von oft unnötigen, aber sehr teuren Geräten fliesst. Die Ausbildung der Ärzte bzgl. Diagnostik nimmt dramatisch und gefählich ab.
Diese Einschulungen an, die Anschaffung der div. Geräte, vermindert die Ausbildungzeit, das Budget und die Qualität, zum Nachteil der Ärzte und der Patienten.

Ohne Maschinen-beweis haben Ärzte mittlerweile Angst einen simplen Pickel zu bestätigen.

Wie gesagt, einer gewinnt wie immer, die Pharamakonzerne, die ja auch Geräte-hersteller sind, ganz zufällig!

green man
02
10.12.2010, 13:11
geht nicht ohne das Gerät mit dem "Ping"!

Matthias Schindler
00
10.12.2010, 13:51
Kathi1609
 
23
10.12.2010, 11:01
Na geh, man findet eh grad neue Nutzungsmöglichkeiten:

http://derstandard.at/129145456... fenen-MRT#

Dann schafft man halt neue Nachfrage, wenn eines mal nicht ausgelastet ist.

Dass andererseits meine Schwiegermutter mit einem akuten Bandscheibenvorfall grad "eh nur" eine Woche aufs MRT warten muss, ist dann ja zweitrangig. Der Doktor hat sie eh ganz lieb gefragt, ob sie zusatzversichert ist, dann könnte man nämlich schneller "was organisieren" ....

Die Frage ist nicht, wie viele Geräte es gibt, sondern ob sie bedarfsgerecht eingesetzt werden.

Bonair
10
10.12.2010, 15:27

Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Sind Sie verärgert, dass die Gynäkologie in der Berliner Charité Ihre Schwiegermutter mit Ihrem Bandscheibenprolaps nicht in deren Forschungs-MRT gesteckt hat?

Es steht jedem frei, sich ausserhalb von Krankenhäusern MR-Termine einzurichten, aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das wesentlich schneller geht, als in Spitalsradiologien.

Kathi1609
 
00
10.12.2010, 18:31
Leben'S meinen letzten Satz nochmal.

Dann ist Ihnen vielleicht klar, was die Dinge miteinander zu tun haben.
Es muss sich nicht nur um so Wahnsinnigkeiten wie die durchleuchtete Geburt handeln. Ich weiß aus genug Erfahrung, dass haufenweise Leute unnötig in allerlei Diagnostik und stationäre Aufenhalte gejagt werden, und "Notfälle" dann warten müssen.

Ich werde meiner Schwiegermutter Ihren Rat mit der externen Abklärung ausrichten. Da Sie (am CT auch eindeutig ersichtlich) einen sehr schlimmen Vorfall plus Einklemmung von Nerven hat und sich seit fast einer Woche nicht mehr aufrichten kann (sie liegt stationär mit Infusionstherapie und Harnkatheder), wird sie ihn sicher mit Begeisterung annehmen.

Andreeeas
00
10.12.2010, 22:22

Ohne ihre Ausführungen in jeglicher Weise zu bezweifeln, kann ich Ihnen versichern, dass richtige Notfälle SOFORT (= spätestens, nachdem ein eventueller "Vorbenützer" des Geräts selbiges verlassen hat) drankommen.

Ansonsten haben wir es hier mit einem Problem in unserem Gesundheitssystem, der 2-Klassenmedizin, zu tun. Die "Klassepatienten" sind nun einmal mehr wert...

Kathi1609
 
01
11.12.2010, 12:19
Ein richtiger Notfall ist demgemäß einer, der sonst gleich stirbt. Das bleibt ja zu hoffen, dass die nicht am Gang verrecken, während der Privatpatient sich sein Ski-Knie röntgen lässt.

"Richtiger Notfall" ist eine schwierige Definition. Wenn ich seit einer Woche nicht in der Lage wär, mich aufzurichten und meinen Urin zu halten, wenn ich trotz Dipidolor nicht schmerzfrei atmen könnt, wenn man am CT ein paar beim Prolaps eingeklemmte Nerven sähe, die bei der Kontrolle drei Tage später bereits den Eindruck erwecken, abgestorben zu sein - würd ich mich als Notfall empfinden. Und wenn mir der OA dann sagt, man könne mich nicht einschieben, weil ich nicht zusatzversichert bin, wär ich auf 180 ...

Ich hab in Ambulanzen gearbeitet, Unfall Notfall, interne Kinder. Ich weiß, wie viele als Hobby-Ambulanz-Besucher völlig unnötig durch allerlei "Abklärungen" gejagt werden, während draußen die schweren Fälle zwei Stunden warten.

Roter Baron
00
10.12.2010, 10:29
schwachsinn

ohne termin ausmachen geht gar nix
und der ist meist nicht unter 2 woche zu kriegen

roter baron

Bertel Mann
00
10.12.2010, 11:11
"Idealtypisch" sollten Sie viel länger warten...

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